25.11.2012, 18:53 Uhr | dpa
Der Chef der DFB-Schiedsrichter Lutz-Michael Fröhlich hat seine Kritik an Borussia Dortmunds Trainer Jürgen Klopp relativiert. (Quelle: imago)
Der Chef aller DFB-Schiedsrichter, Lutz Michael Fröhlich, hat seine Kritik an Borussia Dortmunds Trainer Jürgen Klopp relativiert. "Der Kontext meiner Äußerungen wird leider völlig außen vor gelassen. Es ging mir um eine grundsätzliche Sensibilisierung für dieses Thema, denn das hat Einfluss auf die Arbeit der Schiedsrichter in allen Bereichen des Fußballs. Es geht mir nicht um Personen und es war nicht meine Absicht, eine bestimmte Person anzugreifen", sagte Fröhlich.
Er wolle "die entstandenen Irritationen bei den Betroffenen in einem persönlichen Gespräch ausräumen", kündigte Fröhlich an. Der Abteilungsleiter Schiedsrichter beim Deutschen Fußball-Bund hatte Klopps aufbrausende Art an der Seitenlinie in Verbindung mit Ausschreitungen im Amateurfußball gebracht.
"Auch wenn der Trainer Klopp sich hinterher immer hinstellt und sagt: 'tut mir Leid' (...), am Ende ist es so: es bleibt immer irgendetwas hängen", sagte Fröhlich in einem Radio-Interview.
"Das Verhalten, was da an den Tag gelegt wird zum Teil, hat so ein aggressives Potenzial, das daraus gewaltsame Exzesse an der Basis durchaus erwachsen können."
Rückendeckung gab es für Klopp von Bundestrainer Joachim Löw. "Die Trainer leben am Spielfeld ihre Emotionen aus, sind mitten im Geschehen drin und müssen unheimlich konzentriert sein. Natürlich müssen sie auch mal ihre Gefühle loswerden", sagte Löw bei LIGA total!.
Laut Nürnbergs Coach Dieter Hecking haben die Bundesliga-Trainer bereits einen Brief an die Schiedsrichter geschrieben, um das Verhältnis besonders mit dem vierten Offiziellen an der Seitenlinie zu verbessern.
"Wir haben Vorschläge gemacht. Ich bin gespannt, ob sie darauf eingehen. Aber jetzt einfach so etwas rauszuhauen, finde ich nicht gut", sagte Hecking.
Quelle: dpa
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