21.01.2010, 19:55 Uhr
Auch während der WM wird die Polizeipräsenz groß sein. (Foto: imago)Nach einer Terror-Drohung für die Zeit der WM 2010hat die Polizei in Südafrika einen Mann festgenommen. Dieser hatte vermummt in einem Fernseh-Interview damit gedroht, während des Turniers vom 11. Juni bis 11. Juli Fans ermorden zu wollen.
Das Interview, das der Mann mit einem offenbar noch nicht ermittelten Freund gegeben hatte, war am Wochenende von einem südafrikanischen Privatsender ausgestrahlt worden. Die Männer drohten mit bewaffneten Raubüberfällen und Mordanschlägen während der gesamten Endrunde, für die etwa 450.000 Touristen in Südafrika erwartet werden.
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Die Polizei war durch einen Tipp auf den ersten Täter gestoßen. Gegen ihn wird nun wegen des Aufrufs zur Gewalt und Einschüchterung ermittelt. Ihm drohen bis zu 20 Jahre Gefängnis. Anfang der Woche war zudem ein Mann tot aufgefunden worden, der bei dem Interview mit den beiden Männern dabei war. Die Polizei geht von Selbstmord aus.
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Unterdessen hat der Chef des Bundeskriminalamts (BKA) Jörg Ziercke nach einem Besuch in Südafrika die Sicherheitsmaßnahmen der Behörden gelobt. "Bei der Weltmeisterschaft muss niemand Angst haben", betonte Ziercke. Es werde zwar sehr wichtig sein, dass WM-Touristen bestimmte Sicherheitsregeln einhielten und beispielsweise sogenannte "No-Go-Areas" mieden.
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Der BKA-Chef zeigte sich beeindruckt von den polizeilichen Vorbereitungen und dem hohen Maß an Professionalität, mit der sich die Verantwortlichen in Südafrika auf die Weltmeisterschaft vorbereiteten: "Wenn man sich das Gesamtpaket anschaut, erwarte ich friedliche Spiele." Hinweise auf eine besondere Gefährdung durch Terroristen während der WM gebe es nicht.
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Das Bundeskriminalamt hat seit Jahresbeginn einen Verbindungsbeamten in Pretoria, der sich um die angestrebte Intensivierung der Zusammenarbeit und des Informationsaustausches zwischen den deutschen und südafrikanischen Sicherheitsbehörden kümmern soll. Acht Polizeiexperten aus den Bundesländern werden nach Zierkes Worten zur WM vor allem zur Betreuung der deutschen Fans nach Südafrika kommen. Zudem sollen im Juni und Juli nach Angaben des BKA-Präsidenten weitere BKA-Beamte in Südafrika eingesetzt werden, insbesondere zum Personenschutz. Unter anderem wird Bundespräsident Horst Köhler zum Spiel Deutschland gegen Ghana am 23. Juni in Johannesburg erwartet.
Quelle: sid , dpa
Fans sollen über weiteres Vorgehen entscheiden.
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