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Holst: Erst spielen, dann rasieren

09.08.2011, 09:58 Uhr

Mathias Holst von Hansa Rostock vor der Saison 2010/11 (li.) und der aktuellen Spielzeit. (Fotos: imago)

Mathias Holst von Hansa Rostock vor der Saison 2010/11 (li.) und der aktuellen Spielzeit. (Fotos: imago)

Matthias Holst befindet sich derzeit in einer haarigen Situation. Der Kicker von Hansa Rostock hat den wohl längsten Bart unter Deutschlands Profi-Fußballern. Seit mehr als einem Jahr hat sich der Innenverteidiger nicht mehr rasiert. Im Mai 2010 hatte der 29-Jährige sein letztes Pflichtspiel absolviert, damals noch im Trikot des SC Paderborn. Anschließend fiel er wegen Verletzungen zwölf Monate aus. Das ist auch der Grund für den üppigen Gesichtsschmuck (Foto-Show: Die kuriosesten Bärte des Fußballs).

"Immer wenn ich verletzt oder gesperrt bin, lasse ich mir einen Bart wachsen. Im Mai 2010 habe ich mir einen Knorpelschaden zugezogen. Dass es aber so lange bis zum nächsten Einsatz dauern wird, war nicht abzusehen", sagte Holst im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung".

Suspendierung verhindert Rückkehr

Holst sehnt sich nach einer Rasur. Ein mögliches Comeback im DFB-Pokal gegen den VfL Bochum verbaute er sich allerdings selbst. Holst hatte zu lange gefeiert und wurde für die Erstrunden-Partie suspendiert. Im Liga-Spiel gegen Bochum stand er wieder im Kader, durfte sich während des zweiten Abschnitts auch warmlaufen. Doch Peter Vollmann brachte Dexter Langen und Marcel Schied. Vielleicht hat der Hansa-Trainer im nächsten Spiel beim MSV Duisburg ein Einsehen und lässt Holst auflaufen.

Auf keinen Fall auf dem Bart kauen

Der wilde Bartwuchs bringt derweil ungekannte Probleme mit sich. "Ich habe ja dermaßen Spliss. Seit ich eine Spülung benütze, ist er immerhin weicher. Man sollte die Barthaare auf gar keinen Fall - das habe ich gelernt - in den Mund nehmen und auf ihnen rumkauen. Danach sind sie so was von widerspenstig", sagte er über seine Erfahrungen.

Ganz so weit wie bei Troy Polamalu soll es bei Holst jedenfalls nicht kommen. Der Football-Profi aus der nordamerikanischen NFL hat wegen seiner wallenden Haarpracht einen Werbevertrag mit einem Shampoohersteller. Dieser ließ die Haare Polamalus mit einer Millionen US-Dollar versichern. Gegner hatten ihn häufig beim Schopfe gepackt, um ihn im Spiel zu stoppen. Das ist Holst bisher erspart geblieben. Ob er denn beim Fußball auch schon mal am Bart gezupft worden sei? "Nee, das machen nur meine Kinder."

Quelle: FUSSBALL.DE

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