fussball.de
powered by
Bundesliga bei t-online.deDFBnet

...

Als Dealer eingesperrt - als Profifußballer freigelassen

08.03.2013, 11:57 Uhr | dpa

Dank des Fußballs findet Maxim Molokojedow den Weg aus dem Gefängnis. (Quelle: dpa)

Dank des Fußballs findet Maxim Molokojedow den Weg aus dem Gefängnis. (Quelle: dpa)

Die Geschichte von Maxim Molokojedow ist filmreif: Ein Mann kommt in einem fremden Land nach Jahren aus dem Gefängnis frei und startet dort eine Karriere als Profifußballer. So geschehen in Chile, wo den früheren russischen Drogenschmuggler der Weg in die Freiheit direkt in einen Fußballklub führte.

"Ich bleibe in Chile, weil ich einen Einjahresvertrag mit Santiago Morning habe. Ich werde mit großer Lust spielen, hoffentlich schafft die Mannschaft es, in die erste Liga aufzusteigen", sagte der junge Mann, kaum dass er die Gefängnismauern hinter sich gelassen hatte.

Im Gefängnis gibt es Neid und Drohungen

Molokojedow war 2010 mit sechs Kilo Kokain im Flughafen von Santiago de Chile festgenommen und zu drei Jahren und einem Tag Gefängnis verurteilt worden. Vom Überlebenskampf zwischen Kriminellen ging es für ihn nun in eine sportliche Zukunft, nachdem er von dem früheren chilenischen Nationalspieler Frank Lobos entdeckt worden war. Lobos, einst ein begnadeter Mittelfeldspieler beim Club Colo Colo, entdeckte Molokojedows Talent 2011 während eines Besuchs im Gefängnis im Rahmen eines Sportprogramms für die Häftlinge.

"Es ist das erste Mal, dass ich durch die Stadt fahre", sagte der 25-jährige Russe, als er das Training bei den "Bohemiens" von Santiago Morning aufnahm und seine ersten Trainingstore erzielte. Die Freude und auch die Fernsehkameras, die seine Geschichte auf sich zog, waren für Molokojedow zuletzt im Gefängnis ein Problem. Es gab Neid und Drohungen anderer Gefangener. Da verlegte ihn die Gefängnispolizei noch schnell in einen anderen Trakt - das Modul D, wo rund 20 sportbegeisterte Häftlinge ihre Strafen verbüßen.

Der Fußball ebnet den Weg in die Freiheit

Molokojedow, der nach Chile gekommen war, ohne ein Wort Spanisch zu sprechen, wartete zwischen mit Jesus-Konterfeis bemalten Wänden auf seine Freilassung. Zu dem Akt kam sogar der stellvertretende chilenische Justizminister Juan Pina. "Ich möchte nur Fußball spielen", sagte der Sportler, als er das Gefängnis verließ - kurz nachdem das Justizministerium auch den Ausweisungsbescheid gegen ihn aufgehoben hatte. Seine Haftstrafe war außerdem um fünf Monate verkürzt worden.

In seine russische Heimat zurückkehren möchte Molokojedow nicht so schnell. "Ich spreche jeden Tag mit meiner Familie über Skype, aber ich möchte nicht heimkehren. Ich spiele gerne Fußball, und das ist es, was mich motiviert. Jetzt habe ich die echte Chance, das hier zu tun, und deshalb möchte ich bleiben", sagte er, kaum dass er auf freiem Fuß war.

Quelle: dpa

Leserbrief An die Redaktion
Inhalt versenden Versenden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus.
Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Diese Mail an
mailing-ifrarr
Artikel versenden
Empfänger
Absender
Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
 

"Maxim Molokojedow - Vom Kokaindealer zum Profispieler" verlinken

Verlinken Sie uns, wenn Ihnen der Artikel "Maxim Molokojedow - Vom Kokaindealer zum Profispieler" gefallen hat.

 
TRAINING UND WISSEN
Sommerzeit ist Vorbereitungszeit!

Checkliste für die optimale Saisonvorbereitung.

mehr
"Das T steht für Coach"
Jetzt bewerben!

Hans Sarpei sucht 10 neue Teams für "Hans Sarpei - das T steht für Coach"

mehr

Aktuelle Videos

Wahnsinn!
Götze schießt DFB-Team zum Weltmeistertitel

Deutsche Fans feiern den vierten Stern.

mehr

Aktuelle News

Wieder Lauftraining
BVB-Star Marco Reus macht Fortschritte

Nach der verpassten WM arbeitet Reus am Comeback.

mehr
SCP-Coach Breitenreiter
"Sind der größte Außenseiter aller Zeiten"

Paderborns Coach André Breitenreiter im Interview.

mehr
Kein Mitleid für Bayern
Tönnies: FCB hat "keinen Grund zum Jammern"

Der Schalke-Boss sieht den Rekordmeister als Favorit.

mehr
 (Quelle: abc)