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Dem MSV droht die Insolvenz - Aachen mittendrin

16.11.2012, 17:17 Uhr | FUSSBALL.DE, sid

Aachens Aimen Demai (li.) beim Zweikampf mit Duisburgs Jürgen Gjasula. (Quelle: imago)

Aachens Aimen Demai (li.) beim Zweikampf mit Duisburgs Jürgen Gjasula. (Quelle: imago)

Zwei deutsche Traditionsvereine könnten bald von der Fußball-Landkarte verschwinden. Dem Zweitligisten MSV Duisburg droht die Insolvenz. Nach übereinstimmenden Medienberichten werden kurzfristig rund drei Millionen Euro benötigt, um die Liquiditätslücke zu schließen. "Es ist eine Operation am offenen Herzen", sagte Insolvenzverwalter Utz Brömmekamp, der bereits die städtische Tochter Gebag saniert, die Anteile am Stadionprojekt besitzt.

Brömmekamp legte bei einer Sitzung der Vereinsgremien laut "Welt.de" einen Sanierungsplan vor, der allerdings eine Satzungsänderung beinhaltet. "Da uns bewusst ist, dass in der aktuellen Situation schnelles Handeln gefragt ist, haben wir in unserer gemeinsamen Sitzung die Aufforderungen geprüft. Eine grundsätzliche Zustimmung wurde erreicht, wobei einige Punkte noch finalisiert werden und eine daraus möglicherweise resultierende Satzungsänderung nur durch die Außerordentliche Mitgliederversammlung genehmigt werden kann", teilte der MSV mit.

Eingeplante Einnahmen aus TV-Geldern fehlen

Wird dem Sanierungskonzept zugestimmt, wäre zumindest die kurzfristige Zukunft gesichert. "Klar ist, dass wir schnell Geld brauchen", sagte Geschäftsführer Roland Kentsch. Durch die prekäre sportliche Situation in der Abstiegszone (Abstiegsplatz 17, neun Punkte aus 13 Spielen) und dem Ausscheiden aus dem DFB-Pokal beim Drittligisten Karlsruhe fehlen dem Verein eingeplante Einnahmen aus TV-Geldern. Für die Finanzierung des Stadions müssen jährlich rund 4,5 Millionen Euro aufgebracht werden. Im Zweifelsfall müssen die Duisburger wegen Verstoß gegen die Lizenzauflagen mit einem Punktabzug rechnen.

"Jeder, der ein Herz für den MSV hat, muss zustimmen"

Zur Gruppe der potenziellen Investoren gehört auch der ehemalige Vorstands- und Aufsichtsratschef Walter Hellmich. Allerdings ist ungewiss, ob die Vereinsvertreter der Satzungsänderung zustimmen. "Jeder, der ein Herz für den MSV hat, muss diesem Plan zustimmen", wird Brömmekamp im "Reviersport" zitiert.

Aachen steckt bereits mitten in der Insolvenz

Drittligist Alemannia Aachen muss hingegen bereits den bitteren Gang in die Insolvenz gehen. Das melden die "Aachener Nachrichten" sowie die "Aachener Zeitung". Die Mannschaft soll am Freitagmorgen informiert werden, im Laufe des Vormittags will der ehemalige Bundesligist und Europapokal-Teilnehmer die Insolvenz und einen Rettungsplan vorstellen.

Bereits Ende Oktober stand Aachen vor dem finanziellen Aus, Geschäftsführer Frithjof Kraemer musste seinen Hut nehmen. Damals hieß es, es sei ein Geldgeber aus den eigenen Reihen gefunden worden. Der Alemannia fehlten nach nicht bestätigten Angaben kurzfristig über zwei Millionen Euro. In der 3. Liga liegt der Zweitliga-Absteiger nach 17 Spielen mit 16 Punkten auf dem 17. Tabellenplatz.

Streichung der Ergebnisse?

Die Stellung des Insolvenzantrages der Aachener hat zunächst keinerlei sportliche Auswirkung, weder auf Alemannia noch auf die schon gespielten oder noch zu spielenden Partien des Klubs. Erhält der DFB jedoch vor dem letzten Spieltag die offizielle Mitteilung über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens, werden gemäß der DFB-Spielordnung alle bisherigen Saisonspiele von Alemannia Aachen gestrichen.

Der einstige Bundesligist, der nach der Saison 2011/2012 in die 3. Liga abrutschte, steht dann als erster Absteiger in die Regionalliga fest und rückt am Saisonende ans Tabellenende. Sollte Aachen nicht sofort den Spielbetrieb einstellen und weiterhin an der Liga teilnehmen, werden die noch ausstehenden Partien des Klubs gespielt, aber ebenfalls nicht gewertet - weder für Aachen noch den Gegner. "Es ist der klare Wunsch, Lösungen zu finden, damit der Spielbetrieb von Alemannia Aachen in der 3. Liga aufrecht erhalten wird", sagte der zuständige DFB-Direktor Ulf Schott.

Quelle: FUSSBALL.DE, sid

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