29.10.2009, 20:59 Uhr
Peter Neururer ist nicht mehr Trainer beim MSV Duisburg. (Foto: imago)Klaus Augenthaler und Frank Pagelsdorf sind die Top-Favoriten auf die Nachfolge von Peter Neururer beim Zweitligisten MSV Duisburg. "Beides sind erfahrene Trainer, von denen ich eine Menge halte und die immer in meinem Fokus waren", sagte MSV-Boss Walter Hellmich rund zwölf Stunden nach der Trennung von Neururer.
"Wir wollen so schnell wie möglich einen neuen Trainer präsentieren. Die Sondierungsgespräche haben bereits begonnen", berichtete Hübner, der gemeinsam mit Hellmich ein klares Anforderungsprofil erstellt hat. "Der Trainer sollte sich in der zweiten Liga auskennen, möglichst über Erfahrung verfügen, schon mal eine Spitzenmannschaft trainiert haben und ein Disziplinfanatiker sein", erklärte der Sportdirektor, der am Vorabend noch mit Neururer sowie dem Aufsichtsrat beim Abendessen zusammengesessen und die aktuelle Situation beim selbsternannten Aufstiegsanwärter analysiert hatte.
Video Neururer nicht mehr Trainer in Duisburg
Das Training wird vorübergehend der bisherige Neururer-Assistent Uwe Speidel leiten, sagte MSV-Sprecher Tobias Günther. Speidel soll auch am Sonntag bei der TuS Koblenz für die Mannschaft verantwortlich sein. Duisburgs Aufsichtsratsvorsitzender Walter Hellmich und Sportdirektor Bruno Hübner sahen sich zu der Trennung gezwungen, weil das Ziel des Aufstiegs in die 1. Liga "nach den Leistungen der letzten Wochen stark gefährdet" sei. Es sei aber keine Trennung im Streit, hieß es. Neururer hatte die MSV-Mannschaft am 17. November 2008 von Rudi Bommer übernommen.
Neururer ist in dieser Saison der sechste Zweitliga-Übungsleiter, dessen Arbeitsverhältnis vorzeitig endet. Betroffen waren bislang Edmund Becker beim Karlsruher SC, Jürgen Seeberger von Alemannia Aachen, Stefan Emmerling und Andreas Zimmermann beide Rot Weiss Ahlen und Tomas Oral beim FSV Frankfurt, die von ihren Aufgaben entbunden worden oder wie Oral zurückgetreten waren.
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Neururer hatte noch Anfang Oktober nach einer Serie von drei verlorenen Spielen mit seinem Rücktritt gedroht. "Wenn bei meiner Mannschaft wieder die Leistungsbereitschaft nicht stimmt, gehe ich sofort zum Präsidenten und bin weg", hatte er gesagt. Damals war der Verein auf den 15. Tabellenplatz abgerutscht. Zu diesem Zeitpunkt hieß es, Neururer habe Kontakte zu seinem ehemaligen Arbeitgeber VfL Bochum, der seinerzeit auf Trainersuche war. Dies hatte Neururer abgestritten, nachdem er sich Vorwürfen ausgesetzt sah, er habe seinen Rauswurf beim MSV provozieren wollen.
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Quelle: dpa
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