26.01.2010, 13:24 Uhr
Simon Rolfes musste nach Knieproblemen beim Fitness-Test der Nationalmannschaft operiert werden. (Foto: imago)Nationalspieler Simon Rolfes muss um seine Teilnahme an der WM 2010 in Südafrika bangen. Der Mittelfeldspieler von Bayer Leverkusen reiste aus dem Quartier der deutschen Nationalmannschaft in Stuttgart ab.Wie der DFB mitteilte, wurde Rolfes nach einer Untersuchung am Knie operiert.
Der 28-Jährige war nach einer Meniskus-Operation im Juli vorigen Jahres in der Hinrunde lange ausgefallen und hatte nach seinem Comeback erneut Probleme mit dem Knie. "Das Ergebnis der Kernspintomografie war leider nicht sehr gut, so dass eine erneute OP nötig wurde", sagte Oliver Bierhoff.
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Der Manager hofft allerdings, dass Rolfes, dem wegen eines Knorpelschadens am rechten Knie eine monatelange Pause droht, rechtzeitig bis zum Start der WM-Vorbereitung wieder fit wird. "Man sollte ihn nicht verfrüht abschreiben und ihm die Daumen drücken, dass er bald wieder spielen kann", so Bierhoff.
Die Nachricht über die erneute Verletzung des Mittelfeldspielers, der für den WM-Kader der deutschen Elf gesetzt war, hatte für große Betroffenheit bei Bundestrainer Joachim Löw und innerhalb der Mannschaft gesorgt. Positiv aus Sicht des Bundestrainers ist, dass die Operation am Dienstagmorgen ohne Komplikationen verlaufen ist. "Das ist schon mal sehr gut, nun müssen wir den Heilungsverlauf verfolgen. Wir dürfen Simon nicht zu früh abschreiben, aber müssen natürlich auch mit dem Schlimmsten rechnen und über Alternativen nachdenken", sagte Löw. Der 49-Jährige geht davon aus, dass Rolfes wegen seines Knorpelschadens am rechten Knie einige Monate ausfällt.
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Bestürzung auch in Leverkusen. "Mit der WM wird es nun schwierig werden", sagte Bayer-Sportdirektor Rudi Völler. "Wir müssen ihn nun aufbauen und werden ihn so gut es geht unterstützen. Er muss positiv denken", so Völler.
Simon Rolfes selbst denkt nicht an die WM, sondern nur an seine Genesung. "Es ist ein bitterer Schlag für mich. Über die WM mache ich mir keine Gedanken. Wichtig ist jetzt nur meine Gesundheit", sagte Rolfes gegenüber der "Sport-Bild".
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Bei Löw war der Leverkusener beim 1:0-Sieg gegen Russland wieder zum Einsatz gekommen. Danach hatte er sich jedoch erneut einer Gelenkspülung unterziehen müssen und war für den Rest der Bundesliga-Hinrunde ausgefallen. Aus einer angedachten zehntägigen Pause wurden fast drei Monate. Zum Rückrunden-Auftakt meldete sich der 21-malige Auswahlakteur dann zurück. Zuletzt hatte er beim 3:0-Erfolg der Leverkusener bei 1899 Hoffenheim einen Kurzeinsatz. Danach klagte Rolfes allerdings wieder über Probleme.
Es war nicht die erste Hiobsbotschaft für den Bundestrainer. Löw musste dabei zusehen, wie sein aufgestellter Trainingskader immer kleiner wurde. Kapitän Michael Ballack fehlt, weil er vom FC Chelsea keine Freigabe erhielt. Ebenso Robert Huth von Stoke City. Er bekam von seinem Verein keine Freistellung. Aaron Hunt musste Löw für den Leistungstest absagen wegen eines Magen-Darm-Infekts und Stuttgarts Cacau passte wegen einer Leistenzerrung. Der Schalker Heiko Westermann (Knie-OP) und der Kölner Lukas Podolski (Bandscheibe) fehlen verletzt. Und jetzt der Ausfall von Simon Rolfes. Im defensiven Mittelfeld hat Löw nun große Personalprobleme, zumal er dem Bremer Routinier Torsten Frings eine definitive WM-Absage erteilt hatte.
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Der DFB-Coach hatte auf die vielen Absagen reagiert und Dennis Aogo, Thomas Müller und Toni Kroos eingeladen. Die drei Nachwuchshoffnungen sind damit erstmals in der A-Mannschaft. Löw zur derzeitigen Situation: "Der 30er-Kader umfasst die Spieler, die in unserem Team in den vergangenen Monaten eine Rolle spielten, und jüngere Spieler, die über die WM 2010 hinaus eine Perspektive haben. Diesen Kreis und die Spieler, die für das Treffen in Stuttgart absagen mussten, werden wir in den kommenden Monaten intensiv beobachten. Natürlich ist bei unseren WM-Planungen die Tür für andere Kandidaten nicht zu, aber es wird nur dann noch jemand eine Chance erhalten, wenn er bis zum Saisonende überragende Leistungen bringt."
Quelle: FUSSBALL.DE , sid , dpa
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