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|13.09.2017|16:15

Alois Schwartz: "Die A-Note ist entscheidend"

Schwartz' Ansatz beim KSC: "Wir wollen vom Einfachen zum Schweren kommen" [Foto: imago/DFB]

Die Fans des Drittligisten Karlsruher SC sehen Schwartz - wenn sie an die Seitenlinie blicken. Seit knapp zwei Wochen ist Ex-Profi Alois Schwartz Trainer beim Zweitligaabsteiger. Der 50-Jährige ist Nachfolger von Marc-Patrick Meister. In die Saison war der KSC als Aufstiegsanwärter Nummer eins gestartet. Nach sieben Spieltagen stehen allerdings nur sechs Punkte zu Buche, die Abstiegszone ist gerade einmal einen Zähler entfernt. Bei seinem Debüt holte Schwartz mit den Badenern ein 0:0 in Chemnitz . Im DFB.de -Drittligainterview der Woche spricht Alois Schwartz mit Mitarbeiter Thomas Ziehn über seinen Einstand, die Heimpremiere am Samstag (ab 14 Uhr, live im SWR und bei Telekom Sport) gegen die Sportfreunde Lotte und den Blick nach oben.

DFB.de: Der Weg des KSC soll möglichst schnell wieder nach oben führen. War das 0:0 beim Chemnitzer FC ein guter Anfang?

Alois Schwartz: Es war ein erster Schritt. Erst mal wollten wir Stabilität hineinbekommen. Das ist uns unter dem Strich ganz gut gelungen. Beide Mannschaften hatten einige Chancen, die aber ungenutzt blieben. Von daher ging auch das Remis in Ordnung.

DFB.de: Was hat Ihnen gut gefallen?

Schwartz: Wir standen fast immer kompakt und haben versucht, sofort mit dem Großteil der Mannschaft hinter den Ball zu kommen. In den ersten Partien hatte sich die Mannschaft immer mindestens einen Gegentreffer gefangen, diesmal stand erstmals in dieser Saison hinten die Null. Da wollten wir den Hebel ansetzen.

DFB.de: Und was war weniger gut?

Schwartz: Nach Ballgewinnen müssen wir ruhiger werden. Außerdem war der Ball zu häufig zu schnell wieder weg. Das ist auch eine Folge davon, dass es mit dem Selbstvertrauen noch nicht zum Besten bestellt ist.

DFB.de: Sie sind seit knapp zwei Wochen in Karlsruhe. Was waren Ihre ersten Amtshandlungen?

Schwartz: Wir wollen vom Einfachen zum Schweren kommen. So haben wir trainiert. Unter anderem haben wir am Umschaltspiel gearbeitet. Im Idealfall wollen wir den Gegner in der Unordnung erwischen. Ein paarmal ist uns das in Chemnitz schon gelungen.

DFB.de: Warum kam der KSC bisher noch nicht richtig in Schwung?

Schwartz: Ich blicke mit dem KSC ausschließlich nach vorn. Grundsätzlich ist es nach einem Abstieg immer schwer. Wenn dann gleich zu Beginn die positiven Ergebnisse ausbleiben, kann es einem so ergehen wie dem SC Paderborn und FSV Frankfurt in der vergangenen Saison. Beide Teams stiegen sportlich ab.

DFB.de: Wie haben Sie sich in Karlsruhe eingelebt?

Schwartz: Sehr gut. Karlsruhe ist nur 70 Kilometer von meinem Wohnort Mannheim entfernt. Der KSC liegt also sozusagen vor meiner Haustür. Die handelnden Personen wie Sportdirektor Oliver Kreuzer waren mir schon häufig über den Weg gelaufen. Die Eingewöhnungsphase hat das noch mal verkürzt.

DFB.de: Warum fiel Ihre Wahl auf den KSC?

Schwartz: Die Gespräche waren sehr positiv. Ich hatte sofort das Gefühl, dass man mit dem KSC etwas erreichen kann. Der regionale Aspekt spielte sicher auch eine Rolle. Gegenüber meinen vergangenen Stationen in Nürnberg und Sandhausen ist es zwar eine Liga tiefer - so fühlt es sich aber für mich überhaupt nicht an.

DFB.de: Wieviel Sorgen macht Ihnen der Rückstand von bereits elf Punkten auf Relegationsplatz drei?

Schwartz: Das sollte aktuell nicht unsere Sichtweise sein. Wir müssen noch stabiler werden und dann über die Stabilität zur Konstanz kommen. Bis dahin müssen wir nicht auf die Tabelle blicken.

DFB.de: Ist der Kader denn stark genug, um ganz nach oben zu kommen?

Schwartz: Dass die Mannschaft mehr kann, steht für mich außer Frage. Wir haben viele Spieler im Kader, die über Erfahrungen in der 2. Bundesliga oder sogar Bundesliga verfügen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass man in der extrem engen 3. Liga mit einer Serie auch wieder nach oben kommen kann. Aber damit beschäftige ich mich aktuell gar nicht. Wir wollen einen Schritt nach dem anderen gehen - und dann schauen wir weiter.

DFB.de: Mit Anton Fink und Dominik Stroh-Engel bilden zwei ehemalige Torschützenkönige der 3. Liga den Angriff. Zusammen kommen sie bisher auf vier Treffer. Warum ist das so?

Schwartz: In erster Linie ist das der Gesamtsituation geschuldet. Wir müssen jetzt dahinkommen, dass Spieler wie Anton und Dominik ihre Stärken ausspielen können. Sie können es, das haben sie schon unter Beweis gestellt. Fest steht: Wir sind froh, dass wir solche Stürmer im Aufgebot haben.

DFB.de: Was sagen Sie zu 7:13 Toren nach sieben Begegnungen?

Schwartz: Das ist alles andere als optimal. Das größte Problem sehe ich darin, dass die Mannschaft vor dem Chemnitz-Spiel immer mindestens ein Gegentor hinnehmen und fast immer einem Rückstand hinterherlaufen musste. Dass wir in Chemnitz zum ersten Mal zu Null gespielt haben, bewerte ich positiv.

DFB.de: Auch Mitabsteiger Würzburger Kickers tut sich bisher schwer. Gibt es Gemeinsamkeiten?

Schwartz: Die Absteiger aus der 2. Bundesliga sehen sich in der 3. Liga von Beginn an einer hohen Erwartungshaltung ausgesetzt. Hinzu kommt die große Fluktuation. Die Drittligisten sind in der Regel schon eingespielter. Der MSV Duisburg hat es in der vergangenen Saison beispielsweise geschafft, den Kader fast komplett zusammenzuhalten, und ist aufgestiegen.

DFB.de: Waren Sie schon mal in so einer Situation?

Schwartz: Als ich zum 1. FC Nürnberg kam, war der Klub gerade in der Relegation zur Bundesliga gescheitert. Die Erwartungshaltung war danach groß. Das gesamte Umfeld meinte, dass wir erneut und mit Leichtigkeit oben angreifen. Vielleicht hat das dazu geführt, dass wir manchmal den berühmten halben Schritt weniger gemacht haben.

DFB.de: Am Samstag steigt Ihre Heimpremiere gegen die Sportfreunde Lotte. Wie schätzen Sie die Mannschaft ein?

Schwartz: Ein starker Gegner. Kleinigkeiten werden entscheidend sein. Wir werden ganz sicher noch nicht Hurra-Fußball spielen können. Die A-Note ist entscheidend. In Chemnitz ist es uns gelungen, uns etwas mehr Selbstvertrauen zu erarbeiten. Darauf wollen wir aufbauen.

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