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Amateurstatistiken

|14.11.2017|22:40

Video: Stindl rettet Remis gegen Frankreich

Der Ausgleich in letzter Minute: Lars Stindl bewahrt Deutschland vor der Niederlage [Foto: 2017 Getty Images]

Die deutsche Nationalmannschaft bleibt auch im 21. Spiel seit dem 0:2 beim EM-Halbfinale 2016 gegen Frankreich unbesiegt. Gegen die Equipe Tricolore kam das Team von Bundestrainer Joachim Löw zum Jahresabschluss zu einem 2:2 (0:1.) . Lars Stindl verhinderte mit seinem Treffer in der Nachspielzeit eine Niederlage.

Alexandre Lacazette (34.) hatte den Weltmeister von 1998 in Führung geschossen. Timo Werner belohnte einen starken Start in die zweite Halbzeit mit dem Ausgleich (54.). Pech hatte Toni Kroos , der einen Freistoß an Latte und Pfosten setzte (70.), im direkten Gegenstoß traf stattdessen Lacazette zur Entscheidung (71.). Dann kam Joker Stindl und schloss einen tollen Angriff über Mesut Özil und den ebenfalls eingewechselten Mario Götze zum Endstand ab.

Sechs Neue in der Startelf

Löw stellte im Vergleich zum 0:0 in England auf sechs Positionen um. Im Tor begann Kevin Trapp für Marc-André ter Stegen . Vor dem Schlussmann von Paris Saint-Germain durften neben Weltmeister Mats Hummels auch Emre Can , Niklas Süle und Marvin Plattenhardt in der Abwehrkette ran. Zudem kehrten die Weltmeister Kroos und Sami Khedira im zentralen Mittelfeld in die Startelf zurück, Khedira trug in seinem 72. Länderspiel die Kapitänsbinde. In der Offensive vertraute Löw erneut auf Ilkay Gündogan , Mesut Özil und Julian Draxler , ganz vorne stürmte wie gegen England Werner.

36.948 Zuschauer sahen im Kölner Rhein-Energie-Stadion eine stürmisch beginnende DFB-Auswahl. Keine 120 Sekunden nach Anpfiff zog Werner in den Strafraum, Samuel Umtiti spitzelte die Kugel gerade so weg (2.). Frankreich stand massiv unter Druck, Khedira spielte einen herrlichen Diagonalpass auf die linke Außenbahn zu Plattenhardt, der Draxler mitnahm. Der Pariser bediente Özil, der flach abzog und Steve Mandanda zur ersten Parade zwang. Drei Minuten waren da erst gespielt.

Das DFB-Team setzte spürbar auf schnelles Umschaltspiel und suchte immer wieder mit wenigen Steilpässen den Weg zum Gästetor. Die Franzosen agierten aus einer sicheren Abwehr heraus mit einer ähnlichen Strategie und kamen mit überfallartigen Angriffen zu ersten Abschlüssen. Flanken von Kylian Mbappe (6.) und Lucas Digne (6.) fingen erst Süle und dann Trapp ab, ein Volleyhammer von Blaise Matuidi landete im Außennetz (7.).

Hummels rettet mit Supergrätsche

Anthony Martial ging bei einem Pass von Kroos dazwischen und schickte Mbappe. Hummels verhinderte mit einer Weltklasse-Grätsche einen Abschluss des französischen Ausnahmetalents (12.). Dann war Trapp gefragt: Einen wuchtigen Schuss von Lacazette lenkte der Schlussmann erstklassig um den Pfosten (19.).

Auf der Gegenseite trauten sich Özil, Draxler und Gündogan immer wieder steile Pässe mit hohem Risiko zu, meist in Richtung des pfeilschnellen Werner. Das ging allerdings zu Lasten der Präzision, auch weil Frankreichs Defensive effektiv die Räume zustellte. Auch aus der Distanz fand der Weltmeister und Confed-Cup-Sieger keine Lücke. Schüsse von Khedira (27.) und Özil (28.) blockte das Abwehrbollwerk ab.

Lacazette schließt Traumkombination zur Führung ab

In einer starken Phase der Franzosen gingen die Gäste in Führung. Gegen Mbappe verhinderte Trapp mit einer herausragenden Parade noch den Rückstand (32.), zwei Minuten später wurde der Druck aber zu groß. Über schnelle Pässe von Digne und Matuidi landete der Ball bei Martial, der Süle umkurvte und mit großer Übersicht auf Lacazette querlegte. Der Angreifer vom FC Arsenal musste aus fünf Metern nur noch einschieben (34.).

Der Gegentreffer stachelte das deutsche Team an. Noch vor der Pause kam Werner zweimal in aussichtreiche Abschlussposition, scheiterte aber erst am aus dem Tor hechtenden Mandanda (39.) und dann am Tackling von Raphael Varane (41.). Einen Schuss von Khedira fälschte die französische Defensive zudem zur Ecke wab (45.), nachdem auf der Gegenseite auch Mbappe noch eine gute Chance liegengelassen hatte (44.).

Özil auf Werner - der Ausgleich

Zur zweiten Halbzeit brachte Löw Antonio Rüdiger für Hummels in die Partie und die Halbzeitansprache zeigte deutliche Wirkung. Das DFB-Team erhöhte das Spieltempo noch einmal deutlich und drückte Frankreich in die Defensive. Wieder war es Mandanda, der ein Laufduell mit Werner für sich entschied und in höchster Not klärte (49.). Vier Minuten später zündete Draxler auf der linken Seite den Turbo, ging per Übersteiger und tollem Dribbling am Gegenspieler vorbei und passte flach und scharf in den Fünfer. In der Mitte hielt Rüdiger freistehend den Fuß hin, lenkte den Ball aber links neben das Tor (53.).

Ein Angriff wie aus dem Lehrbuch für schnelles Umschaltspiel führte dann zum Ausgleich. Khedira eroberte den Ball am eigenen Strafraum, das DFB-Team schwärmte pfeilschnell in alle offensiven Richtungen aus. Özil kam ans Leder, schaute kurz hoch und schickte Werner perfekt in die Schnittstelle. Wieder stand der Leipziger frei vor Mandanda und schob den Ball durch die Hosenträger des Keepers von Olympique Marseille in die Maschen (56.).

Kroos trifft Latte und Pfosten, Lacazette ins Netz

Anschließend feierte der lange Zeit erkrankte Götze nach 364 Tagen sein Comeback in der Nationalmannschaft. Der Siegtorschütze des WM-Finales von 2014 kam für Gündogan in die Partie (65.) und wurde Zeuge der dramatischen Entwicklungen der folgenden Minuten. Kroos zirkelte einen Freistoß aus 22 Metern brillant aufs Tor. Die Kugel knallte erst an die Latte und dann an den Pfosten. Der Rebound landete bei Werner, der aber überrascht nicht schnell genug reagieren konnte und die Kugel am Tor vorbeiköpfte (70.).

Im direkten Gegenzug ging Frankreich in Führung. Mbappe steckte gegen einen zu weit aufgerückten Rüdiger den Ball auf Lacazette durch. Der Angreifer stand allein vor Trapp und schob die Kugel durch die Beine des Torwarts in die Maschen (71.).

Stindl trifft mit der letzten Aktion

Löw brachte anschließend auch Sebastian Rudy (75., für Khedira), Stindl (83., für Can) und Sandro Wagner (85., für Werner) ins Spiel und die Wechsel zahlten sich in der Nachspielzeit aus.

Özil bediente mit einem Außenristpass Götze, der sofort auf Stindl weiterlegte - und der Gladbacher schob nervenstark ein. Es war gleichzeitig die letzte Aktion eines an Höhepunkten reichen Spiels - der Weltmeister verhinderte mit Glück und Geschick die erste Niederlage seit dem EM-Halbfinale 2016.

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