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Crowdfunding II|17.01.2019|10:45

09-Boss Can: „Arbeit geht jetzt erst los“

Wattenscheids Chef Oguzhan Can: "Habe gesagt, dass ich mich nur dauerhaft engagiere, wenn ich Licht am Ende des Tunnels sehe."[Foto: mspw]

Die viel beachtete Crowdfunding-Aktion der SG Wattenscheid 09 hat den Traditionsverein aus der Regionalliga West am Leben gehalten. Auf den letzten Drücker war das Projekt, bei dem mindestens 350.000 Euro zusammenkommen mussten, um zumindest die laufende Saison abzusichern, mit rund 369.000 Euro erfolgreich. Der Aufsichtsratsvorsitzende Oguzhan Can (45), der selbst mehr als die Hälfte des notwendigen Betrages zur Rettung beigetragen hat, will den Klub jetzt mittel- und langfristig stabilisieren.

Im FUSSBALL.DE -Interview spricht Oguzhan Can über die finanzielle Rettung des Vereins, die Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Schalke-Präsidenten Josef Schnusenberg und die Pläne für die Zukunft.

FUSSBALL.DE: Wie viele Nachrichten haben Sie seit dem erfolgreichen Abschluss der Crowdfunding-Aktion am Montagabend erhalten, Herr Can?

Oguzhan Can: Mein Handy stand zeitweise nicht still. Es kamen unter anderem Anfragen und Nachrichten aus der Türkei, Schweiz und sogar aus China.

"Diesen ganzen Aufwand würde ich doch doch nicht betreiben, wenn mir der Verein egal wäre"

Durch Ihre Firma „WTC Camp Sports“ haben Sie die erreichte Spendensumme kurz vor Ablauf der Frist auf die gewünschte Summe aufgestockt. Warum?

Can: Zum einen war da die riesige Resonanz aus dem In- und Ausland. Es gab und gibt so viele interessierte Sponsoren und Unterstützer, die uns nicht nur kurzfristig helfen wollen. Zum anderen hatte die Crowdfunding-Aktion bis kurz vor Schluss rund 160.000 Euro generiert. Das ist eine stolze Summe. Zusätzlich ist es uns gelungen, Josef Schnusenberg, den ehemaligen Präsidenten des FC Schalke 04, zunächst als kooptiertes Aufsichtsratsmitglied für unseren Verein zu gewinnen. Er wird sein Wissen und Netzwerk bei uns einbringen und der SGW helfen. An diesem Punkt habe ich gesagt: Jetzt mache ich erst recht weiter und habe noch einmal knapp 200.000 Euro investiert, damit die Crowdfunding-Aktion erfolgreich wird.

Durch die finanzielle Schieflage war der Verein unter anderem mit zwei Spielergehältern im Rückstand. Sind die Überweisungen schon abgewickelt?

Can: Das Geld aus der Crowdfunding-Aktion wird erst in knapp 14 Tagen überwiesen. Die ausstehenden Gehälter werden aber noch in dieser Woche angewiesen. Dafür trete ich in Vorleistung.

Welche weiteren Schritte sollen jetzt folgen? Wie soll es gelingen, dass Sie nicht in einigen Monaten wieder in eine solche Situation geraten?

Can: Ich habe gesagt, dass ich mich nur dann weiter dauerhaft engagiere, wenn ich Licht am Ende des Tunnels sehe. Noch vor wenigen Wochen war das nicht der Fall. Jetzt ist die Hoffnung da, neue Sponsorenverträge abschließen zu können und wieder eine ganz andere Struktur in den Verein zu bekommen. Die Arbeit für uns ist nicht zu Ende. Im Gegenteil: Sie geht jetzt erst richtig los.

Was versprechen Sie sich von der Zusammenarbeit mit dem neuen Aufsichtsrat Josef Schnusenberg, der als ausgewiesener Finanzexperte gilt?

Can: Ich kenne Josef Schnusenberg schon seit rund 15 Jahren. Er soll hier kein Geld einbringen, aber sein Wissen und sein Netzwerk. Nur wenige Stunden nach der Verkündung, dass er bei uns an Bord geht, haben sich schon die ersten Interessenten gemeldet, die bei uns einsteigen wollen. Das ist auch ein klares Zeichen dafür, dass unsere Entscheidung, mit unseren Finanzproblemen an die Öffentlichkeit zu gehen, genau richtig war. Wir mussten erst klipp und klar sagen: Uns geht es schlecht.

Sie waren zuletzt im Aufsichtsrat nach mehreren Rücktritten nahezu auf sich allein gestellt. Der Vorstand besteht nach wie vor nur aus dem Vorsitzenden Dragan Markovic. Die Arbeit muss auf mehr Schultern verteilt werden, oder?

Can: Das stimmt. Wir werden aber keine übereilten Entscheidungen treffen. Wir wollen im Team vernünftig zusammenarbeiten. Da muss nicht nur das Fachliche stimmen. Man muss sich auch menschlich verstehen.

Einige Kritiker sehen in Ihnen lediglich einen Unternehmer, der Geld verdienen will. Wie sehr liegt Ihnen der Verein am Herzen?

Can: Ich hatte schon vor der Crowdfunding-Aktion rund eine Million Euro als Darlehen in den Verein gesteckt. Hätte ich diese Summe an anderer Stelle vernünftig investiert, hätte ich einiges an Geld verdienen können. Den zusätzlichen Zeitaufwand für den Verein lasse ich dabei noch außen vor. Wir haben zwar in den letzten Wochen kaum geschlafen. Dennoch hat es mit so engagierten Mitarbeitern wie Daniel Knorr, Björn Biberich, Marc Rohmann und Sinan Simsek aus der Presse- und Marketingabteilung auch viel Spaß gemacht. Diesen ganzen Aufwand würde ich doch doch nicht betreiben, wenn mir der Verein egal wäre.

Die Mannschaft und das Trainerteam um Farat Toku mussten einige Monate auf Gehälter warten. Bleibt da im Vertrauensverhältnis etwas zurück?

Can: Ich bin sicher, dass Spieler und Trainer - genau wie ich auch - nicht nachtragend sein werden. Ich denke, dass sie Verständnis für meine Situation aufbringen. Schließlich stand ich von jetzt auf gleich alleine da. Jetzt stehen die Ampeln aber wieder auf grün. Das ist bestimmt auch für die Mannschaft ein großer Ansporn, um in der Rückrunde den Klassenverbleib so schnell wie möglich unter Dach und Fach zu bringen und möglichst noch den einen oder anderen Platz in der Tabelle zu klettern. Ich gehe davon aus, dass unsere Notlage alle Beteiligten im Verein noch weiter zusammengeschweißt hat.

Welche Vision schwebt Ihnen für die SGW vor?

Can: Erstes Ziel muss wirtschaftlich erst einmal die schwarze Null sein. Was der Verein ausgibt, das soll er auch durch seine Einnahmen erwirtschaften - und damit von privaten Geldgebern unabhängig werden. Der nächste Schritt wäre, ein Plus zu generieren. Erst dann können wir den Blick auch sportlich weiter nach oben richten.

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