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Kreisliga-Bomber|18.10.2020|16:55

37 Tore nach 5 Spielen: Rekord (101) im Blick

Mittelstürmer mit der Nummer 3: Sebastian Döscher ist aktuell nicht zu stoppen.[Foto: FC Motor Süd Neubrandenburg/Collage FUSSBALL.DE]

17, vier, fünf, zehn, eins: Was zunächst wie die Ziehung der Lottozahlen klingen könnte, ist die Torausbeute von Sebastian Döscher vom FC Motor Süd Neubrandenburg in der Kreisliga Mecklenburgische Seenplatte. Insgesamt beeindruckt das Team nach fünf Spielen mit der optimalen Ausbeute von 15 Punkten und einem Torverhältnis von 69:3.

Döscher allein ist mit 37 Treffern für 53 Prozent aller Tore unmittelbar verantwortlich. "Ich war schon mal in der Landesklasse mit 22 und 23 Treffern in einer Saison jeweils Torschützenkönig", so der 34-Jährige im Gespräch mit FUSSBALL.DE . "Solch eine Ausbeute nach nur fünf Spielen ist aber auch für mich neu."

Besonders "gnadenlos" waren Döscher und der FC Motor Süd Neubrandenburg im Ligaduell mit der eigenen dritten Mannschaft . Das vereinsinterne Aufeinandertreffen endete 27:1 für die "Erste" . Sebastian Döscher sagt: "Wir haben nach jedem Treffer einfach weitergemacht. Durch die Corona-Pandemie weiß man nicht, ob wir die Saison zu Ende spielen können oder ob sie vorzeitig gewertet wird. Und da kann jedes Tor entscheidend sein."

Allein Döscher steuerte im vereinsinternen Duell 17 Treffer bei. Und war am Ende selbst ein wenig überrascht. "Ehrlich gesagt: Ich habe nach meinem achten Tor aufgehört zu zählen und wollte einfach abwarten, wie viele Treffer es letztlich werden", erinnert er sich. "Nach dem Spiel konnte es keiner so recht glauben, dass ich 17 Tore erzielt habe. Mein Handy stand wegen der vielen WhatsApp -Nachrichten nicht mehr still."

"Mein Handy stand wegen der vielen WhatsApp-Nachrichten nicht mehr still"

Als Linksverteidiger angefangen

Nicht ganz so recht wollte es mit dem Toreschießen am zurückliegenden Wochenende klappen. Beim 4:1 in der Partie bei der zweiten Mannschaft des TSV Friedland steuerte Döscher "nur" einen Treffer zum fünften Sieg im fünften Saisonspiel bei. "Es spricht sich herum, dass ich viele Tore mache", sagt der Mittelstürmer, der im Jugendbereich noch als Linksverteidiger angefangen hatte. Die Folge: Mittlerweile hat er schon mit Sonderbewachern seine Bekanntschaft gemacht.

"Die Gegenspieler laufen mir teilweise auf dem kompletten Spielfeld hinterher", so Döscher. "In der ersten Halbzeit hatten wir noch unsere Probleme und sind auch in Rückstand geraten. Nach unserem Ausgleich wurden wir aber besser." Dann war auch der Torjäger nur noch schwer zu bremsen. Neben seinem Treffer bereitete er auch alle Tore des Dreifachschützen Stefan Fischer uneigennützig vor.

Dass der FC Motor Süd Neubrandenburg nach dem Saisonstart so gut dasteht, ist für Döscher keine Überraschung. "Mit der Mannschaft haben wir in der vergangenen Saison in der Kreisoberliga - also eine Spielklasse höher - um den Aufstieg in die Landesklasse gespielt", verrät er.

Vater Wolfgang ist Trainer

Bis zum Sommer war das noch unter dem Namen SV Motor Süd Neubrandenburg der Fall, ehe sich die Fußballabteilung abspaltete und jetzt als FC Motor Süd Neubrandenburg an den Start geht. "Die Fußballabteilung war die größte Sparte beim SV Motor Süd Neubrandenburg, hatte im Vorstand aber keine Vertretung", erklärt der Vereinsvorsitzende Ulf Krömer, der beim SV Motor Süd Abteilungsleiter war, die Abspaltung. "Den Weg sind alle Mannschaften und Trainer mitgegangen. Der Kreisfußballverband ist seinen Statuten gefolgt und hat uns als neugegründeten Verein bewertet. Daher mussten wir wieder in der untersten Spielklasse anfangen."

Die Entscheidung, mit dem FC Motor Süd Neubrandenburg von der Kreisoberliga in die Kreisliga mitzugehen, war auch für Sebastian Döscher schnell gefallen. "Mein vorheriger Verein Neubrandenburger FC 93 hatte sich zur Winterpause wegen Spielermangels aus der Landesklasse zurückgezogen. Also bin ich zu Motor Süd gewechselt, bei dem mein Vater Wolfgang Trainer ist. Wegen der Corona-Pandemie hatte ich bis zum Sommer nur ein Spiel absolviert. Es gab auch mehrere Angebote von anderen Vereinen aus Neubrandenburg. Aber ich wollte nicht nach nur einem Einsatz wieder abhauen."

Schon bei den B-Junioren war Sebastian von seinem Vater trainiert worden. "Damals war ich als Jugendlicher ein wenig aufmüpfig", erzählt der torgefährliche Sohn. "Heute finde ich es aber schon cool, dass wir so viel Zeit miteinander verbringen. Bei meinen vorherigen Stationen haben wir nach meinen Ligaspielen immer miteinander telefoniert. Der Zusammenhalt bei uns in der Familie ist sehr groß."

Persönliche Heimat statt Großstadt

Der FC Motor Süd Neubrandenburg ist für den Kaufmann im Stahl-Großhandel nach dem 1. FC Neubrandenburg , dem SV Hanse Neubrandenburg und dem Neubrandenburger FC 93 bereits der vierte Verein im Männerbereich in der Stadt am Tollensesee. "Ich habe auch einige Zeit in Lübeck, Rostock und Berlin gelebt", so Döscher. "An den Wochenenden bin ich dann zu den Sportplätzen nach Neubrandenburg gefahren. Vor vier Jahren kam es dann zur endgültigen Rückkehr in meine Heimatregion", so der gebürtige Feldberger, der mit seiner Freundin Susann und der gemeinsamen eineinhalbjährigen Tochter Josephin wieder in Neubrandenburg heimisch ist.

Keine Frage: Hier fühlt sich Sebastian Döscher wohl. "200 Meter von unserer Wohnung entfernt beginnt ein Wald. An der tollen Seenlandschaft kann man gut wandern oder Boot fahren. Die Natur hier ist einfach wunderschön", schwärmt er. "Dazu leben hier meine Familie und Freunde. Ich habe mich auch in der Großstadt wohl gefühlt. Da ist man aber dennoch einer von vielen. In Neubrandenburg ist alles etwas persönlicher."

Während seiner zweiten Station beim 1. FC Neubrandenburg kam Döscher, der eigentlich Spieler der zweiten Mannschaft war, in der Saison 2014/2015 auch zu zwei Einsätzen in der NOFV-Oberliga Nord. "Ich hatte schon Lust, mich auf diesem Niveau zu behaupten, und war daher auch beim damaligen Oberligisten Lichterfelder FC zum Probetraining. Ich habe aber gemerkt, dass der dafür benötigte Aufwand für mich nicht mit dem Ertrag übereingestimmt hat", so Döscher, der es nicht bedauert, dass es nicht zu einem längeren Aufenthalt im höherklassigen Fußball gekommen war.

Probetraining beim HSV

Als Jugendlicher wäre der heute 34-Jährige allerdings beinahe im Nachwuchsleistungszentrum eines Bundesligisten gelandet. "Der SV Werder Bremen hatte meine Anfrage als B-Jugendlicher für ein Probetraining abgelehnt, dafür hatte ich aber bei der U 17 des Hamburger SV vorgespielt. Wir hatten ein Testspiel gegen die U 19, die damals vom späteren Bundesligatrainer Thomas Doll betreut wurde", erinnert sich Döscher. "Der HSV entschied sich aber stattdessen für zwei Innenverteidiger, die ebenfalls im Probetraining waren."

Auch wenn es mit einer Fußballer-Laufbahn auf professionellem Niveau nicht geklappt hat, verfolgt der Angreifer mit dem FC Motor Süd Neubrandenburg durchaus ambitionierte Ziele. "Wir wollen unbedingt aufsteigen", betont er. "Vielleicht geht es ja nicht nur in die Kreisoberliga, sondern anschließend auch noch bis in die Landesklasse hoch. Ich will auf jeden Fall noch so lange spielen, wie es eben möglich ist."

Ein klein wenig schielt er dabei auch auf die Marke von 101 Treffern, die Dennis Teuber im Trikot des VfB Habinghorst in der Saison 2018/2019 als Deutschlands erfolgreichster Kreisliga-Torjäger aufgestellt hatte. "Das wäre eine Riesensache. Und bei noch 15 ausstehenden Ligaspielen halte ich das für erreichbar."

Gut möglich, dass der Torjäger mit der Nummer 3 schon am Sonntag (ab 10 Uhr) im Heimspiel gegen den SV Viktoria Salow erneut Grund zum Jubeln hat. Wäre zum Abschluss noch die Frage nach der ungewöhnlichen Nummer. "Normalerweise hätte ich als Mittelstürmer die 9 bekommen. Da ich aber auch Kraftsport mache und mir das Trikot in Größe M zu klein war, trage ich jetzt die 3. Das Trikot hat Größe L. Die Rückennummer ist mir aber ohnehin nicht wichtig. Hauptsache, das Trikot passt und ich habe Spaß auf dem Fußballplatz."

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