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Multitalent |08.09.2018|11:00

Agripino: Wenn ein Sport zu wenig ist

Radfahren und Joggen sind nur zwei von diversen Sportarten aus dem Alltag von Daniel Agripino.[Foto: Getty Images, imago, Collage FUSSBALL.DE]

Fußball lebt vom Willen. Von Emotionen. Natürlich auch von Technik und Schnelligkeit. Aber um etwas zu erreichen, braucht es vor allem auch eines: Bereitschaft. Und um diese leisten zu können, ist Kondition essentiell wichtig. Anders als viele andere Fußballer holt sich Daniel Agripino vom niedersächsischen Bezirksligisten TuS Lemförde diese Ausdauer vor allem in seiner Freizeit. Er joggt gerne und fährt Mountainbike, testet aber auch immer wieder mal ganz andere Sportarten aus.

Wer fit ist, gewinnt nicht automatisch Spiele oder Titel. Aber Fitness hilft, die Erfolgschancen zu erhöhen. Gerade ältere Trainer legen neben Disziplin deshalb immer wieder ein großes Augenmerk darauf, eine Mannschaft mit hoher Ausdauer zu haben. Um das zu erreichen, werden Inhalte wie Laufen oder Fahrradfahren häufig ins Trainingsprogramm eingebunden. Hierbei fällt auch gerne der Name Felix Magath, dessen Teams eben immer einen hervorragenden Fitnesszustand ausgezeichnet hat. Er selbst wurde dafür gerne „Quälix“ genannt, forderte seine Spieler gerade in Sommer- und Wintervorbereitung enorm. Mit dieser Trainingsmethode eckte er auch bei einigen seiner Fußballer an, die über die hohen Anstrengungen klagten. Andere wiederum sind damit gut klargekommen, wollten sie doch selbst die höchstmögliche Fitness erreichen. Es sind Fußballer wie Daniel Agripino vom niedersächsischen Bezirksligisten TuS Lemförde. Der 29 Jahre alte Portugiese wäre gerne ein Magath-Schüler geworden. Zumindest hätte er die Anforderungen des deutschen Trainers im Bereich Fitness ohne Weiteres erfüllt.

Denn Agripino lebt den Sport tagtäglich. Seine freie Zeit nutzt er oft, um sich körperlich zu betätigen. „Wenn ich nicht laufe, fehlt mir etwas“, sagt er. Mindestens dreimal pro Woche läuft er mindestens sieben Kilometer zum Training seines Fußballteams. Mindestens einmal wöchentlich absolviert er die Strecke mit dem Fahrrad. Für ihn gehört das schon dazu, für ihn ist das selbstverständlich.

Durch seine Tätigkeit als B-Junioren-Trainer der JSG Lembruch/Brockum/Lemförde kommt es dann des Öfteren vor, dass er jeden Tag auf dem Fußballplatz zu finden ist. Darüber denkt Agripino gar nicht nach, der Single lebt einfach nur seine Sportbegeisterung in hohem Maße aus. Gleichzeitig möchte er damit seine Führungsrolle innerhalb des Teams wahrnehmen. „Ich bin Kapitän der Mannschaft und möchte mit gutem Beispiel vorangehen“, erklärt er. Der Portugiese spielt auch nicht nur Fußball oder geht gerne Laufen oder Fahrradfahren. Nein, Agripino testet gerne auch andere Sportarten aus. Schwimmen und Tennis - klar. Inliner sind ihm nicht fremd. Auch Surfen hat er ausprobiert. 

„Wenn ich nicht laufe, fehlt mir etwas“

Die Leidenschaft ist durch seine Brüder entstanden, die auch Fußball gespielt haben. Agripino sagt: „Da war ich oft dabei und dadurch wurde Sport für mich wichtig.“ Mittlerweile ist es nicht mehr so, dass er dadurch einfach nur besonders fit sein möchte. „In erster Linie geht es darum, mir selbst was zu beweisen“, so der 29-Jährige. Wer sich nun wundert, keine Sportart wie Klettern oder Bungee-Jumping in der Auflistung zu finden, bekommt eine plausible Erklärung. Er berichtet: „Fallschirmspringen habe ich mal gemacht. Aber ich fühle mich da unsicher, ich habe Höhenangst. Wenn ich einen Abhang sehe, wird mir mulmig.“ Agripino schließt aber nicht aus, sich zukünftig mal seiner Angst zu stellen: „Wenn ich denke, ich könnte vernünftig runterkommen, dann probiere ich es aus.“

Die meiste Zeit investiert er aber natürlich in den Fußball, wo er sowohl als Spieler als auch Trainer aktiv ist. Der Verein TuS Lemförde besitzt einen besonderen Stellenwert für ihn. „Mein Herz hängt an Lemförde. Das ist mein Heimatverein“, so Agripino. Dennoch werde der Defensivspieler den Klub am Saisonende verlassen, weil er auch mal das Trikot der  SV Friesen Lembruch und des  TSV Brockum tragen möchte. Das hat einen guten Grund: „Obwohl die drei Vereine im Jugendbereich an einem Strang ziehen, sind die Fronten verhärtet. Damit versuche ich dagegenzusteuern.“ Der Aspekt Harmonie ist dem 29-jährigen Familienmensch in seinem Leben eben auch enorm wichtig. Die privaten Unternehmungen mit Freunden oder Bekannten kommen bei ihm nicht zu kurz, versichert er, der seine Zeit gerne mit seinen Liebsten verbringt. Daniel Agripino, der Mann, der das Potenzial zum Lieblingsschüler von Felix Magath gehabt hätte.

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