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Ex-Profi |21.12.2018|10:00

Albustin: Zwölf Stück in der Bezirksliga

Aufgeben ist keine Option.[Foto: privat]

17 Spiele, null Punkte und 6:93 Tore: Für Rot-Weiß Selimiyespor Lohberg sieht es in der Bezirksliga Niederrhein Gruppe 4 ziemlich übel aus. Am Sonntag kassierten die Dinslakener die bisher höchste Klatsche: 0:12 beim Spitzenreiter BW Dingden. Das Spiel wurde sogar nach einer guten Stunde abgebrochen, weil das mit lediglich elf Mann angereiste Schlusslicht wegen Verletzungen keine acht Spieler mehr auf dem Feld hatte. Bester Mann auf dem Platz war trotz des Dutzend an Gegentoren der Lohberger Keeper – Ex-Profi Thorsten Albustin.

Der heute 44-Jährige hat eine bewegte Karriere hinter sich. Geboren in Duisburg und zunächst bei den Amateurklubs DJK Vierlinden sowie SuS 09 Dinslaken im Kasten, kommt der Theologie-Student bei seinen späteren Vereinen MSV Duisburg und Borussia Mönchengladbach zu Bundesligaehren. Am Ende sind es zwar nur drei Partien, die Thorsten Albustin als Vertreter solch renommierter Keeper wie Uwe Kamps und Robert Enke in der höchsten deutschen Spielklasse absolviert, aber immerhin. Nach verschiedenen weiteren Stationen im Amateurfußball wird er Trainer – und so etwas wie ein Mann für die ganz speziellen Aufgaben. Im Interview mit FUSSBALL.DE verrät Thorsten Albustin, was ihn an gerade an Himmelfahrts-Kommandos reizt.

FUSSBALL.DE: Thorsten Albustin, wieso tun Sie sich so etwas wie in Lohberg an?

Thorsten Albustin: Als ich im Sommer den Trainerposten in Lohberg angenommen habe, war ich von ganz anderen Voraussetzungen ausgegangen. Dann habe ich aber einen Kader vorgefunden, der in der Bezirksliga überhaupt nicht konkurrenzfähig war. Aufgeben aber war für mich keine Option, dafür bin ich einfach nicht der Typ, sondern ziehe eine Sache auch dann durch, wenn sie aussichtslos erscheint. Allerdings bin ich auch kein Masochist, der nur dann seine Erfüllung findet, wenn er sich quälen muss (lacht) .

"Aufgeben aber war für mich keine Option, dafür bin ich einfach nicht der Typ"

Trotzdem: Wie können Sie sich motivieren, jede Woche eine Mannschaft aufs Spiel am Sonntag vorzubereiten, wenn es doch wieder eine Packung gibt?

Albustin: Ich denke, dass ich aufgrund meiner Erfahrung im Fußball eine gewisse Kompetenz darin mitbringe, schwierige Situationen anzupacken. Erfolg misst sich nicht immer nur im nackten Ergebnis. Ich habe jedes Spiel als neue Herausforderung angesehen und persönlicher Erfolg kann sich ja gut darin zeigen, indem man auch in der Misere Größe zeigt. Natürlich wollen das die meisten im Sport nicht, sie möchten gewinnen und tun alles für den Sieg, aber ich gehe gerne den etwas schwierigeren Weg.

Schon bei Ihrem vorherigen Verein, dem Hamminkelner SV, lief es rein sportlich sicher nicht wie gewünscht. Sie wären fast abgestiegen...

Albustin: Ich bin der Meinung, dass ich im Jahr 2018 viel Gutes geleistet habe, wofür es in reinen Zahlen wenig Ertrag gab. Das macht aber nichts, denn gerade aus solchen Erfahrungen kann man viel lernen und positive Energien schöpfen.

Das klingt ziemlich philosophisch. Sie haben mehrere Bücher veröffentlicht, eins davon trägt den Titel ‚Leben zwischen Fußball und Wahnsinn – Die Angst besiegen‘, in dem Sie offen über die schwierigste Phase in Ihrem Leben berichten, als Sie wegen Angststörungen fast völlig aus der Bahn geflogen wären. Ziehen Sie auch heute noch den Kick für heikle Missionen, weil Sie es damals geschafft haben?

Albustin: Torhüter sind ja in gewisser Weise immer Einzelkämpfer, die sich besonders durchsetzen müssen. Wenn sie einen Fehler machen, ist es meistens folgenschwer und der Rest der Truppe ist sauer auf dich. Da musst du ein gewisses Rückgrat haben, sonst gehst du daran kaputt. Mein Problem aber war eher der Anspruch auf Perfektion und nicht, was andere über mich denken. Zum Glück habe ich dann doch irgendwann die Panikattacken, die Angst zu versagen, überwinden können. 

Und jetzt stehen Sie mit 44 Jahren immer noch beziehungsweise wieder im Kasten.

Albustin: Und es tut mir gut! Hört sich verrückt an, wenn man gerade zwölf Stück kassiert hat, aber ich habe viel Zuspruch erfahren. Es macht mir gerade richtig Spaß, wieder die Handschuhe anzuziehen und mich den Gegnern zu stellen.

Wie geht es für Sie in Lohberg weiter?

Albustin: Im Januar kommt ein neuer Trainer, aber ich werde dem Verein weiter zur Verfügung stehen und einmal die Woche Trainer in den Bereichen Taktik, Trainingslehre und Menschenführung schulen. Darüber hinaus möchte ich mich um die fußballerische Ausbildung der Jugendmannschaften kümmern. Das ist aber kein Fulltime-Job, daher bin ich für eine Trainertätigkeit in einem anderen Verein offen.

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