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Spendenaktion |07.05.2020|09:30

Alf Mintzel: "Ohne Amateure keine Profis"

Mintzels Spagat zwischen Job und Leidenschaft: "Ich habe weiterhin Lust, Fußball zu spielen".[Foto: SV Wehen Wiesbaden]

Mit 325 Partien gehört Alf Mintzel zu den "Dauerbrennern" der 3. Liga, belegt in der Rekordliste mit den meisten Einsätzen Rang zwei. Seit Sommer arbeitet der langjährige Profi des SV Wehen Wiesbaden in der Marketing-Abteilung der Hessen. Im FUSSBALL.DE-Interview spricht der 38-Jährige, der selbst noch für die SG Walluf in der siebtklassigen Gruppenliga am Ball ist, über eine SVWW-Spendenaktion für den Amateurfußball.

FUSSBALL.DE: Die Corona-Krise macht auch vor den Profiklubs nicht halt, bringt viele Vereine in Schwierigkeiten. Dennoch unterstützt der SV Wehen Wiesbaden gerade in dieser Zeit den Amateurfußball. Was sind die Gründe, Herr Mintzel?

Alf Mintzel: Der Amateurfußball und der Profibereich sind voneinander untrennbar. Es gibt wohl kaum einen Profi, der nicht bei einem kleinen Verein bei den Bambinis angefangen hat. Ohne die Amateurvereine würde es den Profifußball, in dem die Vereine mittlerweile längst mit Wirtschaftsunternehmen vergleichbar sind, in der Form nicht geben. Beim SV Wehen Wiesbaden haben wir mit einem freiwilligen Gehaltsverzicht von der Putzfrau bis zu den Spielern bereits Zusammenhalt demonstriert. Nun wollen wir auch mit der Unterstützung des Amateurfußballs ein Zeichen setzen.

Wie ist die Unterstützer-Aktion entstanden?

"Es ist klar, dass wir mit unserer Hilfsaktion nicht die Strahlkraft wie zum Beispiel Bayern oder Dortmund haben. Das heißt aber nicht, dass wir nicht unseren Teil dazu beitragen könnten"

Mintzel: Da war ich ein wenig der Initiator. Meine Profilaufbahn hatte ich im Sommer nach dem Zweitliga-Aufstieg mit Wehen Wiesbaden beendet. Ich bin aber noch in der Gruppenliga Wiesbaden für die SG Walluf aktiv. Ich bekomme die Ungewissheit, die an der Basis herrscht, also direkt mit. Da der Amateurfußball meiner Meinung nach während der Corona-Krise bisher eher nur recht wenig Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit bekommen hat, habe ich bei Wehen Wiesbaden als Mitarbeiter der Marketing-Abteilung eine Aktion für die Amateurvereine vorgeschlagen.

Welche Auswirkungen hat die Corona-Pandemie beispielsweise auf die SG Walluf, für die Sie seit Saisonbeginn spielen?

Mintzel: Wie bei vielen anderen Vereinen auch sind quasi sämtliche Einnahmen weggefallen. Die Kosten für Gas, Strom, Wasser oder auch Mietzahlungen laufen aber weiter. Im Rheingau können auch für längere Zeit keine Weinfeste, bei denen einige Vereine vertreten waren, stattfinden. Die Einnahmen vom Essen- und Getränkeverkauf fehlen. Die Platzanlagen müssen aber weiterhin gepflegt werden. Da kommt einiges zusammen.

Wie kann man sich an der Aktion beteiligen?

Mintzel: Auf der Homepage von Wehen Wiesbaden haben wir einen Link eingerichtet, über den per PayPal ein virtuelles Ticket für unsere neue Westtribüne, die sich aktuell noch im Bau befindet, gekauft werden kann. Bereits für einen Euro ist man dabei. Nach dem Ablauf der Aktion stellen wir der Community über unsere Social Media-Kanäle einen virtuellen Rundgang zur Verfügung, damit sie sehen können, wie die Tribüne nach der Fertigstellung aussehen wird.

Für welche Vereine sind die Einnahmen geplant?

Mintzel: Es ist klar, dass wir mit unserer Hilfsaktion nicht die Strahlkraft wie zum Beispiel Bayern oder Dortmund haben. Das heißt aber nicht, dass wir nicht unseren Teil dazu beitragen könnten, dass die Amateurvereine die Corona-Krise gut überstehen. Der komplette Betrag geht an Klubs aus den Regionen Wiesbaden, Rheingau-Taunus und Limburg. Um die Vereine besser zu erreichen, sind wir mit dem Hessischen Fußball-Verband in den Dialog gegangen. Aktuell sind wir dabei, einen Verteilungsschlüssel für die Spenden zu erstellen. Von der SG Walluf weiß ich, dass schon 200 Euro bei der Bewältigung der Krise helfen würden.

Wie ist der aktuelle Spendenstand?

Mintzel: Die Tribüne, die später Platz für rund 5000 Zuschauer bieten wird, ist mittlerweile zur Hälfte besetzt. Finanziell sind wir aktuell bei einem mittleren vierstelligen Betrag. Die Spenden beginnen schon bei einem Euro und liegen im Mittel bei fünf oder zehn Euro. Es gab aber auch schon einige Ausreißer nach oben. Da am Saisonende nicht mit einer Abschlussfahrt oder einer Abschlussfeier zu rechnen ist, haben auch unsere Zweitligaprofis zum Beispiel aus der Mannschaftskasse gespendet.

Was bedeutet es für Sie persönlich, noch im Amateurfußball aktiv zu sein?

Mintzel: Der Fokus liegt ganz klar auf dem Spaß an Fußball. Mich stört es am Profibereich ein wenig, dass in der Außenwirkung viel auf die Statistik geachtet wird. Wer hat die meisten Sprints hingelegt, wer die größte Laufdistanz absolviert? Der Fußball ist oft komplexer. Diese Werte sagen nicht ganz so viel aus, wenn sich ein Spieler taktisch oft falsch verhält. Im Amateurbereich spiele ich des Fußballs willen. Auch gesundheitlich ist es wichtig, die Belastung nach dem Abschluss der Profikarriere nicht von 100 Prozent auf Null zurückzuschrauben. Mit der Gruppenliga Wiesbaden habe ich für mich genau die richtige Spielklasse getroffen. Den Aufwand kann ich gut mit meiner Tätigkeit in der Marketing-Abteilung des SV Wehen Wiesbaden verbinden. Und als Aufsteiger spielen wir als Tabellenvierter mit der SG Walluf sportlich sogar eine gute Rolle. In der Gruppenliga Wiesbaden wird kein Rumpelfußball gespielt.

Im Dezember werden Sie 39! Wird man Sie auch in der nächsten Spielzeit noch im Trikot der SG Walluf sehen?

Mintzel: Davon gehe ich aus. Ich habe weiterhin Lust, Fußball zu spielen. Ich kenne Wallufs Spielertrainer Thorsten Barg aus unserer gemeinsamen Zeit beim SV Wehen Wiesbaden. Er musste seine Profikarriere wegen einer Achillessehnenverletzung leider früh beenden. Der Kontakt ist aber geblieben und wir sind regelmäßig zum Angeln gegangen. Schon vor sieben Jahren - als ich also noch Anfang 30 war - hatte Thorsten mich angesprochen, ob ich nicht bei seiner Mannschaft mitspielen möchte. Ich habe meine Profilaufbahn dann aber immer wieder von Jahr zu Jahr verlängert. Vor nicht ganz zwölf Monaten konnte ich ihm dann aber sagen: Thorsten, jetzt ist es soweit. (lacht)

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