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WM-Quali |11.04.2021|11:00

Amateurcoach plötzlich Co-Trainer in Litauen

Ein Stück Hallbergmoos in Litauen: "Eine gute Nachricht in diesen schwierigen Wochen."[Foto: Stefan Schmiedel/privat/Collage FUSSBALL.DE]

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Drei Spiele, drei Niederlagen, 0:7 Tore: Für die Nationalmannschaft Litauens war beim Auftakt in die Qualifikation für die WM 2022 nichts zu holen. 0:4 im Kosovo, 0:1 in der Schweiz und 0:2 gegen Italien lauteten die Ergebnisse aus Sicht der Balten. Für einen Mann aus der bayerischen Landesliga waren die Partien dennoch absolute Highlights.

Gediminas Sugzda, Trainer des VfB Hallbergmoos-Goldach, feierte nämlich seine Premiere im Trainerstab des aktuellen 129. der FIFA-Weltrangliste. Der 52-Jährige, früher selbst Nationalspieler des Landes, wenn auch nur mit einem einzigen Einsatz am 5. September 1998 beim 0:0 gegen Schottland, wurde vor drei Wochen zum Assistenten des litauischen Chefcoaches Valdas Urbonas nominiert. Dem Amateurfußball bleibt "Gedi", der seit 1992 in Deutschland lebt und unter anderem für Carl Zeiss Jena sowie Rot-Weiß Erfurt in der 2. Liga und der Regionalliga am Ball war, aber trotz des Rufes aus seinem Heimatland treu.

FUSSBALL.DE: Herr Sugzda, wie kam es zu Ihrer Berufung als Co-Trainer der litauischen Nationalelf?

Gediminas Sugzda:  Valdas Urbonas und ich kennen uns schon lange. Wir haben früher in einer Mannschaft gespielt, das war bei Zalgiris Vilnius, und sind auch gemeinsam auf die Uni gegangen, um Betriebswirtschaft zu studieren. Wir hatten schon in letzter Zeit Kontakt wegen verschiedener Jugendfußball-Projekte in Litauen und sind nun wieder zusammen gekommen.

"Wir machen Athletiktraining über eine App. Da sind manche so ehrgeizig, dass sie wahrscheinlich bald so aussehen wie Leon Goretzka"

Waren Sie nicht dennoch überrascht, plötzlich von der bayerischen Landesliga in die WM-Qualifikation durchzustarten?

Sugzda:  Ja, ich muss zugeben, dass ich mit diesem Angebot nicht unbedingt gerechnet hatte. Es kam aber zu einem perfekten Zeitpunkt, denn wegen der Corona-Pandemie ist es für den Amateurfußball leider eine sehr trostlose Zeit. Daher habe ich mich sehr darüber gefreut, als Valdas mich angerufen und von seinen Plänen erzählt hat. Das war mal wirklich eine gute Nachricht in diesen schwierigen Wochen und Monaten.

Ihre Premiere hätte besser verlaufen können als mit 0:4 im Kosovo zu verlieren. Die folgenden Resultate gegen größere Fußballnationen, die Schweiz und Italien, waren achtbar. Wie beurteilen Sie den Länderspiel-Dreierpack?

Sugzda:  Das ist schon richtig, gegen die Schweiz und Italien haben wir einen ganz guten Eindruck hinterlassen. Beim 0:1 in der Schweiz waren wir allerdings, trotz des knappen Ergebnisses, ohne echte Chance. Gegen Italien hätten wir derweil fast eine Sensation geschafft. Bis zur 94. Minute stand es nur 0:1, und wir hatten einige gute Chancen, um sogar den Ausgleich zu schaffen. Dann haben wir leider noch ein Gegentor kassiert, konnten aber erhobenen Hauptes den Platz verlassen. Insgesamt gesehen können wir taktisch mit stärkeren Mannschaften mithalten, spieltechnisch und vor allem von der Offensivqualität aber müssen wir noch eine Menge aufholen. Keiner unserer Jungs spielt in einer der europäischen Topligen, das merkt man einfach auf dem Platz.

Was war Ihre konkrete Aufgabe in der Vorbereitung auf diese drei Partien?

Sugzda:  Ich habe Valdas vor allem in Sachen defensiver Taktik unterstützt, so wollten wir gegen die Schweiz und Italien möglichst lange ohne Gegentreffer bleiben oder zumindest viele Tore verhindern. Das hat ganz ordentlich geklappt, nach vorne müssen wir uns noch mehr einfallen lassen. Es ist aber natürlich sehr schwierig, wenn man nur alle paar Monate für einen Lehrgang zusammenkommt und dann innerhalb weniger Tage drei Spiele hat. Da bleibt kaum Zeit zu trainieren und gewisse Abläufe, die wichtig für uns wären, einzustudieren.

Wie geht es für Sie und Litauen weiter? Bei der EM im Sommer ist das Land nicht vertreten.

Sugzda:  Anfang Juni findet, wie jedes Jahr außer 2020, der Baltic-Cup statt. Dann treffen wir auf Estland und Lettland. Das ist eine gute Gelegenheit, um die Jungs besser kennenzulernen und mit ihnen an spielerischen Aspekten zu arbeiten.

Was gefällt Ihnen besser: die Arbeit als Vereinstrainer oder mit der Nationalelf?

Sugzda: Ich möchte da gar nicht in besser oder schlechter unterscheiden, das sind ganz unterschiedliche Aufgaben. Beides ist sehr interessant und herausfordernd. Als Vereinstrainer bist du, je nach Liga, fast jeden Tag mit deiner Mannschaft zusammen. Im Moment geht das wegen Corona nicht, von daher war es für mich ein super Zeitpunkt, bei der Nationalmannschaft anzufangen, zumal es ja auch eine große Ehre für mich ist. Mal gucken, wie es im Sommer wird, wenn hoffentlich wieder trainiert und gespielt werden darf. Doch wenn ich dann in Litauen bin, kann ich mich auf mein Trainerteam in Hallbergmoos super verlassen.

Wie kamen Sie überhaupt nach Bayern?

Sugzda:  Ich bin meiner Frau gefolgt (lacht) . Normalerweise ist es ja so, dass die Familie mit dem Mann mitzieht, wenn er Profifußballer ist und verschiedene Stationen hat. So war es bei mir früher auch, aber in meinem letzen Jahr in Jena hat meine Frau beruflich ein Angebot aus München erhalten und ich bin dann nachgekommen. In Bayern gefällt es mir sehr gut, ich war als Trainer zunächst in Vaterstetten und danach in Holzkirchen, jetzt bin ich seit 2018 beim VfB Hallbergmoos.

Seit über einem halben Jahr ruht der Ball im Amateursport. Wie haben Sie diese lange Zeit verbracht?

Sugzda:  Ich habe ja noch einen Hauptberuf als geschäftsführender Partner bei der Münchner Fußballschule. Wir bieten dort seit über 20 Jahren alles von Fußballkindergarten bis zu Trainings für Profis an. Allerdings läuft auch da momentan das meiste mit Abstand ode online. Meine Hallbergmooser Mannschaft erhält immer wieder verschiedene Aufgaben, so dass den Jungs nicht langweilig wird. Aktuell ist gerade eine Laufchallenge Alt gegen Jung im Gange, wobei die älteren Spieler nur fünf Kilometer absolvieren müssen, die jüngeren einen Kilometer mehr. Dann machen wir noch Athletiktraining über eine App, da sind manche so ehrgeizig, dass sie wahrscheinlich bald so aussehen wie Leon Goretzka (lacht) .

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