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eSports |02.02.2018|14:15

Amateurklub gründet eigene eSports-Abteilung

Beim eSports-Turnier beim Sportbuzzer Masters war Egestorf/Langreder mit Sascha Derr (rechts) und Delil Sincar (links) am Start - und schied mit null Punkten in der Gruppenphase aus.

[Foto: Verein]

Der 1. FC Germania Egestorf/Langreder spielt seit fast zwei Jahren in der Regionalliga Nord. In der vierthöchsten Liga haben sich die Niedersachsen bereits etabliert. Jetzt sucht der Verein nach einer neuen Herausforderung und hat als Amateurklub eine eigene eSports-Abteilung gegründet.

Aufstieg in die Regionalliga Nord, souveräner Klassenerhalt und ein DFB-Pokalduell gegen die TSG 1899 Hoffenheim - sportlich hat der 1. FC Germania Egestorf/Langreder seit seiner Gründung im Jahr 2001 eine rasante Entwicklung hingelegt. Von der Bezirksliga Hannover ging es stetig bergauf, der Dorfverein ist inzwischen fast im Profifußball angekommen.

"Auf lange Sicht wollen wir erfahrene Profis an Bord holen und auch national konkurrenzfähig sein"

Und esportlich? Da soll jetzt eine ähnliche Entwicklung her. Denn: Der Amateurklub aus Niedersachsen hat kürzlich eine eigene eSports-Sparte gegründet und zieht somit mit den Bundesligisten FC Schalke 04, VfL Wolfsburg oder RB Leipzig sowie Ex-Bundesligist Waldhof Mannheim aus der Regionalliga Südwest gleich. Gespielt werden soll hauptsächlich FIFA 18 , entstanden ist die Idee aus dem Spielerkreis. Fabian Miszczyk, selbst leidenschaftlicher Zocker und langjähriges Vereinsmitglied, wird die Abteilung aufbauen – und hat ehrgeizige Ziele: „Das soll schon ein leistungsorientiertes Projekt werden. Auf lange Sicht wollen wir erfahrene Profis an Bord holen und auch national konkurrenzfähig sein.“

Bevor es aber soweit ist, muss Miszczyk mit seinen Helfern zunächst den Anfragenstapel abarbeiten. Unterstützt wird er dabei von Sascha Derr, der normalerweise in der Regionalliga für die Germania spielt. Mehr als 30 sind innerhalb weniger Tage nämlich schon eingegangen. Aber Miszczyk kann die Bewerber beruhigen, jeder soll vorerst mitmachen dürfen. Germania will seine Tore für alle Interessierten öffnen und sie so in den Verein integrieren: „Es soll bei uns eine Community für die breite Masse aufgebaut werden. Man muss nicht bei uns Fußball spielen, um dabei zu sein.“ Die meisten Anfragen kommen bislang aus dem direkten Umkreis, etwa aus Barsinghausen oder Hannover. Ein großes FIFA- Turnier ist bereits in Planung. Den Sieger will man dann bei seiner künftigen eSports-Karriere unterstützen. Zunächst ist also Talentscouting angesagt.

Aber auch von echten Profis winkt Germania Unterstützung. Penta Sports, eine große deutsche eSports-Organisation, hat von der Gründung gehört und will seine Erfahrung mit den Neulingen teilen. „Wir stehen schon mit einem FIFA- Profi in Kontakt. Es könnte dann in Zukunft für unsere Mitglieder gemeinsame Trainings-Sessions mit Profis geben.“

Dass es die Germanen wirklich ernst meinen, zeigt ein Blick auf die Vereinswebsite: Obwohl die Idee nur wenige Tage alt ist, gibt es bereits eine eigene eSports-Rubrik. Hier können sich die Zocker schon registrieren und mit den Verantwortlichen in Kontakt treten. Neben FIFA wird auch der Taktik-Shooter Playerunknown’s Battelgrounds gespielt. Hierbei hat das Team sogar die zweite Runde des Intel Extreme Masters erreicht. Außerdem gab es bereits Gespräche mit einem Profi des Spiels Rocket League; für eSports-Neulinge: eine Kombination aus Renn- und Fußballspiel.

Den Segen von Klubpräsident Ralf Dismer haben sie auch: „Das ist eine coole Geschichte. Unsere Spieler sind alle jung und spielen selbst FIFA. Sie müssen sich ja auch wohlfühlen bei uns, ich finde die moderne Ausrichtung gut. Wir wollen damit dafür sorgen, dass man auch außerhalb des Platzes Zeit miteinander verbringt.“

Noch läuft es im echten Fußball allerdings besser: Beim Sportbuzzer Masters setzten sich die Germanen im Finale mit 2:1 gegen den Heeßeler SV durch. Parallel zum Hallenturnier wurde auch ein großes FIFA- Turnier ausgerichtet. Der Klub war mit dem Spielerduo Sascha Derr/Delil Sincar am Start - und schied mit null Punkten bereits in der Gruppenphase aus. Es wartet also noch viel Arbeit auf Miszczyk und sein Team, aber mit steilen Aufstiegen kenn sich der Klub ja bereits bestens aus.

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