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"Qualitätsfrage"|13.12.2019|10:30

Auch nach 17 Pleiten: "Geben uns nicht auf"

Margref (r.): "Wenn man regelmäßig einen auf den Deckel bekommt, ist das auch eine Art von Fortbildung."[Foto: SF Niederwenigern]

Jürgen Margref, Trainer beim Aufsteiger Sportfreunde Niederwenigern in der Oberliga Niederrhein, wartet nach 18 Spieltagen noch auf den ersten Sieg. Zuletzt gab es gar 17 Niederlagen in Serie. Der 50 Jahre alte Ex-Profi, der das Team von der Kreisliga B bis in die Oberliga führte, steht vor einer Herkulesaufgabe. Im FUSSBALL.DE-Interview spricht Margref über Misserfolge und Motivation.

FUSSBALL.DE: Mal ehrlich, wie sehr sehnen Sie die Winterpause herbei, Herr Margref?

Jürgen Margref: Eigentlich gar nicht. Wir wollen das Jahr vielmehr unbedingt mit einem Erfolgserlebnis beenden und mit einem Sieg in die Winterpause gehen. Deshalb hätte ich auch gerne weitergespielt, weil die Jungs es in kleinen Schritten immer besser machen.

Wo liegen die Gründe, dass Ihr Team bislang noch keinen Sieg eingefahren hat?

"Wenn man regelmäßig einen auf den Deckel bekommt, ist das auch eine Art von Fortbildung"

Margref: Wir sind beim Torabschluss zu überhastet und in vielen Situationen noch nicht so abgeklärt, wie es in der Oberliga notwendig ist. Da haben uns die anderen Vereine etwas voraus. Gegen den TSV Meerbusch und zuletzt auch gegen TuRU Düsseldorf haben wir jeweils Elfmeter verschossen, dadurch leichtfertig eine mögliche Führung verspielt. Am Ende des Tages ist es aber auch eine Qualitätsfrage. Die meisten Spieler von uns kommen aus der eigenen Jugend, während unsere Gegner teilweise mit Regionalliga-erfahrenen Spielern antreten - oder mit Talenten, die zuvor in der A-Junioren-Bundesliga am Ball waren.

Die lange Misserfolgsserie muss frustierend sein. Wie schaffen Sie es, die Mannschaft bei Laune zu halten?

Margref: Die Truppe ist absolut intakt. Wir bleiben am Ball und geben uns nicht auf. Wenn man Woche für Woche ans Limit gehen muss und dann dennoch regelmäßig einen auf den Deckel bekommt, ist das auch eine Art von Fortbildung. Es sind Erfahrungen, die für die Zukunft prägen. Alle sind mit dem Herzen dabei und geben alles, um möglichst den ersten Dreier einzufahren. Das motiviert mich auch als Trainer.

Ist der Klassenunterschied gegenüber der Landesliga so gewaltig?

Margref: Ich finde nicht, dass der Unterschied so groß ist. Erst von der Oberliga zur Regionalliga macht sich das deutlicher bemerkbar. Das musste auch der SV Straelen feststellen, der in der vergangenen Saison aus der Regionalliga abgestiegen war und jetzt bei uns ganz souverän die Tabelle anführt. Wir sind jedenfalls von der Konkurrenz nicht so weit weg, wie es unsere Ergebnisse vermuten lassen.

Was muss sich ändern, damit sich der Erfolg in Niederwenigern einstellt?

Margref: Wenn der Verein besonnen bleibt, wird sich der Erfolg einstellen, da bin ich mir ganz sicher. Wir haben in der Kreisliga B auf Asche angefangen, sind mittlerweile in der 5. Liga angekommen. Wir richten gerade eine Geschäftsstelle ein, und im nächsten Jahr bekommen wir einen Kunstrasen, den wir in Eigeninitiative finanziert haben. Wir stecken unser Geld nicht in Neuverpflichtungen, sondern in die Infrastruktur, um den Verein nachhaltig weiter nach vorne zu bringen.

Sind in der Winterpause Veränderungen am aktuellen Kader vorgesehen?

Margref: Wir werden genau hinschauen und dulden es nicht, wenn sich jemand hängen lässt. Nach dem letzten Spiel werden wir uns zusammensetzen und einige unangenehme Entscheidungen treffen. Mit Rückkehrer Dominik Enz und dem Japaner Kento Wakamiya haben wir ab dem 1. Januar schon zwei neue Angreifer dazu geholt.

Als Profi standen Sie mit Rot-Weiss Essen im DFB-Pokalfinale, haben mehr als 200 Dritt- und Zweitligaspiele auf dem Buckel. Welche Erinnerungen haben Sie daran?

Margref: Das Pokalfinale in Berlin war für mich und alle Beteiligten ein tolles Erlebnis und für RWE trotz der 1:3-Niederlage der bisher letzte große Höhepunkt. Mehr als 30.000 Essener in Berlin, die anschließende Nacht und der Empfang am nächsten Tag in Essen werden für immer unvergesslich bleiben. Gerne erinnere ich mich auch an das Halbfinale, als ich im ausverkauften Heimspiel das entscheidende 2:0 gegen Tennis Borussia Berlin erzielt habe und wir damit in das Pokalfinale eingezogen sind.

Als Trainer in Niederwenigern besitzen Sie noch einen Vertrag bis zum Saisonende. Würden Sie das Team auch nach einem möglichen Abstieg betreuen?

Margref: Ich habe einen unbefristeten Vertrag und bin weiterhin hochmotiviert. Wenn wir es schaffen, uns stetig zu verbessern, bin ich guter Dinge, dass wir wieder bessere Zeiten erleben werden. Harte Arbeit wird im Fußball immer belohnt.

Haben Sie schon mal über einen Wechsel nachgedacht? Welche persönlichen Ziele verfolgen Sie als Trainer?

Margref: Ich bin sehr bodenständig und fühle mich in Niederwenigern wohl, habe bislang alle Anfragen abgeblockt, weil ich auch wusste, was ich an dem Verein habe. Meine beiden Söhne Nic und Luca spielen auch bei den Sportfreunden. Nic in der A-Jugend und Luca in der zweiten Mannschaft.

Der Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen ist schon riesig. Glauben Sie eigentlich noch daran, dass Ihr Team am Saisonende über dem Strich stehen wird?

Margref: Im Fußball soll man niemals nie sagen. Eine ähnliche Situation hatten wir in unserem ersten Landesligajahr. Damals hatte uns auch jeder die Tauglichkeit abgesprochen. Nach der Hinrunde waren wir mit sieben Punkten Tabellenletzter, haben dann aber eine Serie gestartet und noch den Klassenverbleib geschafft. Momentan sieht es so aus, als wäre der "Schuh" Oberliga eine Nummer zu groß für die Sportfreunde. Klar ist: Wir müssen schnell in diesen Schuh hineinwachsen und langsam anfangen, Punkte zu sammeln, wenn wir noch eine kleine Chance haben wollen.

17 Niederlagen in Folge sind hart. Was werden Sie tun, damit Sie nicht als erfolglosester Trainer in die Oberligageschichte eingehen?

Margref: So eine krasse Serie habe ich selbst als Spieler und später als Trainer noch nicht erlebt. Das wird sich im neuen Jahr nicht wiederholten, da bin ich mir ganz sicher. Ich verbiete mir den Blick auf die Tabelle und schaue auch nicht, wie groß der Abstand zu den rettenden Plätzen ist. Wir müssen weiter hart an uns arbeiten. Alles andere ergibt sich dann von alleine.

Am Sonntag steht zum Jahresabschluss das Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten SC Velbert an. Was wollen Sie von Ihrer Mannschaft sehen?

Margref: Das ist ganz klar: einen Sieg! Alles andere kommt nicht infrage.

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