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Do it yourself |18.12.2020|15:00

B-Kreisligist schultert 200.000-Euro-Projekt

Der FV Rot-Weiss Erpel nahm den Bau des neuen Kunstrasenplatzes komplett selbst in die Hand.[Foto: FV Rot-Weiss Erpel]

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Der FV Rot-Weiss Erpel aus dem Landkreis Neuwied im Norden von Rheinland-Pfalz hat etwas auf die Beine gestellt, was es zuvor in der Region noch nicht gegeben hatte. Der 250 Mitglieder starke Verein, der mit seiner Fußballabteilung acht Mannschaften ein Zuhause gibt, nahm den Neubau seiner Platzanlage "Op de Kipp" komplett selbst in die Hand. FUSSBALL.DE beschreibt das außergewöhnliche Projekt.

Zunächst erarbeitete der Verein, der mit seinen beiden Seniorenmannschaften in den Kreisligen B und C des Kreises Westerwald/Wied an den Start geht, ein Konzept für den Bau eines neues Kunstrasenplatzes, das den Mitgliedern bereits im Jahr 2011 bei einem Info-Abend im Bürgersaal vorgestellt wurde. Um die Finanzierung anzuschieben, wurden zunächst Patenschaften für jeweils 25 Euro angeboten. Auf einer großen Wand vor dem Klubheim sind alle Namen der anfänglichen Unterstützer nach wie vor "verewigt". 

Aktion "Laufen ohne zu schnaufen" als Initialzündung 

Dem Verkauf von Patenschaften ließen die Rot-Weissen weitere starke Aktionen folgen, um Gelder zu generieren. So wurde unter dem Motto "Laufen ohne zu schnaufen" ein Sponsorenlauf organisiert, bei dem rund 100 Nachwuchskicker für jeden gelaufenen Kilometer jeweils einen Euro von Verwandten, Freunden und Bekannten einsammelten. Der Lauf auf der abgesteckten Strecke brachte 2000 Euro für das Platzprojekt in die Kassen.

"Das war eine unvergessene Zeit und hat den Verein sehr zusammengeschweißt"

"Das war so etwas wie unsere Initialzündung", sagt der 2. Vorsitzende Thomas Siebert im Gespräch mit FUSSBALL.DE . "2015 sind wir dann im Ort von Tür zu Tür gegangen und haben 5000 Euro für unsere neue Flutlichtanlage gesammelt, die uns insgesamt 12.000 Euro gekostet hat." Da der Kreis Neuwied eine Förderung für die Platzanlage abgelehnt hatte, musste ein "Plan B" her. Am 8. August 2015 wurde den Mitgliedern der Bau eines Kunstrasenplatzes der neuesten Generation aus eigenen Mitteln offiziell mitgeteilt.

Im Vorfeld der Bauarbeiten wurden auf der Platzanlage "Op de Kipp", auf der bis dahin auf Asche gespielt worden war, Probebohrungen durchgeführt, um sicherzustellen, dass kein belastbares Material gefunden und das Bauvorhaben später gefährden würde. Nachdem der Verein "grünes Licht" für seinen Neubau bekam, rollten die Bagger an und trugen fünf bis zwölf Zentimeter Erde ab.

"Zum Glück war unser seit 1965 genutzter Ascheplatz damals mit zertifizierter Aachener Rothe Erde aufgeschüttet, die ökologisch unbedenklich und ohne Zusatzkosten abgetragen wurde", erklärt Thomas Siebert. "Eine Entsorgung von belastbarer Erde hätten wir nicht uns nicht leisten können."

"Unvergessene Zeit" schweißt Verein zusammen

Bevor das Kunstrasenprojekt richtig Fahrt aufnahm, musste die komplette Sportanlage umgekrempelt werden. Bäume, Hecken und Sträucher wurden entfernt, 220 Meter Kantensteine umgesetzt. Außerdem musste eine neue Steinmauer mit einer Länge von 40 Metern gesetzt werden. Es wurde eine Kante ohne Dehnungsfuge von rund 200 Metern betoniert, um dem Zaun im abgetragenen Boden Stabilität zu geben.

Insgesamt investierten ehrenamtliche Helfer rund 3.500 Arbeitsstunden für den FV Rot-Weiss Erpel. "Da kamen einige Kilometer Lauferei mit der Schubkarre voller Beton zusammen, was aber alle Helfer als Trainingseinheit ansahen und mit vollem Elan dabei waren", lobt Funktionär Siebert voller Stolz. Etwa 70 bis 80 Personen packten mit an. Zwischen zehn und 30 Vereinsmitglieder, die meisten von den Alten Herren sowie aus den Seniorenmannschaften, waren nahezu permanent im Einsatz. 

Vor dem Klubheim wurden rund 200 Quadratmeter Pflastersteine in Eigenleistung verlegt. "Das war eine unvergessene Zeit und hat den Verein sehr zusammengeschweißt", so Siebert. Treibende Kräfte waren Bauleiter Bernd Kruse, der dem Verein seit vielen Jahren verbunden ist, und Stefan Heck (Beisitzer im Vorstand).

1:23-Packung gegen Kölner Traditionself als "Belohnung"

Am 11. Oktober 2015 fand das letzte Spiel auf Asche gegen den FC Unkel statt. Bereits am 7. November 2015 wurden die ersten Kunstrasen-Rollen an den Fugen verklebt. Bis zum 14. November wurden rund 200 Tonnen Quarzsand in den Kunstrasen eingearbeitet, damit der Untergrund seine Festigkeit bekam. Nur einen Tag später konnten die Senioren ihr erstes Meisterschaftsspiel auf dem neuen Kunstrasenplatz austragen.

Am 21. November 2015 wurde der Platz von Pastor Lülsdorf eingesegnet, rund 70 Leute aus Sport und Politik waren bei der Einweihung dabei. Im Juni 2016 belohnte sich der Verein selbst für die großen Bemühungen mit einer Partie gegen die Traditionsmannschaft des 1. FC Köln ("FC-Altinernationale"). "Wir sind vor 700 Zuschauern beim 1:23 zwar sang- und klanglos untergegangen, aber die Begegnungen in der dritten Halbzeit mit FC-Legenden wie Stephan Engels oder Matthias Scherz bleiben unvergessen", blickt Siebert auf einen besonderen Höhepunkt der Vereinsgeschichte zurück. Im Sommer 2019 feierte der Verein dann sein 100-jähriges Vereinsjubiläum mit einigen Jugendturnieren auf dem neuen Platz und einer großen Feier ("Festkommers") im Erpeler Bürgerhaus.

Mit Kosten von insgesamt 200.000 Euro wurde das Kunstrasenprojekt veranschlagt und umgesetzt. Der FV Rot-Weiss Erpel war mit 50.000 Euro Eigenkapital dabei. 60.000 Euro wurden über private Kredite abgedeckt. Die Gemeinde beteiligte sich zwar mit 50.000 Euro. Im Gegenzug unterzeichnete der Verein jedoch einen Pachtvertrag für die nächsten 50 Jahre, kümmert sich seitdem selbst um Pflege und Wartung seines neuen Platzes. Der Rest wurde durch Patenschaften und Sponsoren finanziert. "In zwei Jahren ist der Kredit abgezahlt. Danach gehört der Platz uns", sagt der 2. Vorsitzende Thomas Siebert.

Damit aber nicht genug. Bereits für das kommende Jahr hat sich der 55-Jährige, der als kaufmännischer Angestellter bei einem Fruchtsafthersteller arbeitet, mit seinen Mitstreitern vom FV Rot-Weiss ein neues Projekt vorgenommen. "Unser Klubheim benötigt unbedingt ein neues Dach. Darum werden wir uns kümmern", kündigt Siebert an. "Ich gehe von 6.000 Euro Kosten aus. Danach werden wir die Arbeiten mit einem ordentlichen Zaun rund um die Anlage abschließen", sagt der zweifache Familienvater, dessen komplette Familie für den Verein im Einsatz ist. Frau Barbara und Tochter Jessica sind bei den Heimspielen zusammen mit dem Klubhaus-Team für das Catering zuständig, Sohn Michael kämpft mit der ersten Mannschaft um den Aufstieg in die Kreisliga A.

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