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Allrounder |13.08.2019|21:30

Bender: Torhüter mit Torjäger-Qualität

Villingens Torhüter Marcel Bender: Karrierestart bei der SpVgg Aldingen.[Foto: FC 08 Villingen/privat]

Marcel Bender, Torhüter beim FC 08 Villingen in der Oberliga Baden-Württemberg, kann auf eine ungewöhnliche Karriere zurückblicken. Der 23-Jährige stand im erweiterten Kader der U 18-Nationalmannschaft. In der Saison 2017/2018 schoss er als Stürmer 30 Tore bei seinem Heimatverein Spvgg Aldingen. Im FUSSBALL.DE-Interview spricht Bender über seine verpasste Profikarriere und seine Positionswechsel.

FUSSBALL.DE: Im DFB-Pokal gegen Fortuna Düsseldorf saßen Sie als Ersatztorhüter bei der 1:3-Niederlage auf der Bank. Wie haben Sie die 120 Minuten erlebt, Herr Bender?

Marcel Bender: Ich war erst einmal enttäuscht, dass ich nicht im Tor stand. Unser Trainer Jago Maric hatte sich erst kurz vor dem Spiel für Andrea Hoxha, der U 21-Nationalspieler Albaniens ist, entschieden. Schade, dass ich diese Partie nur von der Bank aus erleben durfte. Bei der 1:3 Auftaktniederlage in der Meisterschaft gegen den 1. Göppinger SV stand Andrea bei uns im Tor. Deshalb habe ich mir schon etwas Hoffnungen auf einen Einsatz im DFB-Pokal gemacht. Ich bin mit der Entscheidung aber professionell umgegangen, habe Andrea für das DFB-Pokalspiel viel Glück gewünscht. Bereits in der ersten Viertelstunde habe ich gemerkt, dass wir gegen Düsseldorf etwas holen können.

Warum?

"Unser Sportdirektor kennt meine Torjägerqualitäten und hätte mich mit Sicherheit als 'Joker' eingewechselt"

Bender: Die Fortuna hatte wenig Ideen und uns vor weniger Probleme gestellt, als gedacht. Nachdem Steven Ukoh uns mit dem verwandelten Foulelfmeter in Führung gebracht hatte, wurde unser Selbstvertrauen immer größer. Leider haben wir es nach dem Ausgleich nicht bis ins Elfmeterschießen geschafft.

Sie hätten bei ihrer Torgefährlichkeit in der Verlängerung aber auch als "Joker" in den Angriff gestellt werden können, oder?

Bender: Mein Trainer hat mich als Feldspieler noch nicht gesehen. Unser Sportdirektor Marcel Yahyaijan, der auch U23-Trainer in Villingen ist, kennt aber meine Torjägerqualitäten und hätte mich mit Sicherheit als "Joker" eingewechselt (lacht) . Vor meinem Wechsel nach Villingen bin ich als Stürmer in der Kreisliga aufgelaufen und war dort auch Torschützenkönig.

Aber Ihnen standen als ehemaliger U 18-Nationaltorhüter doch alle Türen für eine große Fußballkarriere offen?

Bender: Bei einem Turnier mit der württembergischen Auswahl sind auch die DFB-Trainer auf mich aufmerksam geworden und luden mich für einen Lehrgang bei der U 18 ein. Dort waren unter anderem Leroy Sane, Jonathan Tah und Timo Werner, die mittlerweile allesamt A-Nationalspieler sind, dabei. In der Saison 2013/2014 stand ich beim 1. FC Heidenheim unter Vertrag, war noch für die U 19 spielberechtigt und bin mit den Profis als dritter Torhüter in die 2. Bundesliga aufgestiegen. Danach hätte ich in Heidenheim für die U 23 spielen sollen, die wurde aber kurzfristig aufgelöst. Anschließend bin ich mit der U 23 der TSG Hoffenheim und einigen A-Junioren ins Trainingslager gereist. Auch der damalige U 19-Trainer Julian Nagelsmann war mit dabei. Leider ist der Wechsel nicht zu Stande gekommen.

Und wie ging es dann weiter?

Bender: Plötzlich stand ich 2014 ohne Verein da und bin in der Rückrunde zu meinem Heimatklub Spvgg Aldingen zurückgekehrt.

Und dort haben Sie ihre Torjägerqualitäten entdeckt?

Bender: Beim B-Kreisligisten Aldingen bin ich als Stürmer aufgelaufen, weil ich meine Ausdauer verbessern wollte, habe in der Rückrunde 17 Tore geschossen.

Nach einem halben Jahr dann der nächste Wechsel. Wie wurde der Bezirksligist SC 04 Tuttlingen auf Sie aufmerksam?

Bender: Bei einem internationalen Turnier in Oberndorf habe ich als Torhüter für die Schwarzwald-Auswahl gespielt. Dort wurden wir Vierter und hatten in der Vorrunde den späteren Turniersieger Inter Mailand 1:0 besiegt. Bei diesem Turnier wurde ich auch als bester Torhüter ausgezeichnet. Tuttlingen, das nur 20 Minuten von meinem Heimatverein Aldingen entfernt liegt, wollte mich unbedingt als Torhüter verpflichten. Mit Tuttlingen bin ich anschließend in die Landesliga aufgestiegen.

Wie kam es zur Rückkehr nach Aldingen?

Bender: Nach dem Aufstieg gab es finanzielle Probleme in Tuttlingen. Mein Heimatverein Spvgg Aldingen hat sich an meine Torjägerqualitäten erinnert und mich wieder als Stürmer zurückgeholt. Die Saison 2017/2018 war mit 30 Toren meine beste Zeit als Mittelstürmer. Trotzdem sind wir in dieser Spielzeit abgestiegen und ich hatte mir einen Kreuzbandriss zugezogen.

Warum dann die Rolle-Rückwärts zurück ins Tor?

Bender: Nach meinem Kreuzbandriss brachte ich hundert Kilo auf die Waage und dachte bereits an mein Karriereende. Von der U 23 des FC 08 Villingen wurde ich zu einem Probetraining eingeladen. Schon nach der ersten Trainingseinheit nach meiner Verletzung wollte der Verein mich verpflichten. Innerhalb von drei Monaten habe ich mich zur ersten Mannschaft hochgekämpft.

Torhüter und Linksaußen gelten im Fußball als spezielle Spieler. Warum ist an dieser Aussage etwas dran?

Bender: Viele Torhüter müssen verrückt sein, sich in Bälle zu schmeißen, bei denen höchste Verletzungsgefahr droht. Oliver Kahn wurde zur Torwartlegende, weil er in seiner Art einzigartig war. Er hat auf dem Platz seine Emotionen herausgelassen und konnte es auch machen, weil er sich durch permanent gute Leistung dieses Standing erarbeitet hatte.

Welche Ziele verfolgen Sie mit dem FC 08 Villingen in dieser Spielzeit?

Bender: Ich will verletzungsfrei bleiben und mich beim FC 08 Villingen durchsetzen. Der Aufstieg in die Regionalliga und die erneute Teilnahme am DFB-Pokal sind meine Ziele.

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