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Altona-Trainer |15.07.2020|12:00

Bergmann: "Team mit Perspektive aufbauen"

Bergmann: "Wir wollen der sozialen Verantwortung des Klubs gerecht werden."[Foto: imago/Fellechner]

Sechs Jahre nach seinem letzten Trainerjob hat Ex-Bundesligacoach Andreas Bergmann eine neue Aufgabe übernommen. Der 61 Jahre alte Fußball-Lehrer trainiert ab sofort Altona 93 in der Regionalliga Nord. Sportlicher Leiter dort ist der langjährige Bundesligatorhüter Richard Golz. Im FUSSBALL.DE-Interview spricht Bergmann über seine Ziele mit dem Hamburger Traditionsklub.

FUSSBALL.DE: Nach sechs Jahren kehren Sie auf die Trainerbank zurück. Wie haben Sie die zurückliegende Zeit verbracht, Herr Bergmann?

Andreas Bergmann: Nach meiner letzten Station von 2013 bis 2014 beim FC Hansa Rostock habe ich gemerkt, dass ich etwas Zeit für mich benötige. Zeit, in der ich mich viel inhaltlich mit Fußball und neuen Entwicklungen und Erkenntnissen beschäftigen konnte - losgelöst vom Erfolgsdruck im Verein. Ich habe mich gefragt: Was macht den modernen und erfolgreichen Fußball aus? Wie sollte sich der Fußball in Zukunft verändern? Aus diesem Interesse heraus habe ich mich dem Berliner Start-up Kick-ID als Sportlicher Leiter angeschlossen. Wir haben uns sowohl im Profi- als auch im Amateurbereich der digitalen Leistungsbeurteilung im Fußball verschrieben. Kick-ID erhebt Daten, die sinnvolle Erkenntnisse liefern, welche die Trainerarbeit im Spiel und Training verbessern.

Das klingt sehr spannend. Weshalb sind Sie nun wieder Trainer?

"Unser Anspruch ist es, eine Vision für den Verein zu entwickeln"

Bergmann: Bei Kick-ID wirkte auch Richard Golz mit, der jetzt Sportlicher Leiter bei Altona 93 ist. Wir kennen uns schon seit unserer gemeinsamen Zeit bei Hannover 96, zu der er Bundesligatorwart und ich Nachwuchsleiter und Trainer der U 23 war. Es gab schon lange die Idee, bei einem Klub zusammen etwas Nachhaltiges aufzubauen, wenn sich die Möglichkeit ergibt. In Altona sehen wir nun die Chance dazu. Der Verein besitzt eine große Tradition, ist sehr sympathisch und sportlich ein spannender Klub, der jetzt neue Wege gehen will. Die Herausforderung, meine langjährigen Erfahrungen aus dem Profibereich weiterzugeben und bei einem ganzheitlichen Neuaufbau aktiv mitzuwirken, reizt mich.

Das heißt, mit dem Trainerdasein hatten Sie trotz Ihrer langen Pause nie abgeschlossen?

Bergmann: Nein. Ich bin damals Diplom-Sport- und Fußballlehrer geworden, weil ich bei meiner Arbeit Einfluss nehmen und etwas bewirken will. Es war immer mein Ziel, Entwicklungen voranzutreiben und neue Erkenntnisse im Fußball zu gewinnen. Nach den vielen Profistationen war das Engagement bei Kick-ID erfrischend und bereichernd. Dadurch habe ich einen neuen Blick auf den Fußball erhalten. Jetzt verspüre ich große Lust auf eine spannende Aufgabe in Altona.

In Hamburg haben Sie eine sportliche Vergangenheit. Sie arbeiteten fünf Jahre beim FC St. Pauli. Außerdem ist die Hansestadt seit vielen Jahren Ihr Lebensmittelpunkt. Auch das sind sicher Gründe für Ihr Engagement bei Altona, oder?

Bergmann: Klar. Dass ich nun bei einem Verein aus meinem Wohnort, in dem ich mich gut auskenne und ein gutes Netzwerk habe, tätig sein kann, macht die Zusammenarbeit einfacher, aber auch sinnvoller. Einer unserer Ansprüche ist schließlich, mit Jungs aus der Region zu arbeiten. Junge Spieler mit großem sportlichem Ehrgeiz und Ambitionen, die zum Beispiel auf dem "ersten Bildungsweg" bei Profiklubs - trotz Ihres Talents - noch nicht den Durchbruch geschafft haben. Ob die Gründe dafür Verletzungen, äußere Umstände oder jugendlicher Leichtsinn waren: Wir wollen ihnen in Altona eine zweite Chance geben, sich zu zeigen und auf sich aufmerksam zu machen.

Ihr Vertrag läuft bis zum 30. Juni 2022. Welche Ziele verfolgen Sie bis dahin mit dem Klub?

Bergmann: Zunächst einmal möchten wir Ruhe in den Verein bringen, Geduld soll auf der Tagesordnung stehen. Wir wollen langfristig ein Team mit Perspektive aufbauen, das sich in der Regionalliga etabliert. Dabei wollen wir alle Vereinsmitarbeiter mit ins Boot holen und vor allem auch den Nachwuchsbereich weiterentwickeln.

Sie sprechen von einer langfristigen Zielsetzung. Der Plan ist also, dass Sie bestenfalls auch nach 2022 noch im Verein bleiben?

Bergmann: Das kann ich mir durchaus vorstellen. Allerdings möchten wir in den nächsten zwei Jahren Grundlagen schaffen, die unabhängig von Personen sind. Unser Anspruch ist es, eine Vision für den Verein zu entwickeln. Wir wollen etwas als Klub vorantreiben, nicht als einzelne Personen. Das heißt: Auch wenn Richard Golz und ich irgendwann nicht mehr im Amt sein werden, soll der Weg fortgesetzt werden. Gerade deshalb ist es wichtig, die Vision an alle Vereinsmitarbeiter heranzutragen und jeden Einzelnen bei Altona 93 mitzunehmen.

Sie waren mehrere Jahre Bundesligatrainer, arbeiteten unter anderem für Hansa Rostock, den VfL Bochum und Hannover 96. Welcher Job war die größte Herausforderung Ihrer Trainerlaufbahn?

Bergmann: Alle meine Aufgaben waren herausfordernd. Wären sie es nicht gewesen, hätte ich sie nicht angenommen. Eine Herausforderung war das Ausbilden und Heranführen junger Talente in den Profibereich. Spätere Bundesligaspieler wie Alexander Meier oder heutige Nationalspieler wie Marcel Halstenberg und Leon Goretzka habe ich auf ihrem Weg zum Profi begleitet. Ebenfalls spannend fand ich es, Vereine in Not zu übernehmen und vor einer noch größeren Krise zu bewahren. So haben wir beispielsweise beim FC St. Pauli in der Regionalliga-Saison 2003/2004 gemeinsam den dritten Abstieg in Folge verhindert. Eine noch größere Herausforderung war die Tragödie um Ex-Nationalspieler Robert Enke zu meiner Zeit bei Hannover 96. Damals haben wir einen besonderen Menschen auf dramatische Weise verloren. Wir als Mannschaft mussten im Fokus der Öffentlichkeit den Spagat zwischen intimer Trauer und Professionalität schaffen. Jede Bewegung und jede Geste wurden von nun an ständig im Zusammenhang mit Roberts Tod gesehen.

Welche weiteren Herausforderungen warten nun in Altona auf Sie?

Bergmann: Wir wollen der sozialen Verantwortung des Klubs gerecht werden. Bei der Neuaufstellung des Vereins gilt es darauf zu achten, im Nachwuchsbereich dem Breitensport Aufmerksamkeit zu schenken und nicht allein professionellere Strukturen zu schaffen. Ohne Breite gibt es schließlich keine Elite. Es ist wichtig, dass in der Jugend weiterhin der Spaß im Vordergrund steht und Fußball ein Erlebnissport bleibt, in dem Kids aus verschiedenen Kulturen zusammenkommen und miteinander kicken.

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