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Trainer-Promis |25.01.2019|15:00

Boll & Ebbers bei Victoria: "Kein Hexenwerk"

Früher gemeinsam auf dem Rasen, heute an der Seitenlinie: Fabian Boll und Marius Ebbers (von links) trainieren den Oberligisten SC Victoria Hamburg.[Foto: Getty Images]

Mit dem FC St. Pauli feierten Fabian Boll und Marius Ebbers ihre größten Erfolge. Seit Anfang dieses Jahres trainieren die ehemaligen Profis nun gemeinsam den Oberligisten SC Victoria Hamburg. Boll, der während seiner Profikarriere nur für St. Pauli spielte (292 Einsätze), wurde als neuer Chefcoach verpflichtet. Der frühere Mittelfeldspieler war noch bis Dezember als Co-Trainer für den Ligakonkurrenten SC Condor Hamburg tätig. Ebbers, mit dem Boll am Millerntor fünf Jahre zusammenspielte, wird ihn als Assistent unterstützen. Der gebürtige Essener und erfolgreiche Torjäger stieg mit dem 1. FC Köln, Alemannia Aachen und dem FC St. Pauli gleich dreimal in die Bundesliga auf. Der inzwischen 41-jährige beendete erst 2017 seine aktive Laufbahn beim SC Victoria, nachdem er in 78 Spielen noch 60 Treffer für die Hanseaten erzielt hatte.

Im  FUSSBALL.DE- Interview sprechen Fabian "Boller" Boll und Marius "Ebbe" Ebbers über ihre Karrieren, die neue Aufgabe beim Traditionsklub Victoria Hamburg, eine lustige Anekdote aus ihrer Profilaufbahn und einen Spielerpass für die Ü 40.

FUSSBALL.DE: Sie bilden beim SC Victoria Hamburg ab sofort das wohl bekannteste Trainerduo in der 5. Liga. Ist das eine Bürde oder eher eine Herausforderung für Sie, Herr Boll und Herr Ebbers?

Fabian Boll:  Weder noch. Ich bilde mir nichts darauf ein, dass ich mal Bundesligaprofi war. Wichtig ist, was wir der Mannschaft vermitteln und wie sie es umsetzt. Da interessiert es nicht, ob ich in der Bundesliga oder in der Kreisliga gespielt habe.

"Ganz klar: 'Boller' ist der Chef"

Marius Ebbers:  Für mich ist das auch überhaupt keine Bürde. Im Gegenteil! Wir haben Spaß und Lust auf die neue Aufgabe.

Sie haben zusammen fünf Jahre für den FC St. Pauli gespielt, treffen sich nun auf der Trainerbank wieder. War der Kontakt nie abgebrochen? Wer von beiden hat den Stein für eine Zusammenarbeit ins Rollen gebracht?

Boll:  Durch diverse soziale Medien und WhatsApp-Gruppen ist es heute wesentlich einfacher, in Kontakt zu bleiben. Außerdem treffen wir uns einmal im Jahr mit der Truppe, die anlässlich meines Abschiedsspiels 2014 dabei war. Victoria-Präsident Roland Lotz hatte mich angesprochen, ob ich mir die Aufgabe vorstellen könnte. Außerdem kannte ich bereits einige Spieler im Kader, hatte unter anderem schon Timo Stegmann und Jan Kämpfer trainiert.

Ebbers:  Da wir beide nach wie vor in Hamburg leben, haben wir uns nie aus den Augen verloren. Nach einem ersten Treffen mit Fußball-Boss Lotz habe ich „Boller“ ins Gespräch gebracht. Später haben wir uns dann noch einmal zu dritt zusammengesetzt und waren uns schnell einig.

Zu Beginn der Vorbereitung gab es ein respektables 1:1-Unentschieden gegen die U 23 ihres Ex-Klubs FC St. Pauli. Wie viele Hände mussten Sie schütteln und wie groß war die Freude über den gelungenen Einstand?

Boll:  Testspielergebnisse sind mir egal und werden aus meiner Sicht überbewertet. Wir haben uns ordentlich präsentiert. Das war mir wichtig. Klar habe ich einige Leute wiedergetroffen. Aber nach vier Jahren Abstand hielt sich das Händeschütteln doch in Grenzen.

Ebbers:  Ich hatte vor Weihnachten noch vier Wochen lang im Trainerteam von St. Paulis U 23-Trainer Joachim Philipkowski hospitiert, weil ich im Sommer die DFB-Elite-Jugend-Lizenz erwerben möchte. Deshalb habe ich bei meinem Ex-Klub reingeschnuppert, um zu schauen wie die Abläufe sind. Das waren wertvolle Erfahrungen.

An welche spektakuläre Szene oder lustige Anekdote erinnern Sie sich mit ihrem Trainerkollegen gerne?

Boll:  Marius hatte die Angewohnheit nach einer Teambesprechung immer als Erster den Raum zu verlassen. Vor einem Auswärtsspiel beim 1. FC Kaiserslautern hatte sich unser damaliger Trainer Holger Stanislawski etwas einfallen lassen und ließ Marius und seinen ehemaligen Zimmerkollegen Florian Bruns „auflaufen“. Er weihte die gesamte Mannschaft ein und zog die Teamsitzung um zehn Minuten vor. Morike Sako stand an der Tür und lauerte dem vermeintlich verspäteten Duo auf. Als beide den Raum betraten, tat Stanislawski so, als wäre er schon mitten in der Mannschaftsbesprechung. „Ebbe“ und Florian guckten entsetzt, als sie für die Startelf nicht berücksichtigt wurden und ihre Namen auf dem Flipchart durchgestrichen und durch andere ersetzt waren.

Ebbers:  Wir standen dann aber doch in der Startelf, konnten uns aber überhaupt nicht mehr konzentrieren. Vielleicht haben wir deshalb auch 0:3 verloren.  (lacht)

Marius Ebbers hatte seine Spielerkarriere bei der Victoria ausklingen lassen, kennt den Verein daher ganz genau. Wie hat er Ihnen den Klub schmackhaft gemacht?

Boll:  Ich kenne das Umfeld und das Victoria-Stadion aus meiner Zeit als Co-Trainer beim FC St. Pauli II ebenfalls sehr gut, weil wir damals unsere Heimspiele im dortigen Stadion „Hoheluft“ ausgetragen hatten. Ich freue mich besonders auf die traditionsreichen und gut besuchten Duelle gegen  Altona 93  und  HSV Barmbek-Uhlenhorst.

Wie müssen wir uns Ihre Aufgabenverteilung vorstellen? Gehen Sie als gleichberechtigtes Trainergespann an den Start?

Boll:  So ist es geplant. Ich bin aber letztlich derjenige, der offiziell das Sagen hat, da ich als Inhaber der A-Lizenz schon über eine gewisse Erfahrung im Trainerbereich verfüge.

Ebbers:  Ganz klar: „Boller“ ist der Chef, trifft die letzten Entscheidungen und trägt somit auch die Verantwortung. Im Entscheidungsprozess begegnen wir uns aber auf Augenhöhe.

Herr Boll, Sie sind Oberkommissar bei der Polizei und arbeiten seit 2016 wieder in Vollzeit. Wie bekommen Sie den Spagat zwischen Beruf und Trainerleben hin?

Boll:  Aktuell habe ich in der Tat wenig Freizeit. Der Beruf, so lautet die Absprache, geht immer vor. Das gilt für mich als Trainer einer Amateurmannschaft genauso wie für unsere Spieler. Sollte es mal zeitlich eng werden, dann übernimmt „Ebbe“ die Einheiten.

Welchem Beruf gehen Sie nach, Herr Ebbers?

Ebbers:  Ich bin Angestellter in einem weltweit führenden Betrieb aus der Baubranche. Ich bin im Vertrieb tätig und kümmere mich dort um die Pflege, Ausbau und Beratung unserer Kunden.

Mal Hand aufs Herz: Wer ist der bessere Fußballer?

Boll:  Ich würde es mal so sagen: Mit meinem Willen, aber Marius‘ fußballerischen Qualitäten hätte ich in der Champions League gespielt. Dass „Ebbe“ uns damals mit 20 Toren in die Bundesliga geschossen hat, das ist der Running Gag bei unseren Treffen und dafür bedanken wir uns bei ihm immer noch  (lacht) . Ich ziehe ihn immer damit auf, dass ich für ihn die Drecksarbeit machen musste, wenn er die Bälle vorne vertändelt hatte.

Ebbers:  Ich verstehe nicht, dass diese Frage überhaupt gestellt wird.  (lacht)  Ich möchte darauf nicht antworten.

Was zeichnet Ihren Trainerkollegen jeweils aus?

Boll:  Marius ist ein eher ruhiger Zeitgenosse. Was den Humor angeht, liegen wir auf einer Wellenlänge. Er kann vor allem unseren Stürmern mit seiner Erfahrung wertvolle Tipps geben.

Ebbers:  Mit „Boller“ kann man Pferde stehlen. Er ist ein absoluter sympathischer, humorvoller, intelligenter und verlässlicher Mensch. Es gibt sehr viele Fußballer, die etwas auf dem Kasten haben. „Boller“ ist einer davon.

Marius Ebbers‘ aktive Laufbahn liegt noch nicht allzu lange zurück. Könnte es sein, dass Sie ihn in engen Spielen noch einmal einsetzen?

Boll:  Oh, da haben Sie „Ebbe“ wohl lange nicht mehr gesehen  (lacht) . Er hat zwar einen Spielerpass, aber der gilt für die Ü 40. Die Gegenspieler werden immer jünger und schneller und die Zipperlein werden auch bei ihm immer größer.

Kribbelt es denn im Training noch ein wenig in den Füßen?

Boll:  Nein. Ich betreibe zwar noch relativ viel Sport, aber mit diesem Thema habe ich abgeschlossen.

Ebbers:  Zurzeit weniger, weil ich erstmals mit Knieproblemen zu kämpfen habe. Außerdem sind die Jungs alle 20 Jahre jünger und lassen mich bei einem Sprintduell ziemlich alt aussehen.  (lacht)

Bei fünf Punkten Rückstand auf Spitzenreiter TuS Dassendorf hat Victoria noch alle Möglichkeiten im Aufstiegsrennen. Mit welchen Zielen werden Sie im Februar in den Spielbetrieb starten?

Boll:  Für mich ist entscheidend, dass die Mannschaft will und alles aus sich herausholt. Der Aufstieg ist in dieser Saison kein Thema. Wir wollen für die Spieler eine gute Atmosphäre schaffen und streben mittelfristig den Aufstieg in die Regionalliga an.

Ebbers:  Wir setzen uns mehr oder weniger in ein gut gemachtes Nest. Die Jungs haben bislang eine sehr gute Runde gespielt und sind auch noch im Verbandspokal dabei. Wir betreiben kein Hexenwerk, wollen oben dranbleiben und der Mannschaft unsere Ideen und Vorstellungen vom Fußball nahebringen.

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