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Zahlen & Fakten zur Regionalliga |02.01.2016|14:09

Bollwerke & Knipser: Fakten zur RL-Hinrunde

Shqipon Bektasi sorgte in der Hinrunde sowohl sportlich, als auch mit einem Aussetzer für Schlagzeilen. [Foto: imago]

Ein historischer Zuschauerrekord, beeindruckende Kantersiege, bemerkenswerte Siegesserien und monatelange Durststrecken: In der Regionalliga war in der bisherigen Saison 2015/2016 einiges los. FUSSBALL.DE präsentiert die Zahlen und Fakten zur Winterpause in den fünf Staffeln der vierthöchsten Spielklasse Deutschlands.

Großer Zuschauerandrang: Rund 1,7 Millionen Besucher verfolgten die Partien der Regionalliga-Hinrunde live in den Stadien. Die höchste Zuschauerzahl weist der ehemalige Bundesligist und aktuelle West-Regionalligist Alemannia Aachen auf. Insgesamt stehen rund 95.100 Besucher in elf Heimspielen zu Buche, das sind durchschnittlich in etwa 8650 Zuschauer pro Begegnung. Auch erwähnenswert sind die Besucherzahlen des Drittliga-Absteigers und Bayern-Regionalligisten SSV Jahn Regensburg sowie des Traditionsklubs und Aachener Ligakonkurrenten Rot Weiss Essen. Bei den zehn Heimpartien des SSV Jahn strömten 75.690 Zuschauer in die im Juli 2015 neu eröffnete Arena. Durchschnittlich sind das 7570 Besucher pro Partie. Zu den bisher neun Essener Begegnungen im eigenen Stadion kamen rund 67.000 Fans (in etwa 7440 Anhänger pro Spiel).

Regensburg stellt neuen Besucherrekord auf: Das Spiel mit den meisten Zuschauern fand in Regensburg statt. Das Top-Spiel der Regionalliga Bayern zwischen den beiden Meisterschaftsanwärtern SSV Jahn Regensburg und der zweiten Mannschaft des FC Bayern München (1:1) am 14. Spieltag verfolgten beachtliche 15.224 Besucher im Stadion. Noch nie zuvor hatte es in der Bayern-Staffel mehr Zuschauer in einer Begegnung gegeben. Bereits beim 4:3 gegen den Aufsteiger FC Amberg am 6. Spieltag (12.689 Zuschauer) hatte der SSV Jahn einen neuen Rekord aufgestellt.

Oldenburg ist das Maß aller Dinge: Der Verein mit der höchsten Punkteausbeute kommt aus dem Norden. Spitzenreiter VfB Oldenburg hat nach 19 absolvierten Spielen 44 Zähler auf dem Konto. Auch die aktuelle Positivserie ist beeindruckend. Seit 17 Partien hat der VfB nicht mehr verloren. Die einzige Niederlage musste Oldenburg am 2. Spieltag bei der U 23 von Hannover 96 (1:4) hinnehmen. Die zweiterfolgreichsten Mannschaften sind im Südwesten am Ball. Tabellenführer SV Eintracht Trier und der SV Waldhof Mannheim rangieren mit je 43 Punkten an der Spitze.

Der SV Babelsberg spielte sieben Mal in dieser Saison 0:0

Vier Teams mit sieben Siegen in Serie

Heimstarkes Quartett, Trier überzeugt auswärts: Vor heimischer Kulisse sammelten gleich vier Mannschaften 26 Punkte. Im Nordosten blieb Titelaspirant FSV Zwickau in allen zehn Spielen im eigenen Stadion unbesiegt, gewann achtmal (zwei Remis). Das heimstärkste Team aus der Nord-Staffel ist der ETSV Weiche Flensburg, der die gleiche Bilanz wie Zwickau aufweist und zu Hause ebenfalls noch keine Niederlage hinnehmen musste. Auch Südwest-Regionalligist SV Elversberg 07 gewann in zehn Heimbegegnungen achtmal und spielte zweimal unentschieden. Der SV Wacker Burghausen, Spitzenreiter in der Bayern-Staffel, hat zwar genauso viele Punkte auf dem Heimkonto, verlor bei elf Begegnungen aber ein Spiel. Gegen die zweite Mannschaft des 1. FC Nürnberg am 9. Spieltag (1:2) gab es für den SV Wacker nichts zu holen. Vor fremder Kulisse sorgte vor allem der SV Eintracht Trier für Furore. Der Südwest-Vertreter gewann die ersten neun Auswärtsspiele in Serie, ist in fremden Stadien weiterhin unbesiegt. Keine andere Regionalliga-Mannschaft holte auswärts mehr Punkte (28).

Regensburg mit furiosem Saisonstart: Gleich vier Regionalligisten schafften es, in der ersten Saisonhälfte sieben Begegnungen hintereinander zu gewinnen. Im Norden gelang dieses Kunststück nicht nur dem Ligaprimus VfB Oldenburg, sondern auch dem ETSV Weiche Flensburg . In der Südwest-Staffel legte nur der SV Waldhof Mannheim eine so lange Siegesserie hin. Der erste Verein, der in der Hinrunde sieben Siege in Folge einfuhr, war aber der SSV Jahn Regensburg in der Regionalliga Bayern. Die Regensburger starteten furios in die Spielzeit, ließen erst am 8. Spieltag beim 1:1 gegen die SpVgg Bayreuth erstmals Punkte liegen.

„Wölfe“ sind am torgefährlichsten

55 Tore in 20 Spielen: Die beste Offensive aller 91 Regionalligisten weist die U 23 des VfL Wolfsburg auf. Der Tabellenzweite der Nord-Staffel markierte in 20 Partien beeindruckende 55 Treffer, durchschnittlich 2,75 Tore pro Begegnung. In acht Spielen trafen die Wolfsburger dreimal oder häufiger. Der höchste Sieg gelang der Mannschaft von VfL-Trainer und Ex-Profi Valerien Ismael beim 8:1 gegen Eintracht Norderstedt. Auch das Hinspiel in Norderstedt (5:0) war deutlich ausgegangen. Weitere Kantersiege fuhren die „Wölfe“ beim TSV Havelse (6:1) und beim Aufsteiger TSV Schilksee (7:0) ein.

Top-Torjäger knipsen im Norden: Die zweite Mannschaft des VfL Wolfsburg hat nicht nur die meisten Treffer erzielt, sondern stellt auch den erfolgreichsten Torjäger. Der 26-jährige Dino Medjedovic traf bei 16 Einsätzen bereits 14-mal. Bemerkenswert: In gleich drei Partien steuerte der Österreicher drei Tore für die „Wölfe“ bei. Ebenfalls 14 Tore auf seinem Konto hat Kwasi Okyere Wriedt vom Wolfsburger Ligakonkurrenten Lüneburger SK . Der 21-jährige Deutsch-Ghanaer war anders als Medjedovic in allen 20 Begegnungen im Einsatz, benötigte für seine 14 Treffer also vier Partien mehr.

Rot-Weiss Essen trifft neunmal: Den bisher höchsten Saisonsieg fuhr aber nicht Wolfsburg, sondern der West-Regionalligist Rot-Weiss Essen ein. Der Traditionsverein und ehemalige Bundesligist setzte sich am 5. Spieltag 9:1 gegen den Liganeuling TuS Erndtebrück durch. Mit zehn Toren war es gleichzeitig die torreichste Partie der Regionalliga-Hinrunde.

Defensivbollwerk Carl Zeiss Jena

Zwölfmal zu Null: In der Abwehr zeigten vor allem zwei Nordost-Regionalligisten eine fast tadellose Leistung. Sowohl der SV Babelsberg als auch der FC Carl Zeiss Jena ließen in gleich zwölf Begegnungen keinen Gegentreffer zu. Kein anderer Regionalligist spielte häufiger zu Null. Jena stellt außerdem mit nur neun Gegentreffern die beste Defensive. Babelsberg hat ein Gegentor mehr kassiert, teilt sich den zweiten Platz mit dem Südwest-Regionalligisten SV Waldhof Mannheim.

615 Minuten ohne Gegentor: Die längste Zeit ohne Gegentreffer blieb der von Ex-Profi Falko Götz trainierte Südwest-Regionalligist 1. FC Saarbrücken . Die ersten sechs Saisonpartien spielte FCS-Torhüter David Hohs allesamt zu Null. Erst am 7. Spieltag im Derby gegen den Aufsteiger SV Saar 05 Saarbrücken (3:1) musste Hohs in der Schlussphase hinter sich greifen. Nach exakt 615 Minuten endete die starke Saarbrücker Serie. Auch der FSV Zwickau musste im Nordosten erst am 7. Spieltag den ersten Gegentreffer hinnehmen. Bei Wacker Nordhausen setzte es dann eine deutliche 1:4-Auswärtsniederlage. Bereits nach zehn Minuten knackte Nordhausen die Zwickauer Verteidigung, die zuvor 550 Minuten kein Gegentor kassiert hatte.

Aufsteiger Schilksee ohne Sieg

„Schießbude“ FC Wegberg-Beeck: Die meisten Gegentore aller Regionalligisten musste der FC Wegberg-Beeck , Aufsteiger im Westen, hinnehmen. In 19 Begegnungen kassierte der Liganeuling 60 Gegentreffer, das sind durchschnittlich mehr als drei pro Partie. In sechs Begegnungen mussten die Torhüter von Wegberg-Beeck fünfmal oder häufiger hinter sich greifen. Mit fünf Punkten ist der FCW Tabellenschlusslicht, der Rückstand auf das sichere rettende Ufer beträgt bereits 19 Zähler. Der einzige Saisonsieg gelang dem Aufsteiger am 16. Spieltag beim 4:2 gegen den FC Kray. Die ersten zehn Saisonspiele gingen allesamt verloren. Das war gleichzeitig in der Hinserie die längste Niederlagenserie in allen fünf Staffeln.

Schilksee noch sieglos: Der punktemäßig schlechteste Regionalligist kommt aus dem Norden. Liganeuling TSV Schilksee hat erst drei Punkte auf dem Konto, wartet weiterhin auf den ersten Sieg. Der Abstand zur Nicht-Abstiegszone beträgt 14 Zähler. Die drei höchsten Niederlagen gab es gegen die U 23 des VfL Wolfsburg (0:7), Eintracht Norderstedt (0:5), und den ETSV Weiche Flensburg (0:5).

Babelsberger Remis-Könige: Die meisten Unentschieden hat Nordost-Regionalligist SV Babelsberg 03 gesammelt. Der SVB spielte zehnmal Remis. Bemerkenswert ist, dass sieben dieser zehn Begegnungen torlos endeten. Keine andere Regionalliga-Mannschaft spielte häufiger 0:0. Das torreichste Unentschieden des SVB endete zum Jahresabschluss 2:2 gegen Viktoria Berlin.

Längste Sperre nach „Hodenkneifer“

Bayreuth mit acht Platzverweisen: Die SpVgg Oberfranken Bayreuth aus der Regionalliga Bayern hat in der ersten Saisonhälfte die meisten Platzverweise kassiert. Gleich achtmal wurden Spieler der SpVgg vom Platz gestellt. Fünfmal sahen Bayreuther Akteure „Rot“. Außerdem gab es drei Gelb-Rote Karten. Drei weitere Teams mussten sieben Platzverweise hinnehmen. Den Spielern des Bayreuther Ligakonkurrenten 1. FC Schweinfurt wurde fünfmal die Rote Karte gezeigt, zweimal ist ein FCS-Akteur mit „Gelb-Rot“ vom Feld gestellt worden. Für Spieler des Südwest-Schlusslichts SV Saar 05 Saarbrücken gab es dreimal „Rot“ und vier Gelb-Rote Karten. Die U 23 des VfL Wolfsburg aus der Nord-Staffel kassierte dreimal „Gelb-Rot“ und vier Rote Karten.

Sieben Spiele Sperre: Die längste Sperre in der Hinrunde bekam Shqipon Bektasi vom KSV Hessen Kassel aus der Südwest-Staffel aufgebrummt. Der 25-jährige Stürmer flog am 11. Spieltag beim 0:2 gegen den SV Eintracht Trier wegen einer Tätlichkeit vom Platz. Bektasi hatte seinem Gegenspieler Benedikt Koep bei einer Ecke in die Genitalien gegriffen. Die folgenden sieben Begegnungen musste er pausieren. Erstaunlich ist, dass Bektasi dennoch die Torjägerliste im Südwesten anführt. Bei nur elf Einsätzen traf er zwölfmal.

Prominente Trainerwechsel

Brdaric in Steinbach tätig: Auf den Trainerbänken der Regionalliga kam es in der ersten Saisonhälfte zu prominenten Wechseln. In Bayern löste der ehemalige Nationalspieler Rudi Bommer im Oktober Slobodan Komljenovic als Trainer beim Aufsteiger Viktoria Aschaffenburg ab. Allerdings übernahm er diese Aufgabe nur interimsweise, hörte zum Abschluss der Hinserie wieder auf und trainiert ab Januar den Hessenligisten SC Hessen Dreieich. Bemerkenswert: In den sechs Partien für die Viktoria, seinem Heimatverein, arbeitete Bommer ehrenamtlich. Südwest-Aufsteiger TSV Steinbach verpflichtete Ende Oktober mit Thomas Brdaric ebenfalls einen ehemaligen Nationalspieler. Der frühere Bundesligastürmer (unter anderem Bayer 04 Leverkusen, Hannover 96 und VfL Wolfsburg) folgte auf den ehemaligen Erstligatorjäger Peter Cestonaro (MSV Duisburg und SV Darmstadt 98), der nach über zwei Jahren Amtszeit entlassen worden war.

Herrlich übernimmt in Regensburg: Kurz vor Weihnachten stellte Bayern-Regionalligist SSV Jahn Regensburg Heiko Herrlich als neuen Trainer vor. Der frühere Stürmer von Borussia Dortmund, der mit dem BVB 1997 die Champions League gewann und zweimal Deutscher Meister wurde (zuletzt 2002), wurde der Nachfolger des entlassenen Christian Brand (jetzt FC Hansa Rostock). Bei der U 23 von Borussia Mönchengladbach gab es bereits zu Beginn der laufenden Spielzeit eine große Änderung. Nach dem Rücktritt von Cheftrainer Lucien Favre im September übernahm der bisherige U 23-Trainer André Schubert die Profis. Für ihn rückte U 19-Trainer Arie van Lent zur zweiten Mannschaft auf. Van Lent wurde in seiner aktiven Zeit 1993 Deutscher Meister mit dem SV Werder Bremen, spielte später auch für Gladbach und Eintracht Frankfurt.

Gladbacher U 23 kann Historisches schaffen: Mit der zweiten Mannschaft von Borussia Mönchengladbach könnte Trainer Arie van Lent Historisches gelingen. Nach aktuellem Tabellenstand würden die Gladbacher an den Playoff-Spielen um den Aufstieg in die 3. Liga teilnehmen. Für den Spitzenreiter der Regionalliga West wäre es die zweite Teilnahme. Das ist zuvor noch keinem Regionalligisten gelungen.