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Integration |04.12.2018|15:00

Bonner SC: Lob vom Bundespräsidenten

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (l.) zu Besuch beim Bonner SC.[Foto: Bilder Bonner SC / Collage FUSSBALL.DE]

Das Timing stimmte. Kurz nach Beginn der Weltmeisterschaft, die die Fußballbegeisterung der Menschen rund um den Globus erneut offenbarte, stand im Bonner Norden ein besonderes Turnier an. 32 Mannschaften, mit Spielern und Spielerinnen aus einer Vielzahl von Ländern, bestritten im gleichen Wettkampfmodus wie die Nationalteams im fernen Russland das zweite Bonner Integrationsturnier. Auf die Beine gestellt hatten diesen Cup die Macher des Regionalligisten Bonner SC um Dirk Buchholtz – unter anderem dank der Unterstützung der DFB-Stiftung Egidius Braun. „Sicherlich haben wir auch ein wenig vom WM-Fieber profitiert, aber wir haben vor allem intensiv Werbung betrieben und versucht, die Anmeldung möglichst verbindlich zu gestalten“, sagt der Leiter Kommunikation & CSR des einstigen Zweitligisten. So hatte man zuvor eigens eine Anmeldemaske entworfen, auf der die Teamchefs und ihre Mannschaften ihren Start zusagen mussten. Diese Maßnahme und auch die persönlichen Kontakte fruchteten. Buchholtz freute sich letztlich darüber, dass tatsächlich 250 Sportler gekommen waren, um sich bei strahlendem Sonnenschein packende Begegnungen zu liefern und Grenzen und Berührungsängste zu überwinden.

Die Teilnahmegebühr richtete sich dabei nach der Zusammensetzung der Mannschaften. Reine Flüchtlingsteams zahlten nichts, gemischte Mannschaften gaben eine freiwillige Spende und hiesige Teams überließen 50 Euro der Welthungerhilfe, die damit wiederum eine Fußballschule in der Zentralafrikanischen Republik unterstützt.

Doch damit war das Konzept bei Weitem nicht ausgeschöpft. Um Punkte für die Turnierwertung zu sammeln, konnten die Teilnehmer auch ihr Können beim Zielschießen und anderen Geschicklichkeitsdisziplinen beweisen und an der angegliederten Jobbörse teilnehmen. Ein Dutzend Unternehmen und Beratungsstellen stellten dort am Wettkampftag den Flüchtlingen und Bonner Schülern ihre Angebote vor. Dieses Zusatzangebot konnte dank der Zuwendung der DFB-Stiftung und der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration aus der Initiative „2:0 für ein Willkommen“ verwirklicht werden. Eigens war eine kleine Zeltstadt aufgebaut worden, zu der auch Verpflegungsstände und eine Station für den Moderator und die Steuerung der Beschallung gehörten. Das Feedback konnte sich sehen lassen - auf beiden Seiten. „Fast alle Teilnehmer haben aktiv an der Jobbörse teilgenommen“, sagt Buchholtz. „und alle Anbieter haben angekündigt, auch im nächsten Jahr dabei sein zu wollen.“

Der Sportplatz an der Josefshöhe wurde so zu einem Ort des Zusammenkommens, sportlichen Kräftemessens und der Information. „Mit dem Integrationsturnier möchte der Bonner SC seinem sozialen Anspruch gerecht werden und einen Beitrag zur beruflichen Integration von Flüchtlingen und jungen Bonnern durch Fußball leisten“, erklärte BSC-Vorsitzender Professor Dirk Mazurkiewicz. Dass dieses Engagement auch an ganz besonderer Stelle wahrgenommen wurde, erfuhren die Verantwortlichen des BSC einige Wochen nach dem Turnier.

„Ein besseres Lob als vom Bundespräsidenten geht wohl kaum“

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier informierte sich bei seinem Aufenthalt in Bonn intensiv über die Integrationsarbeit des BSC. „Er war unter anderem vom Stadtsportbund auf unsere Aktivitäten aufmerksam gemacht worden“, erklärt Buchholtz, der dem Staatsoberhaupt rund eine Viertelstunde lang erläutern durfte, was für ein Turnier sie da im Sommer organisiert hatten. „Er hat geduldig zugehört und fand das alles sehr gut“, sagt Buchholtz stolz. „Ein besseres Lob als vom Bundespräsidenten geht wohl kaum.“

Selbstverständlich sorgte der Zuspruch Steinmeiers auch für einen erneuten Motivationsschub. Man wolle im kommenden Jahr Ähnliches auf die Beine stellen, so der Bonner. Allem Anschein nach wird es also nach dem zweiten auch ein drittes Integrationsturnier in der Bundesstadt geben.

Die Egidius-Braun-Stiftung unterstützte in den Jahren 2015, 2016 und 2017 insgesamt 3.324 Fußballvereine, die sich für Flüchtlinge einsetzten, mit einer pauschalen Anerkennungsprämie von jeweils 500 Euro. Darüber hinaus wurden im Jahr 2017 insgesamt 60 Fußballvereine und -verbände mit einer individuellen Fördersumme für weitergehende gesellschaftliche Integrationsansätze gefördert.

Auch im Jahr 2018 werden gemeinsam mit der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration sowie mit finanzieller Unterstützung der Nationalmannschaft Engagements gefördert, die geflüchteten Menschen den weitergehenden Zugang in die Gesellschaft, vor allem zu Bildungs- und Berufsangeboten, erleichtern.

Die Initiative "2:0 für ein Willkommen" läuft. Jetzt für Fördergelder bewerben!

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