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Bock auf Pokal |06.09.2020|12:15

Brown: "An einem schlechten Tag von Bayer…"

Norderstedts Jordan Brown (l.): "Versuchen, lange die Null zu halten."[Foto: Getty Images]

Jordan Brown blickt mit Eintracht Norderstedt dem DFB-Pokalspiel gegen Bayer Leverkusen am nächsten Sonntag (ab 15.30 Uhr, live bei Sky) entgegen. Der 28-Jährige stammt aus der Jugend von Norderstedt, schaffte es aber zwischenzeitlich bis in die 1. Liga der Schweiz. Im spricht er über Leverkusen, Leon Bailey und die Schattenseiten des Profifußballs.

FUSSBALL.DE: Herr Brown, ist Bayer 04 Leverkusen ein Wunschlos oder hätten Sie sich einen einfacheren Gegner gewünscht?

Jordan Brown: Einerseits freue ich mich, weil Bayer Leverkusen ein attraktiver Gegner ist. Andererseits möchte man als Sportler auch eine Runde weiterkommen. Leverkusen hat so eine starke Mannschaft, dass das schwierig wird. Trotzdem: An einem schlechten Tag von Leverkusen und einem Sahne-Tag von uns ist vielleicht etwas möglich. Darauf hoffen wir.

Auf welche Gegenspieler freuen Sie sich besonders?

"Wir müssen einfach versuchen, lange die Null zu halten und Leverkusen das Leben schwer zu machen"

Brown:  Ich würde mich vor allem auf Leon Bailey freuen, weil er ein Landsmann von mir ist (Brown hat einen jamaikanischen Vater, Anm.d.Red.) . Aber ich glaube, man kann sich auf jeden Gegenspieler freuen, weil die alle internationales Format haben.

Eintracht Norderstedt hat das Heimrecht getauscht, sodass das Pokalspiel in der BayArena stattfindet. Wie beurteilen Sie diese Entscheidung aus Spielersicht?

Brown:  Ich betrachte das mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Natürlich ist es cool, in einer richtig großen Arena zu spielen. Aber es ist schade, dass keine Zuschauer dabei sind. Der DFB-Pokal lebt davon, dass David gegen Goliath antritt und die Fans die auf dem Papier unterlegene Mannschaft pushen. Auf dem Terrain von Leverkusen besteht die Gefahr, dass das ein lockeres Trainingsspiel für sie wird.

Mit welchem Ergebnis wären Sie zufrieden?

Brown:  Zufrieden bin ich nur, wenn wir das Spiel gewinnen. Aber wenn man es realistisch betrachtet, muss man wohl einfach versuchen, lange die Null zu halten und Leverkusen das Leben schwer zu machen.

Im August 2017 standen Sie mit Eintracht Norderstedt schon einmal im DFB-Pokal und unterlagen gegen den VfL Wolfsburg nur knapp mit 0:1. Welche Erinnerungen haben Sie an das damalige Spiel?

Brown:  Die Erinnerungen sind sehr positiv, weil wir immer wieder den Spielrhythmus von Wolfsburg zerstört und sie nicht ins Spiel kommen ließen. Das Gegentor fiel dadurch erst in der 2. Halbzeit. Unser Mittelfeldspieler Philipp Koch hatte sogar eine riesige Chance und traf den Pfosten. Das Spiel hätte also auch anders ausgehen können. Aber am Ende setzt sich eben meist die qualitativ bessere Mannschaft durch.

Viele Fußball-Fans in Deutschland kennen Eintracht Norderstedt vermutlich gar nicht. Stellen Sie Ihren Verein doch einmal ein bisschen vor…

Brown:  Ich glaube, Eintracht Norderstedt hat sich in den letzten Jahren in Norddeutschland einen guten Ruf erarbeitet. Wir sind ein sehr familiärer Verein, der gute Arbeit leistet. Wir haben viele junge und hungrige Spieler, die sich beweisen wollen. Daher ist es für alle eine gute Chance, gegen Bayer Leverkusen deutschlandweit auf sich aufmerksam und gleichzeitig Norderstedt bekannter zu machen.

Sie selbst stammen aus dem Nachwuchs von Eintracht Norderstedt und nahmen daraufhin eine Profikarriere in Angriff.

Brown:  Genau. Ich bin dann zunächst zur 2. Mannschaft des Hamburger SV gegangen. Damals war ich 19 Jahre alt, hatte eine starke Saison in der Oberliga gespielt und wollte mich für die Bundesliga empfehlen. Ich hatte allerdings unterschätzt, dass das auch für die übrigen Spieler gilt. Die Konkurrenz war enorm. Ich musste mich erst einmal an die Qualität gewöhnen.

Durften Sie damals bei den Profis des Hamburger SV hineinschnuppern?

Brown:  Ja, ich habe ein paar Mal mittrainiert und auch Testspiele gemacht. Das war sehr interessant. Gerade auch weil man merkt, dass selbst Spieler, die nicht unbedingt zu den Top-Stars zählen, in Wahrheit super Kicker sind. Aber je öfter man mittrainiert, desto besser passt man sich an das Niveau an.

Im Sommer 2013 erfolgte Ihr Wechsel in die 2. Liga der Schweiz zum FC Wil. Eineinhalb Jahre später zogen Sie weiter zu den Grasshopper Club Zürich und absolvierten dort zwei Spiele in der 1. Liga. Wie blicken Sie heute auf diese Zeit zurück?

Brown:  Insgesamt hatte ich in der Schweiz eine gute Zeit. Ich war damals 21 Jahre alt und bin erstmals ins Ausland gegangen. Besonders beim FC Wil lief es gut. Dann wechselte unser damaliger Trainer und Sportchef Axel Thoma nach Zürich und nahm mich mit. Das war ein riesiger Schritt für mich. Die Trainingsbedingungen waren vom feinsten, ähnlich wie in der deutschen Bundesliga.

Aber?

Brown:  Aber dementsprechend groß war die Konkurrenz. In der Mannschaft befanden sich zum Beispiel Spieler wie Munas Dabbur, der heute bei der TSG Hoffenheim aktiv ist, oder Kim Källström, der beim FC Arsenal und Olympique Lyon gespielt hat. Das waren also Spieler von internationalem Format. Leider habe ich für Zürich nicht so viele Spiele gemacht. Da haben auch die Umstände mit hineingespielt.

Welche Umstände meinen Sie?

Brown:  Unser Sportchef, der mich mit nach Zürich genommen hatte, wurde nach einigen Monaten entlassen. Dementsprechend schwierig war mein Stand, weil ich praktisch sein Mitbringsel war und die Trennung nicht im Guten verlief. Man merkt, dass man dann keine echte Chance mehr bekommt. Zwischendurch wurde ich noch einmal in die 2. Liga zum FC Wohlen verliehen.

Im Sommer 2016 kehrten Sie nach Deutschland zu Eintracht Norderstedt zurück.

Brown:  Genau. Ich traf die Entscheidung, mein Fokus mehr auf mein Sportmanagement-Studium zu legen, das ich später dann auch abgeschlossen habe. Also bin ich zu meinem Heimatverein zurückgekehrt. Ich wollte auch wieder in der Nähe meiner Familie und Freunde sein. Diese Entscheidung habe ich nie bereut.

Trotzdem ist es eine Entscheidung fürs Leben, den Traum vom Profifußball zu beenden.

Brown:  Ja. Aber ich sage mal so: Besonders wenn es nicht läuft, wirft man einen Blick hinter die Kulissen und merkt, wie schmutzig es im Profifußball teilweise zugeht. Wenn einem die Lobby fehlt, zum Beispiel wie mir damals in Zürich, bekommt man keine Chance. Ich bin noch immer überzeugt, dass ich mehr Spiele hätte machen müssen. Dann hätte meine Karriere vielleicht ganz anders ausgesehen. Aber wenn der Trainer einen nicht spielen lässt, vielleicht sogar aufgrund einer Anweisung von oben, stellt man sich die Frage: Möchte ich wirklich in diesem Geschäft mein Geld verdienen, bis ich 35 Jahre alt bin? Ich habe mich dagegen entschieden.

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