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Nachwuchs|30.10.2019|10:00

Coach mit 17: "Spaß, Kids etwas beizubringen"

Kevin Walter: "Das mache ich, um vielleicht irgendwann mal die Chance zu haben, in den Profibereich reinzugehen".[Foto: Michael Müller/Collage DFB]

Bereits mit 17 Jahren trainiert Kevin Walter die E-Jugend der Kreisauswahl Holzminden in Niedersachsen. Auch bei seinem Heimatverein, dem SV 06 Holzminden, hat er eine Jugendmannschaft als Cheftrainer übernommen. Im FUSSBALL.DE-Interview mit Mitarbeiterin Lisa Brautmeier spricht er über seinen bisherigen Werdegang und seine Ambitionen im Trainerbereich.

FUSSBALL.DE: Herr Walter, Sie sind 17 Jahre und sind bereits als Trainer aktiv. Was fasziniert Sie besonders an der Aufgabe?

Kevin Walter: Es macht mir vor allem viel Spaß, Kindern etwas beibringen zu können. Es ist schön zu sehen, wie sie sich nach der Zeit immer mehr verbessern. Beispielsweise bei technischen Dingen wie beim Schuss oder Pass. Am Trainerjob mag ich vor allem, den Kindern die Freude am Fußball vermitteln zu können.

Wie und wann kamen Sie auf die Idee, Trainer zu werden?

"Der Wunsch ist es auf jeden Fall, das Hobby zum Beruf zu machen."

Walter: Als ich etwa zwölf Jahre alt war, stand für mich fest, dass ich in Zukunft auf jeden Fall eine Mannschaft übernehmen möchte. Durch die Schule oder andere Hobbys ist dies zunächst etwas in Vergessenheit geraten. Später wurde ich dann nach einem Fußballspiel mal gefragt, ob ich nicht vielleicht Schiedsrichter werden will. Da habe ich aber zu meinem damaligen Trainer gesagt, bevor ich Schiedsrichter werde, möchte ich lieber Trainer werden. Mit 14 Jahren konnte ich dann meine erste Mannschaft als Co-Trainer übernehmen.

Sie trainieren auch eine Kreisauswahlmannschaft. Wie kam es dazu?

Walter: Bei mir war es so, dass ich beim damaligen Kreisauswahl-Chef angefragt habe. Ich wurde dann bei vier Turnieren beobachtet, ohne dass ich das wusste. Da wurde dann darauf geachtet, wie ich als Trainer agiere und mit der Mannschaft spreche. Danach wurde ich noch einmal zu einem persönlichen Gespräch und einem Probetraining eingeladen, das ich dann für die Kinder vorbereiten musste. Und dann habe ich den Trainerjob tatsächlich bekommen. Da war ich gerade 16 und mache das jetzt seit eineinhalb Jahren.

Sie trainieren zwei Mannschaften, spielen selbst auch noch beim VfR Hehlen und machen dazu noch Ihr Abitur. Ist es manchmal schwierig, alles miteinander zu kombinieren?

Walter: Ja, auf jeden Fall. Ich habe auch eigentlich fast bis zum Nachmittag Unterricht. Dienstags und freitags bin ich dann anschließend meist sofort auf dem Sportplatz mit Aufbauen und später mit dem Training beschäftigt. Wenn ich danach nicht mehr viel lernen muss, fahre ich gleich rüber nach Hehlen, um dort dann noch selber zu trainieren. Außerdem bin ich noch bei der Feuerwehr – das kann dann schon ziemlich stressig sein. Aber Spaß macht es ja trotzdem.

Sie haben bereits relativ früh Ihre Junior-Coach-Ausbildung absolviert. Warum haben Sie sich damals dafür entschieden?

Walter: Ich habe meinen Junior-Coach gleich mit 15 gemacht. Also drei, vier Monate nachdem ich wirklich Trainer war. Der Grund dafür war, dass der damalige Cheftrainer aufgehört hat und ich dementsprechend alleine mit der F-Jugend-Mannschaft unterwegs war. Daher wollte ich mich auf jeden Fall weiterbilden und habe deswegen die Junior-Coach-Ausbildung absolviert.

Welchen Einfluss hatte diese Ausbildung auf Ihren bisherigen Weg als Trainer?

Walter: Der Junior-Coach bringt einen schon sehr viel weiter. Dort werden einem auch viele Kleinigkeiten rund ums Training noch einmal richtig beigebracht. Da geht es beispielsweise auch darum, wie man Kindern Dinge richtig erklärt. Mir hat die Ausbildung auch noch einmal einiges an Sicherheit gebracht. Außerdem konnte man dort neue Kontakte mit anderen Trainern knüpfen und sich über verschiedene Trainingsmethoden austauschen.

Mittlerweile wollen Sie auch die B-Lizenz angehen. Wie sieht da der aktuelle Stand aus?

Walter: Nachdem ich die C-Lizenz gemacht habe, wollte ich danach auch dementsprechend die B-Lizenz angehen. Den Eignungstest für die B-Lizenz habe ich bereits bestanden und beim ersten Teil des Lehrgangs teilgenommen. Geplant ist, dass ich dann im nächsten Jahr die Prüfung mache.

Wie planen Sie Ihre Trainingseinheiten?

Walter: Meistens plane ich die einen Tag vorher. Das braucht auch mal seine Zeit, weil man immer schauen muss, wo die Kinder ihre Defizite haben, oder was in letzter Zeit vielleicht zu wenig trainiert worden ist. Gleichzeitig muss man auch darauf achten, ob im Spiel irgendetwas nicht so gut läuft. Wenn ich zum Beispiel merke, dass da kein Pass ankommt, dann setze ich da im Training noch einmal an.

Gibt es eine Lieblingsübung oder eine Spielform, die Sie im Training besonders gerne anwenden?

Walter: Für mich ist vor allem Funino eine meiner Lieblingsspielformen. Einfach, weil die Kinder dadurch viele Erfolgsmomente haben und man vieles gut damit verbinden kann. So kann man zum Beispiel Zusatzelemente mitreinbringen, wenn speziell das Passen oder Torschüsse geübt werden sollen. Man kann mit Funino sehr viel ausprobieren und deshalb bin ich ein großer Fan davon. Und auch den Kindern macht diese Spielform sehr großen Spaß.

Haben Sie einen bestimmten Trainer als Vorbild?

Walter: Auf jeden Fall Jürgen Klopp - selbst als Schalke-Fan. Er hat sehr viel Ahnung von dem, was er macht. Außerdem finde ich es cool, dass er einfach der Typ Trainer ist, der den Fußball lebt. Aber auch Julian Nagelsmann und Domenico Tedesco zähle ich zu meinen Vorbildern, weil beide auch sehr jung Trainer geworden sind. Und wenn man sieht, wie viel solche Personen schon geschafft haben, obwohl sie vielleicht nur dreizehn Jahre älter sind, als ich selbst, dann kann das wirklich motivieren.

Welche Ziele verfolgen Sie im Trainerbereich?

Walter: Der Wunsch ist es auf jeden Fall, das Hobby zum Beruf zu machen. Schön wäre es, wenn man morgens aufsteht, auf den Sportplatz geht und abends wieder zurückkommt. Und das Tag für Tag. Ich mag es, Jugendmannschaften zu trainieren. Allerdings besteht auch das Interesse mal höhere Mannschaften zu coachen. Ein großer Wunsch von mir ist es, vielleicht mal bei einem DFB-Stützpunkt als Trainer zu arbeiten. Auch eine Landesauswahl zu trainieren, könnte ich mir sehr gut vorstellen.

Besteht auch der Traum, einmal in Richtung Profibereich zu gehen?

Walter: Auf jeden Fall. Sonst würde ich nicht jetzt schon mit 17 so viel Zeit opfern, oder eine Lizenz angehen. Das mache ich, um vielleicht irgendwann mal wirklich diese Chance zu haben, in den Profibereich reinzugehen. Ein Traum wäre es natürlich, vielleicht irgendwann mal in der Bundesliga an der Seite zu stehen und dort ein Team zu coachen.

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