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The Power|05.02.2018|08:00

Darts-Duell: Kreisliga-Knipser gegen Taylor!

Ein Kreisliga-Torjäger und der internationale Darts-Star schlechthin: Malte Lobeck (links) mit Phil Taylor.

[Foto: privat]

Malte Lobeck ist ein Multitalent. Im Fußball verzaubert er den Kreisligisten TuS Hasslingshausen regelmäßig als Dauertorjäger. Und auch in einer anderen Sportart sorgte der 22-Jährige zuletzt für Furore. Unglaublich aber wahr: Lobeck durfte in Gevelsberg gegen den 16-maligen Darts-Weltmeister Phil "The Power" Taylor antreten. FUSSBALL.DE hat mit ihm über dieses Erlebnis gesprochen.

Gerne hätte Malte Lobeck ( hier sein FUSSBALL.DE-Spielerprofil ) sich noch den einen oder anderen Tipp von Phil Taylor geholt. Doch dafür war keine Zeit, dafür war der 57-Jährige in Gevelsberg zu begehrt. Immerhin aber konnte der 22 Jahre alte Angreifer vom Kreisliga A-Team TuS Hasslinghausen mit Taylor ein kurzes Gespräch auf Englisch führen und ein Foto ergattern. Das alleine wäre für den Dart-Liebhaber schon Ehre genug gewesen. Aber das war eigentlich nur das i-Tüpfelchen eines genialen Tages im Oktober. Denn: Lobeck durfte tatsächlich gegen den 16-fachen Darts-Weltmeister antreten. „Er war ein sehr besonderes Ereignis in meinem Leben“, beschreibt der Medizintechnik-Student.

"Er war ein sehr besonderes Ereignis in meinem Leben"

Der junge Kreisliga-Torjäger aus dem Kreis Hagen in Nordrhein-Westfalen zeigte sich während des Duells auch entsprechend nervös. „Wäre ich nicht so angespannt gewesen, hätte ich besser werfen können“, übt er Selbstkritik. Aufgrund der Klasse Taylors endete das Duell dann auch ziemlich schnell, was dieses Erlebnis aber nicht im Geringsten schmälerte. Nicht ohne Grund waren seine Freunde und seine Familie hautnah dabei, als Lobeck gegen Taylor antrat. Übrigens präsentierte dieser sich mit höchstmöglicher Lockerheit auf dem Showturnier in Gevelsberg, welches er im Rahmen seiner Deutschland-Tour besuchte. „Insgesamt hat er 16 Leuten die Chance gegeben, den Traum zu erfüllen und gegen ihn zu spielen. Während den Partien hat er dann immer wieder mal die Darts der Gegner umgesteckt, damit es knapper wird", so Lobeck.

Die Qualifikation für die Veranstaltung in Gevelsberg wurde in einem Vorturnier fixiert. Dort lieferte Lobeck dann so ab, dass er ein Duell mit Taylor gewann. Das sah sein Plan eigentlich nicht vor, eigentlich war der 22-Jährige aus Jux und Dollerei mit seinen Kollegen zu dem Vorturnier gefahren. Generell verfolgt Lobeck keine großen Ambitionen: „Ich habe nicht das Ziel, etwas im Dart zu erreichen.“ Es dient vielmehr als Hobby, das er gerne mit seinem Bekanntenkreis ausübt. Und er schaut sich den Sport auch gerne im Fernsehen an, sodass seinerseits eine richtige Begeisterung für den Sport gewachsen ist. „Im Dart finde ich faszinierend, dass es egal ist, ob du groß, klein, dünn oder dick bist. Jeder hat die von Anfang an die gleichen Chancen. Ein 80-jähriger Opa kann zum Beispiel einen schlanken, durchtrainierten 20-Jährigen besiegen.“

Lobecks Leidenschaft für den Sport begann in der Kindheit: „Mein Papa hat eine elektronische Dartscheibe vom Trödelmarkt mitgebracht“, berichtet er. Das Werfen auf diese Scheibe hat ihm dann so viel Gefallen bereitet, dass er sich selbst eine echte Dartscheibe kaufte. Heute trifft sich der ausgebildete Gesundheits- und Krankenpfleger fast wöchentlich mit seinen Kumpels zu einem Dart-Abend.

Immer mal wieder zeigt er sein Können auch bei Mannschaftsabenden beim Kreisligisten TuS Hasslinghausen. „Ich kann mich an kein Turnier erinnern, wo er nicht gegen uns gewonnen hat“, sagt Christian Parlow, Co-Trainer Hasslingshausens, "und für ihn war es das Allergrößte, gegen die lebende Legende Phil Taylor zu spielen.“ Damit, so Parlow, hat er jedoch nicht einmal angegeben. „Er ist ein souveräner Junge, der nicht prahlt und sich nicht in den Vordergrund stellt.“ Das macht er beim Dart genauso wenig, wie beim Fußball.

Beim Sport mit dem runden Leder ist er jedoch ebenso talentiert wie beim Pfeilewerfen. „Er beherrscht beides.“ So hat er sich bei seinem Hasslinghausen den Ruf als gefürchteter Knipser erarbeitet. Auch in der aktuellen Saison erzielte er wieder mal 17 Tore. Das macht ihn im Umkreis natürlich zu einem angesehenen Fußballer. Der 22 Jahre alte Goalgetter zieht es jedoch vor, mit seinen Freunden zu kicken – auf einer der schönsten Sportanlagen in der Region, so Parlow. Sein Verbleib in Hasslinghausen ist aber auch mit seiner beruflichen Situation zu begründen. „Ich habe Angebote aus der Bezirksliga. Aber es macht keinen Sinn zu wechseln, da ich mit dem Studium angefangen habe. Ich wüsste nicht, ob ich der Leistung gerecht werden könnte“, erklärt Lobeck, den der gehobene Stellenwert in Hasslinghausen auch durchaus schmeichelt.

In der Rückrunde möchte er den Klub nun zum Klassenerhalt in der Kreisliga schießen. Daneben wird der 22-Jährige sicher auch weiter Pfeile werfen. Und vielleicht wartet dann ja bald schon das nächste Duell gegen die nächste Legende.

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