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Amateurstatistiken

Torjägerkanone|09.02.2020|09:00

Darum wirbt Maltritz für den Amateurfußball

Maltritz: "Ohne die kleinen Vereine würde es den ganzen Profisport gar nicht geben".[Foto: 2013 Getty Images]

Als Marcel Maltritz im August 2019 sein Debüt für Teutonia Ehrenfeld gibt, reiben sich die Amateurkicker in der Bochumer Kreisliga B die Augen. 258 Spiele für den VfL Wolfsburg, den Hamburger SV und den VfL Bochum in der Bundesliga und weitere 156 in der 2. Bundesliga schmücken schließlich die Bilanz des Verteidigers.

Sein Kumpel Andreas Pahl, Zeugwart beim VfL Bochum, musste ihn auch lange überreden, bis sich der 41-Jährige mit der Aussicht auf Spiele auf staubiger Asche und matschigen Rasenplätzen anfreunden konnte.

Inzwischen ist Maltritz ein glühender Verfechter des Amateursports, er macht sich für ehrenamtliches Engagement an der Basis des Fußballs stark und findet es super, dass nun auch die Robert Lewandowskis und Timo Werners der unteren Ligen mit der Torjägerkanone belohnt werden.

FUSSBALL.DE: Herr Maltritz, zwölf Treffer  für die DJK Teutonia Ehrenfeld sind ja nicht schlecht, aber für die Torjägerkanone von FUSSBALL.DE und Kicker reicht das nicht...

"Die Torjägerkanone finde ich super, aber ich muss sie nicht unbedingt gewinnen. Das soll lieber ein anderer"

Marcel Maltritz (lacht): Damit kann ich gut leben! Erstens bin ich ja gelernter Verteidiger, da war es eher mein Job, Tore zu verhindern. In Ehrenfeld habe ich auf der Sechs angefangen, aber als unser Trainer da meinen Offensivdrang sah, hat er mich weiter nach vorne auf die Zehn gestellt. Was soll ich sagen, es klappt ganz gut mit dem Tore schießen.

Was halten Sie von dieser neuen Auszeichnung?

Maltritz: Das finde ich super! Ich behaupte aber nicht, dass ich die Kanone unbedingt haben muss, die soll lieber ein anderer gewinnen. Die ist etwas für die richtigen Stürmer. Für mich geht es vor allem darum, mit der Mannschaft Spaß auf dem Platz zu haben und im besten Falle auch noch sportlich erfolgreich zu sein.

Glauben Sie, dass ein Preis wie die Torjägerkanone dazu führt, dass die Spieler vor dem Tor eigensinniger sind?

Maltritz:  Das habe ich bisher noch nicht festgestellt. Als Stürmer bist du vielleicht ohnehin etwas egoistischer vor dem Kasten und versuchst den Ball rein zu machen, das ist in der Bundesliga ja auch nicht anders als in der Kreisliga. Wer allerdings jetzt nur noch alles auf eigene Faust macht und nicht mehr abspielt, weil er auf die Torjägerkanone scharf ist, der ist in jeder Mannschaft schnell unten durch.

Warum fühlen Sie sich so wohl im Amateurfußball?

Maltritz:  Mir gefällt einfach das Gemeinschaftsgefühl, das ist in den unteren Ligen natürlich noch viel ausgeprägter. Bei Teutonia Ehrenfeld sind wir eine verschworene Truppe, da sitzt man auch nach dem Training oder Spiel mal länger in der Kabine zusammen. Da habe ich mich sofort wohlgefühlt, ob ich mal Bundesliga gespielt habe und die anderen Jungs nicht, spielt da überhaupt keine Rolle. So muss es auch sein, denn ohne die kleinen Vereine würde es den ganzen Profisport gar nicht geben, denn jeder Star hat mal unten angefangen.

Aber Ihre Gegenspieler wissen doch genau, wen sie da auf dem Platz vor sich haben. Gibt es für einen Ex-Profi in der Kreisliga B keine Manndeckung?

Maltritz:  Das passiert schon mal, aber dann muss ich mir eben andere Laufwege suchen und mich dieser Bewachung zu entziehen. Es kommt auch vor, dass die gegnerische Mannschaft besonders ehrgeizig ist, wenn sie gegen uns antritt, aber das hat nicht unbedingt nur etwas mit mir als Ex-Profi zu tun, sondern dass wir oben stehen und uns daher jeder schlagen will.

Marcel Maltritz schießt Teutonia Ehrenfeld in die Kreisliga A: Gefällt Ihnen diese Überschrift?

Maltritz:  Über den Aufstieg dürft Ihr gerne berichten, das ist unser Ziel, auch wenn wir mit  Blau-Weiß Weitmar 09  einen harten Konkurrenten haben. Ob ich dann im Mai das entscheidende Tor erziele oder ein anderer, ist mir egal.

Sie sind ein echtes Zugpferd für einen kleinen Verein wie Teutonia Ehrenfeld. Engagieren Sie sich auch über den aktiven Part als Spieler hinaus?

Maltritz:  Das schaffe ich zeitlich leider nicht. Ich bin aber froh, dass wir im Verein Leute haben, die diese unglaublich wichtige Arbeit übernehmen. Wir erleben doch leider viel zu häufig, dass sich Vereine auflösen oder eine Mannschaft abmelden müssen, weil sich keiner mehr findet, der sich ins Kassenhäuschen setzt, die Buchführung übernimmt oder eine Mannschaft trainieren will. Davon lebt aber der Amateursport, ohne ehrenamtliches Engagement würde an der Basis nichts gehen.

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