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Kultfiguren des Amateurfußballs, Folge 67 |20.11.2015|12:50

Das Wunder Sczurek: Leistungsträger beim Sohn

Klingt komisch, ist aber so: In Peine wird Vater Heinrich Sczurek (rechts) von seinem Sohn Marek Rönnefahrt trainiert. [Foto: Jensen]

Heinrich Sczurek lebt den Fußball. Der 57-Jährige steht jede Woche für den TSV Marathon Peine auf dem Platz, oft sogar mehrmals. Nicht nur für die Ü 40, sondern auch für die erste und zweite Mannschaft. Seine Mitspieler könnten seine Kinder sein - auf seinen Trainer trifft dies sogar zu: Sohnemann Marek Rönnefahrt trainiert die Erste und bezeichnet seinen Vater als einen seiner Leistungsträger. Sczurek ist unsere FUSSBALL.DE-Kultfigur der Woche.

"Man muss immer am Ball bleiben. Wenn man in meinem Alter einmal zwei oder drei Wochen aussetzt, geht einem im Spiel sofort die Puste aus"

Wären da nicht die grauen Haare und die Falten im Gesicht, würde Heinrich Sczurek noch als junger Mann durchgehen. Auf dem Fußballfeld unterscheidet er sich nicht von seinen Mannschaftskameraden, die rund 35 Jahre jünger sind. Er kann nicht nur genauso gut mit dem Ball umgehen, sondern ist auch konditionell top. “90 Minuten bei den Herren sind für mich kein Problem”, sagt Sczurek im Gespräch mit FUSSBALL.DE . Trainer und Sohn Rönnefahrt (er nahm den Nachnamen seiner Ehefrau an) kann das nur bestätigen: “Er gehört zu meinen Leistungsträgern, weil er technisch top ist und außerdem sehr fit ist.”

Dass ein 57-Jähriger noch im Herren-Fußball mithalten kann, ist für viele Außenstehende kaum zu glauben. Zumal Sczurek nicht unbedingt den Lebensstil eines Sportlers pflegt. Im Gegenteil: Auf seine Zigaretten möchte der Elektriker genauso wenig verzichten wie auf sein Feierabendbier. Geschadet hat es ihm offenbar nicht. Marathon-Pressewart Josef Kuhnert bezeichnet ihn als ein “physiologisches Wunder”.

Mit 36 Jahren erst eingestiegen

“Das Ausschlaggebende für seine Fitness ist, dass er seit mehr als 20 Jahren konstant Fußball spielt und nie größere Verletzungen hatte”, erklärt der 30-jährige Sohn. Bereits in seiner Heimat Polen hatte Sczurek große Freude am Fußball. Damals kickte er lediglich auf der Straße. Als er mit seiner Familie nach Deutschland kam, meldete er seine beiden Kinder im Fußballverein an. “Ich wurde dort vom Betreuer der Jugendmannschaft überredet, selber mit dem Fußball anzufangen. Das hat mir sofort großen Spaß gemacht”, erinnert sich der Fan von Hannover 96. 21 Jahre sind seitdem vergangen. Der Spaß daran, Teil einer Mannschaft zu sein, blieb bis heute. 

Sczurek ist ein Allrounder - und zwar in doppelter Hinsicht. Er wird nicht nur auf fast allen Positionen eingesetzt, sondern auch bei mehreren Mannschaften des TSV Marathon Peine . “Ich helfe immer dort aus, wo Bedarf ist. Ich habe daher oft zwei Spiele in einer Woche”, sagt er. Mit den ersten Herren spielt er in der 2. Kreisklasse . Der Aufstieg ist der große Traum des Vater-Sohn-Duos. Die Chancen stehen gut. Die Mannschaft zählt zu den Spitzenvereinen der Liga. Mit der zweiten Mannschaft hingegen hängt er im Tabellenkeller der 3. Kreisklasse fest. Auch bei der Ü 40 ist die Tabellensituation eher mau. Unabhängig davon, für welche Truppe er aufläuft, ist der Ehrgeiz immer groß. “Ich kann nicht gut verlieren”, sagt er lächelnd. Dementsprechend motiviert ist er auch beim Training, welches zweimal die Woche stattfindet. Meist ist er der Erste vor Ort. Lediglich die Tatsache, dass er die Wartezeit auf die Mitspieler mit einer Zigarette überbrückt, passt nicht ganz in seine Vorbildrolle.

Der Fußball-Oldie gilt als ein filigraner Techniker, der seine Mitspieler gerne umkurvt. Mit seinen technischen Fähigkeiten hat er seiner Mannschaft schon zu einigen Erfolgen verholfen: “Ich habe einmal mit den Altherren die Kreismeisterschaft und einmal die Stadtmeisterschaft gewonnen. Außerdem standen wir einmal im Finale um den Kreispokal”, erzählt er stolz. Sein größter Triumph ist allerdings, dass er die Gesetze des Älterwerdens offenbar außer Kraft gesetzt hat. Sein Erfolgsgeheimnis: “Man muss immer am Ball bleiben. Wenn man in meinem Alter einmal zwei oder drei Wochen aussetzt, geht einem im Spiel sofort die Puste aus.” Daher lässt Sczurek es gar nicht erst so weit kommen.

Weitere Folgen der Serie:

Teil 66: 500 Buden: Gerd Müller, der Bomber vom Neckar

Teil 65: Michael Wurst: Schräger Vogel mit drei Leben

Teil 64: Wäschefrau Johanna Bus: Mit Neururer fing alles an

Teil 63: Grotifant vom KFC Uerdingen: Der Rockstar unter den Maskottchen

Teil 62: Der treue Theele: 500 Ligaspiele in Folge

Teil 61: Kultfigur Paul Kluth: Mit 82 Jahren immer noch Schiri

Teil 60: Anton Plattner: Tiki-Taka mit dem Altmeister

Teil 59: Die Ibrahimis: Hier pfeift die Schiri-Familie

Teil 58: Hier kommt Kurt: Auch mit 81 noch der Macher

Teil 57: Mirko Kluges schlauer Plan: Kicken statt Langeweile

Teil 56: Talent-Spürnase Wimmer: Er förderte Schweini

Teil 55: Legende Burgbacher: Keine fliegt so schön

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