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"Außenseiter"|14.09.2020|11:30

Davari: Diesmal Außenseiter statt Favorit

"Sehr große Vorfreude": Daniel Davari.[Foto: imago]

Für die Nationalmannschaft des Iran bestritt Daniel Davari (32) einst vier Länderspiele, nahm 2014 an der WM in Brasilien teil. Mit Rot-Weiss Essen strebt der erfahrene Torhüter den Aufstieg aus der Regionalliga West in die 3. Liga an. Zunächst geht es aber am Montag (ab 18.30 Uhr) im DFB-Pokal gegen seinen Ex-Klub Arminia Bielefeld. Im FUSSBALL.DE-Interview spricht Davari über das Wiedersehen.

FUSSBALL.DE: Nur wenige Tage nach dem Saisonstart in der Regionalliga West treffen Sie mit Rot-Weiss Essen im DFB-Pokal auf Ihren früheren Verein Arminia Bielefeld. Wie groß ist die Vorfreude, Herr Davari?

Daniel Davari: Sehr groß. Der DFB-Pokal ist ein ganz besonderer Wettbewerb. In jedem Spiel geht es um Alles oder Nichts. Das steigert die Vorfreude und die Anspannung.

Beim bislang letzten Pokalduell zwischen beiden Vereinen standen Sie vor vier Jahren noch im Arminia-Kader. Welche Erinnerungen haben Sie an die Partie?

"Wir haben es im Verbandspokal auch selbst gemerkt, wie schwer es gegen Gegner aus unteren Ligen werden kann."

Davari: Ich habe die Partie von der Bank aus verfolgt und weiß noch, dass es ein sehr enges Spiel mit einem glücklichen Ende für die Arminia war. Wir hatten damals den Druck, als höherklassiger Verein die nächste Runde erreichen zu müssen. Als wir es dann im Elfmeterschießen geschafft hatten, war erst einmal tiefes Durchatmen angesagt. Diesmal sind die Rollen genauso verteilt. Die Arminia spielt sogar noch eine Liga höher als damals. Ich stehe aber diesmal auf der anderen Seite und hoffe jetzt auf eine Überraschung.

Wie würde Ihnen eine erneute Entscheidung im Elfmeterschießen gefallen?

Davari: Wenn wir am Ende als Sieger vom Platz gehen könnten, ist es mir - um ehrlich zu sein - wirklich egal, wie das zustande kommt. Ich hätte auch nichts dagegen, wenn wir nach 90 Minuten die Oberhand behalten. (lacht)

Schon bevor RWE am Finaltag der Amateure den Niederrheinpokal gewann, stand die Arminia als möglicher Gegner im DFB-Pokal fest. War das für Sie ein zusätzlicher Anreiz, die Qualifikation zu schaffen?

Davari: Von einer größeren Motivation würde ich nicht sprechen. Für uns alle war der Anreiz, das Endspiel gegen den 1. FC Kleve zu gewinnen und Pokalsieger zu werden. Das war für uns ein gelungener Saisonstart. Dass im DFB-Pokal jetzt auch noch ein Bundesligist und mein ehemaliger Verein auf uns wartet, war ein angenehmer Nebeneffekt.

Gibt es noch Verbindungen zum Verein oder zu früheren Mitspielern, von denen ja einige nach wie vor zum Bielefelder Kader gehören?

Davari: Es stimmt, dass noch einige Spieler aus meiner Zeit nach wie vor für die Arminia am Ball sind. Zu ihnen besteht aber - im Gegensatz zu anderen ehemaligen Teamkollegen - kein Kontakt mehr. Dennoch freue ich mich auf das Wiedersehen.

RWE gilt in der Regionalliga West als Titelfavorit, die Arminia ist in die Bundesliga aufgestiegen. Wie schätzen Sie den Unterschied zwischen beiden Teams ein?

Davari: Wir treffen als Viertligist auf einen Erstligisten. Das sagt eigentlich schon alles über den Unterschied aus. Allerdings sind Pokalspiele nie einfach, auch wenn mehrere Spielklassen zwischen den Teams liegen. Wir haben es im Verbandspokal auch selbst gemerkt, wie schwer es gegen Gegner aus unteren Ligen werden kann.

Worauf wird es ankommen, um eine Überraschung schaffen zu können?

Davari: Die Arminia verfügt naturgemäß über eine höhere Qualität im Team. Wir müssen versuchen, diesen Nachteil durch defensive Stabilität, hohe Lauf- und Einsatzbereitschaft sowie große Leidenschaft wettzumachen. Wenn uns das gelingt, dann können wir auch einem Bundesligisten das Leben schwermachen. Dazu benötigt man als Außenseiter sicherlich auch das nötige Quäntchen Glück.

Wie schwer wiegt der Nachteil, dass keine Fans im Stadion dabei sein können?

Davari: Gerade die Fans machen einen Verein wie RWE aus. Mit ziemlicher Sicherheit wäre das Pokalspiel ausverkauft gewesen. So etwas kann und muss die Mannschaft beflügeln. Von daher ist es definitiv ein Nachteil für uns, in einem fast leeren Stadion spielen zu müssen. Wir können es aber nicht ändern und müssen die Situation so annehmen.

Hat diese Situation auch beim enttäuschenden 1:1 gegen den Aufsteiger SC Wiedenbrück am ersten Spieltag der Regionalligasaison eine Rolle gespielt?

Davari: Das denke ich schon. Es war ganz bestimmt nicht der einzige Grund dafür, dass wir die Partie nach unserer Führung noch aus der Hand gegeben haben. Da müssen wir uns zweifellos auch an die eigene Nase fassen. Dennoch bin ich davon überzeugt, dass es mit unseren Fans im Rücken anders gelaufen wäre.

In der abgelaufenen Saison war der junge Jakob Golz Stammtorhüter bei RWE, jetzt sind Sie die Nummer eins. Waren Sie sich schon bei Ihrem Wechsel von Rot-Weiß Oberhausen an die Hafenstraße sicher, den Platz zwischen den Pfosten zu erobern?

Davari: Sicher sein kann man sich in diesem Geschäft und auf diesem Niveau niemals. Das wäre auch respektlos gegenüber dem Teamkollegen und Konkurrenten. Dass es jedoch mein klares Ziel war, auch in Essen auf dem Platz zu stehen, ist kein Geheimnis. Entscheidend ist aber immer die Leistung.

Wie sind Ihre bisherigen Eindrücke von Ihrem neuen Verein?

Davari: Sehr positiv. RWE ist ein super Verein mit wahnsinnigen Möglichkeiten. Schon in den ersten Wochen in Essen habe ich gemerkt, wie sehr sich hier jeder nach dem sportlichen Erfolg sehnt. Wir haben ausgezeichnete Bedingungen, ein professionelles Umfeld und ein hervorragendes Trainerteam. Jetzt liegt es an uns Spielern.

Als Zielsetzung wurde - nicht zum ersten Mal - der Aufstieg in die 3. Liga ausgegeben. Wie schätzen Sie die Chancen ein?

Davari: Jeder Einzelne will es in die 3. Liga schaffen. Das gilt für mich, aber auch für alle anderen. Das Team ist gefordert, die vorhandene Qualität auf den Platz zu bringen. Erst recht, nachdem unser erstes Spiel nicht zufriedenstellend verlaufen ist.

Erhöht es noch die Motivation, dass RWE schon so oft gescheitert ist?

Davari: Ich weiß, dass es der Verein schon seit vielen Jahren versucht, in die 3. Liga zu kommen. Es bringt aber nichts, sich mit der Vergangenheit zu beschäftigen. Wir sollten den Blick nur nach vorne richten und uns auf unsere Leistung konzentrieren.

Könnte ein erfolgreiches DFB-Pokal-Spiel dem Team noch einen zusätzlichen Schub für die Liga geben?

Davari: Schaden würde es definitiv nicht. (lacht) Jeder Mannschaft würde ein Sieg gegen einen Bundesligisten Selbstvertrauen geben. Bis dahin ist es noch ein sehr weiter Weg. Wir werden aber alles dafür in die Waagschale werfen.

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