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Zum Kotzen |22.07.2019|09:45

David Loheider: Vor "Quälix" Magath übergeben

Trainingslager mit besonderer Härte: Felix Magath (Mitte) gilt als "Quälix".[Foto: Getty Images]

Wieder einmal hat es den FC Schalke 04 nach Herzlake verschlagen. Unter dem neuen Trainer David Wagner machten sich die Gelsenkirchener im Emsland fit für die neue Saison. Wie vor zehn Jahren, als Felix Magath seinen Dienst als Trainer und Manager beim Ruhrpottklub antritt und als erste Amtshandlung zur körperlichen Ertüchtigung nach "Schmerzlake" bittet.

Unter diesem Begriff hat auch David Loheider die 4000 Einwohner zählende Samtgemeinde in Erinnerung. Im Sommer 2008 darf der heutige Stürmer des Oberligisten Hammer SpVg als Jungprofi des FC Schalke mit ins Trainingslager der Königsblauen nach Herzlake. Es wird eine prägende Erfahrung, nicht nur weil Loheider plötzlich mit Stars wie Manuel Neuer, Marcelo Bordon und Kevin Kuranyi auf dem Platz steht...

FUSSBALL.DE: David Loheider, verspüren Sie noch einen leichten Reiz im Hals, wenn Sie das Wort Herzlake hören?

David Loheider: (lacht) Zum Glück nicht mehr, das ist ja schon ein paar Jahre her. Es war auf jeden Fall ein Erlebnis, das ich nicht mehr vergessen werde.

"Wenn Sie noch sprechen können, wird es ja wohl so schlimm nicht sein"

Erzählen Sie bitte!

Loheider: Ich kam aus der Schalker U 19 und hatte gerade meinen ersten Profivertrag unterschrieben, als ich mit den Profis ins Trainingslager nach Herzlake fahren durfte. Ich war sehr aufgeregt, denn natürlich ist für mich als Schalker ein Traum in Erfüllung gegangen. Ich bin ja schon seit meinen Kindertagen ein S04-Fan und habe seit dem 13. Lebensjahr in der Knappenschmiede gespielt.

Und dann kam Felix Magath...

Loheider:  Genau! Man hatte ja vorher schon viel von ihm und seinen gefürchteten Trainingsmethoden – unter anderem das berühmte Zirkeltraining mit Medizinbällen – gehört, er wirkte auch sehr autoritär und man hatte sehr viel Respekt vor ihm, gerade als junger Spieler. Für mich stand aber natürlich erst einmal im Vordergrund, die Profis und die Abläufe dort kennen zu lernen. Die Jungs waren alle sehr nett und haben mir das Eingewöhnen leicht gemacht, vor allem Manuel Neuer hat sich auch um mich sehr gekümmert. Manu kannte das ja aus eigener Erfahrung, er hatte ja selber den Weg von der Schalker Jugend zu den Profis hinter sich.

Und dann kam das erste Training unter Felix Magath.

Loheider:  Ich weiß nicht mehr genau, ob es der zweite oder dritte Tag in Herzlake war. Jedenfalls begann unser Programm immer morgens mit einer Laufeinheit. Treffen war um 6.45 Uhr auf dem Platz, vor dem Frühstück. Dann ging es mit Intervall-Läufen los. Nach einer halben Stunde merkte ich, wie sich mein Magen umdrehte und ich würgen musste. Ich bin zum Trainer gegangen und habe gesagt: 'Herr Magath, ich kann nicht mehr, ich muss mich gleich übergeben!' Daraufhin hat er nur erwidert: 'Wenn Sie noch sprechen können, wird es ja wohl so schlimm nicht sein...'

War es aber?

Loheider:  Ja! Nachdem wir die Läufe endlich hinter uns hatten und zurück zum Hotel gelaufen sind, bin ich kurz ins Gebüsch abgebogen.

Was hat Felix Magath dazu gesagt?

Loheider:  Mit seinem typischen ironischen Grinsen: 'Jetzt können Sie aber wirklich nicht mehr.' Als wir uns kurz darauf beim Frühstück wiedergesehen haben und ich gerade ein Brötchen in der Hand hatte, meinte er noch: 'Ah, jetzt können Sie ja schon wieder essen.'

War Ihnen der Vorfall sehr peinlich?

Loheider:  Natürlich habe ich mich ein wenig geschämt, denn man will sich ja als junger Spieler bei den Profis beweisen. Zum Glück haben alle super reagiert, auch Felix Magath hat mir das nicht übel genommen, wenn man das so sagen kann (lacht) . Im Gegenteil, für ihn war es, glaube ich, eher eine Bestätigung, dass die Spieler bei seinem Training an die Grenzen gehen müssen und sogar darüber hinaus.

Und was haben Ihre neuen Mitspieler zu dem Vorfall gesagt?

Loheider:  Kevin Kuranyi ist zu mir gekommen und hat gesagt: Mach dir nichts daraus, das ist mir auch schon mal passiert, nach Treppenläufen. Das war noch zu seiner Stuttgarter Zeit.

Wie ging es für Sie auf Schalke weiter?

Loheider:  Leider nicht gut, aber nicht wegen dieser besagten Szene. Ich habe mir noch im Laufe des Trainingslagers in Herzlake den Fuß gebrochen, schon zum zweiten Mal. Eine sehr komplizierte und langwierige Geschichte, insgesamt bin ich 24 Monate lang ausgefallen und musste viermal operiert werden. Zwischenzeitlich stand sogar meine Fußballer-Karriere komplett auf dem Spiel, weil ein Spezialist aus Stuttgart mir einen sogenannten 'toten Knochen' diagnostiziert hatte und mir ein Teil des Knochens aus dem Oberschenkel ins Fußgelenk transplantiert werden musste.

Nach zwei Jahren in der Schalker U 23 haben Sie bei verschiedenen Vereinen in der Regionalliga gespielt - Oberhausen, Wilhelmshaven, Goslar, Rödinghausen und Wiedenbrück –, ehe Sie nun zum zweiten Mal beim Oberligisten Hamm gelandet sind. Gibt es bei der HSV unter Trainer René Lewejohann auch solche Trainingslager wie einst unter Magath?

Loheider:  (lacht) Nein, zum Glück nicht! Gerade jetzt, in der Vorbereitung, geht es bei 'Lewe' auch zur Sache, aber das ist nicht mit Felix Magath und Herzlake vergleichbar. Für uns geht es nun darum, die Voraussetzungen für eine bessere Saison als die letzte zu schaffen, als Hamm nur so eben den Klassenerhalt geschafft hat. Wir haben eine junge, ehrgeizige Truppe, in der ich als inzwischen schon etwas erfahrener Spieler vorangehen und meinen Teil dazu beitragen möchte, dass wir möglichst früh nichts mit dem Abstieg zu tun haben.

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