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Kultfigur |10.08.2018|09:55

Dennis Peters bringt Trier auf Hochglanz

Als Vorsitzender mit am Ball: Dennis Peters (3.o.r.) schoss in der vergangenen Saison gleich 21 Tore.[Foto: Andreas Arens]

„Der Fußball ist eine Liebe, die einen nie loslässt“, bekennt Dennis Peters. Der 34-Jährige ist beim SV Alemannia Trier 2013 an vielen Fronten aktiv und hat das Image eines Vereins, der in der Vergangenheit nicht immer auf der Sonnenseite stand, wieder kräftig aufpoliert.

„Mit 13, 14 Jahren war fußballerisch bei mir eigentlich alles schon gelaufen“, erinnert sich Peters. Gerade hatte er sich zum zweiten Mal den Oberschenkel gebrochen, ans Kicken war vorläufig nicht mehr zu denken. „Auf die Dauer nur im Fitnessstudio zu trainieren, hat mich aber letztlich nicht so richtig erfüllt“, erinnert er sich. Beim SV Trier-West unternahm er Anfang dieses Jahrzehnts einen neuen Anlauf. Als der Spielbetrieb dort zum Erliegen kam, setzte Peters aber erneut aus. Im Freizeit- und Hobbybereich unternahm er dann einen weiteren Anlauf. Mit den Mitarbeitern seiner Firma für Rohstoffhandel, Containerdienst und Industrieentsorgung gründete er eine Betriebsmannschaft. „Dann kam der Gedanke und das Ziel, einen eigenen Verein zu gründen“, blickt Peters auf das vorletzte Frühjahr zurück. Den SV Alemannia Trier 2013 gab es zwar noch, er nahm aber nach einigen wirtschaftlichen und disziplinarischen Turbulenzen nicht mehr am Spielbetrieb teil.

Peters übernahm den Klub, ließ sich zum Vorsitzenden wählen, beglich Altlasten im unteren vierstelligen Bereich und avancierte noch dazu zum Trikotsponsor. Bis alles organisiert und die Mannschaft zusammengestellt war, bedurfte es jedoch einiger Anstrengungen. „Wir mussten vieles regeln, Gespräche mit der Stadt Trier, dem Fußballverband Rheinland und natürlich mit potenziellen Spielern standen an. Es galt auch, neues Vertrauen zu gewinnen. Das ging über mehrere Wochen. Sogar meine Firma hat in dieser Phase darunter gelitten“, blickt der sechsfache Familienvater auf jede Menge Kleinarbeit zurück.

In unmittelbarer Nachbarschaft zum SV Eintracht Trier 05 startete der SV Alemannia dann auf dem Kunstrasenplatz des Moselstadions in die Saison 2017/2018 der Kreisliga D Trier/Eifel – und wie: Am Ende stand mit 148:33-Toren und stolzen 56 Punkten aus 24 Spielen der zweite Platz hinter der SG Langsur II. Gleich 21 Tore steuerte Peters selbst bei. Der Vizetitel hatte wiederum den Aufstieg in die Kreisliga C Trier/Eifel zur Folge. Unter dem neuen Trainer Yadi Görür sorgte die Alemannia zuletzt schon in der Sommervorbereitung für Aufsehen, als man im Turnier um den Pokal des Oberbürgermeisters der Stadt Trier erst im Finale von der SG Zewen gestoppt wurde.

"Was er anfängt, bringt Dennis auch zu Ende – ein Mann, ein Wort"

Die Euphorie hält beim einst so verkannten Verein aus dem Trierer Norden an. „Daran hat Dennis großen Anteil. Er ist ein richtig guter Typ“, weiß Alemannia-Edelfan Eugen Dier. Peters' Kumpel und Mitspieler Christian Weyand lobt das Durchsetzvermögen des mitspielenden Vorsitzenden: „Was er anfängt, bringt Dennis auch zu Ende – ein Mann, ein Wort.“ Dass er keine Angebote aus dem Ausland annahm, sondern nun in der Kreisliga C coacht, liegt für Trainer Görür – der Weltenbummler war schon bei verschiedenen Profivereinen besonders in seiner türkischen Heimat aktiv und zuvor Trainer bei Lok Tiflis in Georgien – besonders an Peters: „Sicher muss ich ein paar Abstriche machen, was meine sportlichen  Ansprüche angeht. Die Stimmung im Verein ist aber sehr gut. Dafür tut Dennis einiges.“

Die soziale Ader des Alemannia-Chefs ist zudem ausgeprägt. Zuletzt organisierte er mithilfe seiner Vereinskameraden binnen weniger Tage ein Benefizturnier zugunsten der Hinterbliebenen eines beim Schwimmen in der Mosel tödlich verunglückten 19 Jahre jungen Familienvaters.

Rein sportlich soll es auch nach dem Aufstieg ambitioniert weitergehen. Unter Druck setzt sich Dennis Peters aber nicht. Dafür hat er auch in seiner Laufbahn als Fußballer schon zu viel mitgemacht.

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