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Themenwoche Flüchtlinge |11.09.2015|10:00

DFB-Flüchtlingshilfe bis 2019 verlängert

Die verbindende Kraft des Fußballs wird auch beim Thema Flüchtlinge deutlich. [Foto: Imago]

Flüchtlinge – weltweit rennen Millionen um ihr Leben oder eine bessere Zukunft, viele flüchten mit ihrer Familie vor der Gewalt der Waffen, zehntausende beantragen Asyl in Deutschland. Flüchtlinge – das ist auch eine Aufgabe, die heute fast jede Gemeinde und auch immer mehr Fußballklubs beschäftigt. Die DFB-Stiftung Egidius Braun unterstützt Vereine, deren hochwirksames Engagement oft genug kommunale Engpässe überbrücken hilft. Die Initiative „1:0 für ein Willkommen“ der Braun-Stiftung, der Nationalmannschaft und der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration hat einen Nerv getroffen. Mittlerweile haben 600 Fußballvereine aus ganz Deutschland eine Förderung beantragt.

Nun wird die DFB-Flüchtlingsinitiative um drei Jahre verlängert. "Kleine und kleinste Fußballvereine im ganzen Land bieten den ankommenden Menschen in unserem Land ein Stück neue Heimat. Das bleibt über die nächsten Jahre ein Dauerthema. Deshalb verlängern wir unsere Kampagne '1:0 für ein Willkommen' bis Ende 2019", sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach am Donnerstagabend in der ZDF-Gala "Menschen auf der Flucht".

Die Initiative "1:0 für ein Willkommen" war ursprünglich für den Zeitrahmen 2015 und 2016 angelegt und mit 600.000 Euro budgetiert. Die Projektleitung hat die DFB-Stiftung Egidius Braun, Geldgeber sind der DFB, die Nationalmannschaft und die Beauftragte der Bundesregierung für Migration und Flüchtlinge, Aydan Özoguz. Am Montag hatten die Europäische Fußball-Union UEFA und die Bundesregierung die zur Verfügung stehenden Mittel um je 50.000 Euro aufgestockt. Nun wird die Flüchtlingshilfe auch zeitlich noch mal deutlich ausgebaut. Einzelheiten der Finanzierung müssen noch geklärt werden. Der DFB hat für die Verlängerung von 2017 bis 2019 eine Budgeterhöhung in Höhe von 900.000 Euro zugesagt.

Ein neues Zuhause

"Alles, was wichtig ist, um Integration zu leisten, findet sich bei einem Fußballverein wieder"

Wir haben einen Verein im Saarland besucht. Stefan Kunz hat einen langen Weg vor sich. Der Vertriebsleiter einer Software-Firma muss zum Termin nach Nürnberg. Vom nördlichen Saarland aus verbringt er pro Fahrt knapp vier Stunden auf der Autobahn. Ein Klacks im Vergleich zu dem Weg, den Flüchtlinge auf sich nehmen, um nach Deutschland zu kommen. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 200.000 Asylanträge gestellt – dreimal so viele wie noch 2012. Soviel steht bekanntlich längst fest: 2015 werden die Zahlen weiter steigen.

Zum Europameister hat es für den (Fast-)Namensvetter des Lauterer Vorstandsvorsitzenden nicht gereicht. Immerhin, dieser Stefan Kunz ist 1. Vorsitzender der SG Bostalsee. Deren 1. Mannschaft schrieb mit dem Sprung in die Landesliga gerade ihr persönliches Sommermärchen. Ein Stück abseits des Platzes leistet Kunz‘ Klub aus der Gemeinde Nohfelden, im nördlichen Saarland idyllisch zwischen Kaiserslautern und Trier gelegen, ebenfalls Bemerkenswertes. Die seit neun Jahren bestehende Spielgemeinschaft aus den Ortsteilvereinen SC Bosen und FV Gonnesweiler mit 680 Vereinsmitgliedern macht sich für die Integration von syrischen Kriegsflüchtlingen stark. Den Neuankömmlingen bietet man nicht nur fußballerisch ein neues Zuhause.

Welle der Hilfsbereitschaft

Die beiden 1.200-Seelen-Dörfer hat eine Welle der Hilfsbereitschaft ergriffen. „Heimat ist dort, wo man sich anerkannt fühlt. Das geht hier sehr gut“, sagt der 54-jährige Kunz. Dafür gehen der diplomierte Sozialpädagoge und ein Team aus rund 25 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern mit individuellen Aufgaben tagtäglich zeitlich und finanziell an ihre Grenzen. Mit dem Erlass des Mitgliedsbeitrags und der Bereitstellung von Fußballausrüstung allein ist es nicht getan. Für die neuen Nachbarn aus Vorderasien organisieren die Vereine unter anderem Sprach- und Kochkurse, helfen bei Behördengängen und vermitteln Praktikumsplätze bei ortsnahen Firmen. „Die Belastung für uns ist schon sehr, sehr hoch. Aber wenn man die Dankbarkeit der Flüchtlinge sieht und merkt, dass man einem Menschen in seiner größten Not helfen kann, möchte man es immer wieder tun“, sagt Kunz.

Mohamad Tarek Abdulhamid und Mohamad Sharik Abdulkarim, beide in den jungen Zwanzigern, zwangen Bürgerkrieg und IS-Terror zur gemeinsamen Flucht aus ihrer zerstörten Heimatstadt in Syrien. Sie landeten im Saarland. Der Fußball brachte Hoffnung, Freude und Zuversicht zurück. „Syrer sind absolut fußballverrückt“, erzählt Kunz mit einem Lachen.

30 der 39 Neu-Nohfeldener zwischen 18 und 45 Jahren sind heute Mitglied im Verein. Fünf von ihnen stehen sogar im Kader der zweiten Mannschaft der SG Bostalsee – darunter Tarek und Sharik. Das bundesweite Engagement der Fußballvereine beobachtet man auch im fernen Berlin. Etwa von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration. „Die Aufnahme von Flüchtlingen ist derzeit eine der wichtigsten Aufgaben. Die Politik steht vor großen Herausforderungen. Deshalb bin ich dankbar für das Engagement der vielen Ehrenamtlichen, die sich darum bemühen, Flüchtlingen das Ankommen in Deutschland zu erleichtern. Gerade der Fußball hat die Kraft, Menschen auch über kulturelle Unterschiede hinweg zusammen zu bringen und den gesellschaftlichen Zusammenhang zu stärken“, sagt Staatsministerin Aydan Özoğuz.

900.000 Euro zur Verfügung

Seit Mitte März fördern die DFB-Stiftung Egidius Braun, die Nationalmannschaft und die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration mit der gemeinsamen Initiative „1:0 für ein Willkommen“ Flüchtlingsarbeit im Fußballverein. Insgesamt stellen die Partner in diesem und dem nächsten Jahr zusammen 900.000 Euro für die Unterstützung von bis zu 1.200 Fußballvereinen zur Verfügung, nachdem die Mittel gerade nochmal aufgestockt wurden.

Hier geht es zur Service-Broschüre "Willkommen im Verein" vom DFB und der Bundesregierung. Dort findet Ihr alle wichtigen Informationen zum Thema Flüchtlinge, Fußball und Integration in den Vereinsbetrieb.

Mittlerweile beteiligen sich 600 Vereine aus der gesamten Bundesrepublik an der Aktion. Der Geschäftsführende Stiftungsvorsitzende Eugen Gehlenborg zieht ein positives Zwischenfazit: „Die zusammen mit der Politik initiierte, sehr erfolgreiche Flüchtlingsinitiative verdeutlicht einerseits, dass Integration ein Bestandteil der Alltagsarbeit in den Fußballvereinen ist. Andererseits wird dadurch einmal mehr die verbindende Kraft des Fußballs bestätigt“, so der DFB-Vizepräsident für Sozial- und Gesellschaftspolitik. „Es ist zudem ein Beleg dafür, dass der Fußball als Volkssport seiner sozialen Verantwortung gerecht wird.“

Den pauschalen Zuschuss in Höhe von 500 Euro kann jeder deutsche Fußballverein beantragen, der einem DFB-Landesverband angeschlossen ist und ein Engagement für Flüchtlinge nachweisen kann. Fast 500 Anträge wurden bereits bewilligt. In den DFB-Landesverbänden Baden, Bayern, Niedersachsen und Württemberg sind die Mittel für dieses Jahr vorerst erschöpft. Allerdings gehen erfolgreiche Anträge nicht verloren und gelangen auf eine Warteliste.

Bei Stefan Kunz und seinen Mitstreitern im Saarland ist der Scheck mittlerweile eingetroffen. „Die Förderung der DFB-Stiftung Egidius Braun hilft uns sehr. Wir sind für die Solidarität sehr dankbar“, sagt Kunz. Der Obolus soll in Fußballschuhe, Schienbeinschoner und Lehrmaterial für den Sprachkurs fließen: „Denn die Sprache ist der Schlüssel, um alle Türen zu öffnen.“

Auch die Profis packen an

Das Engagement für Flüchtlinge endet nicht an der Fußballbasis. Auch der Profifußball packt mit an. Zusammen mit der Beauftragten der Bundesregierung verwirklicht die Bundesliga-Stiftung ein eigenes Flüchtlingsprojekt. Im Rahmen der Initiative „1:0 für ein Willkommen“ wurden zudem bereits die Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth und Eintracht Braunschweig bei ihrem Engagement für Flüchtlinge unterstützt. „Wir sind ein Verein, der in der Stadt Braunschweig und in der Region schon seit vielen Jahren und in unterschiedlichsten Bereichen seiner sozialen Verantwortung gerecht wird. Es ist unsere Pflicht, im Rahmen unserer Möglichkeiten notleidenden Menschen in unserem Umfeld zu helfen. Wir mussten darüber nicht lange nachdenken“, sagt Eintracht-Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt.

Der ehemalige Bundesligist übergab Trikotsätze, sammelte 400 Paar Sportschuhe und spendete 6000 Euro aus einer Versteigerungsaktion. „Mit dem Geld der DFB-Stiftung wird künftig zweimal in der Woche ein Fußballtrainer die Jugendlichen trainieren. Ziel ist es, die Spieler so auch in die lokalen Fußballvereine zu integrieren“, erklärt Voigt.

„Eine Gemeinschaft, ein klares Regelwerk und intensive Emotionen: Alles, was wichtig ist, um Integration zu leisten, findet sich bei einem Fußballverein wieder“, betont Kunz und spricht damit bestimmt dem DFB-Ehrenpräsidenten Egidius Braun aus der Seele. Denn Fußball ist bekanntlich mehr als ein 1:0.

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