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Einst mit Reus |27.05.2017|18:00

Di Gregorio: Mit Reus zum größten Erfolg

Einst mit Marco Reus (rechtes Bild, 2. von links) und Kevin Großkreutz (rechtes Bild, rechts) in der 2. Bundesliga für Rot Weiss Ahlen im Einsatz: der heutige Verbandsliga-Spielertrainer Baldo di Gregorio (links). [Foto: Getty Images, Bieckmann / Collage: FUSSBALL.DE]

Er wurde in der Jugend von einem englischen Fußballmagazin höher gehandelt als Zlatan Ibrahimovic, Andrés Iniesta und Arjen Robben. Barcelona, Liverpool und weitere europäische Top-Teams wollten ihn verpflichten. Doch Baldassare „Baldo“ di Gregorio entschied sich für seine Familie und blieb in Deutschland. Den Sprung in den Profifußball schaffte er trotzdem. Der größte Erfolg seiner Karriere? Eine Regionalliga-Meisterschaft mit Marco Reus. Heute lässt der 33-Jährige als Spielertrainer seine aktive Karriere ausklingen und betreibt nebenbei seine eigene Fußballschule.

Das Jahr 2001 hätte für Baldo di Gregorio zum Sprungbrett werden können. Bei der U 16-Europameisterschaft machte er auf sich aufmerksam, besiegte mit Deutschland den späteren Titelgewinner Spanien um die heutigen Weltstars Andrés Iniesta und Fernando Torres. Beim 2:0-Sieg trug er sich gemeinsam mit Piotr Trochowski in die Torschützenliste ein. Erfolge, die nicht unerkannt blieben. Das englische Magazin FourFourTwo sah ihn im Ranking der besten 100 Nachwuchsspieler der Welt auf Platz 19. Einen Platz vor Iniesta, acht Plätze vor Arjen Robben und 16 Plätze vor Zlatan Ibrahimovic.

Top-Mannschaften aus Italien, England und Spanien hatten den Deutsch-Italiener auf dem Zettel. Er hielt jedoch seinem Verein Eintracht Frankfurt die Treue. „Weg von der Familie in ein neues Land, eine neue Umgebung mit einer neuen Fremdsprache – das war der größte Schritt, den ich nicht gehen konnte, vor dem ich zu große Angst hatte“, erzählt der 33-jährige Innenverteidiger im Gespräch mit FUSSBALL.DE.

Heute bereut di Gregorio seine damalige Entscheidung. Während Mario Gomez und Bastian Schweinsteiger, seine damaligen Mitspieler aus den U-Nationalmannschaften, den Sprung bis in die A-Nationalmannschaft schafften, kam er selbst in seiner Karriere nie über die zweite Bundesliga hinaus. Doch er kennt auch die Kehrseite der Medaille: „Hätte ich es anders gemacht, wäre ich jetzt vielleicht ganz oben, hätte aber keine Familie mit zwei Kindern.“

"Hätte ich es anders gemacht, wäre ich jetzt vielleicht ganz oben, hätte aber keine Familie mit zwei Kindern"

Von der Fußballwelt hat er trotzdem viel gesehen. In den vergangenen 14 Jahren schnürte er für insgesamt zwölf verschiedene Vereine die Schuhe. Seine längste Zeit verbrachte er bei Rot Weiss Ahlen . Dem Verein aus dem Münsterland blieb er insgesamt vier Jahre treu. Mit Erfolg. Zusammen mit den beiden Nachwuchskickern Marco Reus und Kevin Großkreutz feierte er 2008 die Regionalliga-Meisterschaft und damit den Aufstieg in die zweite Bundesliga. „Wir hatten schon eine geile Truppe“, sagt Baldo di Gregorio. „Wir waren No Names. Wir hatten keine Kohle. Wir hatten nicht mal den Etat von einer Regionalligamannschaft und haben in der zweiten Bundesliga die Klasse gehalten. Das war schon stark.“

Nach einem Zweitligajahr verließen Reus und Großkreutz 2009 den Verein in Richtung Bundesliga. Ein Jahr später ging auch Baldo. Für Ahlen bestritt er insgesamt 49 Zweitligaspiele. Bei Arminia Bielefeld kamen in der Folgesaison noch 21 weitere hinzu.

Neben den Erfahrungen im deutschen Profifußball sammelte di Gregorio auch Spielpraxis im Ausland. In Bulgarien kickte er für Slavia Sofia, im Iran für den Gostaresh Foolad FC. „Im Nachhinein habe ich mich jedes Mal gefreut, ein neues Land und eine neue Kultur kennenzulernen. Das hat mich gereizt. Was in diesen Ländern aber gefehlt hat, war das taktische Verständnis“, erzählt di Gregorio. Ein kurzes Gastspiel hatte der Südländer 2014 beim NFC Orlandina in Italien. „Für mich war es immer ein Wunsch, am Strand Fußball zu spielen.“

Ende 2014 ging di Gregorio zurück in die Frankfurter Heimat. „Ich hatte noch die eine oder andere Anfrage, in der dritten Liga zu spielen. Aber meine Frau war hochschwanger in der Zeit und wir wollten, dass das Kind hier geboren wird und aufwächst.“ Nach einem Spielertrainer-Job bei Germania Schwanheim kommt er inzwischen der gleichen Aufgabe beim Verbandsligisten Spielvereinigung Oberrad 05 nach. „Ich bin seit meinem siebten Lebensjahr hier in Oberrad aufgewachsen. Es ist im Prinzip mein Heimatverein.“

In der kommenden Saison wird er mit seinem Team nur noch in der Gruppenliga spielen. Den Abstieg konnte er nicht verhindern. Als er das Team nach acht Spieltagen übernahm, hatte seine Mannschaft nur einen Punkt auf dem Konto. Zu wenig, um am Ende noch den Klassenerhalt zu schaffen. „Ich bin keiner, der dann die Segel streicht und geht.“

Parallel zu seinem Job in Oberrad macht der Deutsch-Italiener aktuell eine Umschulung im Bereich Marketing-Kommunikation und baut weiter seine eigene Fußballschule auf. „Ich möchte den Kindern von meinen Erfahrungen etwas mitgeben. Eine schönere Anerkennung als das Gesicht eines Kindes, das dich anlacht und Spaß hat, gibt es nicht.“ Aktuell bietet er sein Programm nur in den Ferien an. Ab Sommer soll noch das Fördertraining dazu kommen.

Doch erst einmal steht für Baldo di Gregorio am Samstag das DFB-Pokalfinale im Terminkalender. Als Frankfurter Junge drückt er seiner Eintracht die Daumen. Auch wenn es gegen seinen ehemaligen Teamkollegen Marco Reus geht: „Ich gönne Marco alle Titel, die er noch holen kann. Außer dieses Jahr den DFB-Pokal“, sagt er und lacht. Sieht man von zwei Supercupsiegen mit dem BVB ab, feierte Reus, Deutschlands Fußballer des Jahres 2012, den einzigen Vereinstitel seiner Karriere mit Baldo gemeinsam. Eine halbe Autostunde vom Berliner Olympiastadion entfernt. 2008 beim Auswärtsspiel in Babelsberg. „Meine schönste Zeit im Fußball“, schwärmt di Gregorio.

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