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Organisator |09.07.2020|11:00

Dietrich: "Ich wurde von vielen belächelt"

"Schnell an neuen Vornamen gewöhnt": Siggi Dietrich zur Fusion mit Eintracht Frankfurt.[Foto: imago]

Der 31. Oktober 1970 markiert einen Meilenstein in der Geschichte des deutschen Frauenfußballs - er wurde an diesem Tag vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) offiziell in seine Satzung aufgenommen. Seitdem sind bald 50 Jahre vergangen. Fünf Jahrzehnte, in denen viele Persönlichkeiten den Weg bereitet haben. Sie haben gestaltet, motiviert und inspiriert - damals wie heute 50 Jahre, 50 Gesichter: In der großen Serie zum Jubiläum rückt FUSSBALL.DE Persönlichkeiten aus dem Frauenfußball in den Fokus. Heute: Siegfried Dietrich, Manager des 1. FFC Frankfurt. Seit mehr als zwei Jahrzehnten kämpft er für das Entwicklungspotenzial im Frauenfußball - künftig unter dem Dach von Eintracht Frankfurt.

Eine der wichtigsten Schaltstellen im deutschen Frauenfußball liegt hinter hohen Hecken in der Kastellstraße im Frankfurter Stadtteil Heddernheim. Hier laufen bei Siegfried Dietrich mit seiner Agentur SIDI-Sportmanagement die Fäden für den Frauen-Bundesligisten 1. FFC Frankfurt zusammen. Als Manager und Investor steht der 63-Jährige für die professionelle Organisationsstruktur und Vermarktung eines Frauenfußballvereins, der mit sieben Deutschen Meisterschaften, neun Pokalsiegen und vier internationalen Titeln Meilensteine gesetzt hat. "Als ich damals mit dem Frauenfußball begann, wurde ich von vielen belächelt und für verrückt erklärt. Heute klopfen mit einige von denen auf die Schulter", sagte der in Marburg geborene Sohn eines Theologieprofessor bereits vor knapp zehn Jahren.

Mit seiner Ernennung zum Vorsitzenden des DFB-Ausschusses Frauen-Bundesligen im September 2019 trägt er eine bedeutende Mitverantwortung für das große Ganze. Dass die FLYERALARM Frauen-Bundesliga in der Corona-Krise am letzten Mai-Wochenende als erste europäische Frauen-Profiliga den Spielbetrieb wieder aufnahm, war auch seinem Wirken und nicht zuletzt auch seinen Verbindungen zu verdanken. Dietrich sah in dem Re-Start einen "historischen Moment". Er ist ein unermüdlicher Netzwerker, der voller Überzeugung für die Belange und Geschlossenheit des Frauen- und Mädchenfußball-Entwicklung kämpft.

1. FFC Frankfurt: Simples Erfolgsrezept

"Als ich damals mit dem Frauenfußball begann, wurde ich für verrückt erklärt"

Alles fing damit an, dass ihm Anfang der 90er-Jahre bei einem Heimspiel des damaligen Frauen-Bundesligisten SG Praunheim die geringe Zahl der Werbebanden auffiel. Mit der damaligen Trainerin und späteren FFC-Vorsitzenden Monika Staab kam er schnell überein, für einen professionelleren Rahmen zu sorgen. Bis dahin hatte der gelernte Sportphysiotherapeut, der auf der ATP-Tour mit Tennis-Größen wie Boris Becker oder Gabriela Sabatini in Berührung kam, bereits Eiskunstlauf-Galas mit Katarina Witt, Jugendweltranglisten-Tennisturniere oder Veranstaltungen wie den "Frankfurter Abend des Sports" organisiert. Mit dem Pionier Dietrich hielten im Frauenfußball Pressekonferenzen, VIP-Räume und hochkarätige Sponsoren Einzug, was in dieser Zeit längst noch nicht üblich war.

Das Geschäftsprinzip - und gleichzeitig Erfolgsrezept - für den 1998 gegründeten 1. FFC Frankfurt war recht simpel: Dietrich pachtete vom Verein die Vermarktungsrechte und garantierte dafür ein jährliches Budget. In seinem Büro gaben sich die bekanntesten Gesichter die Klinke in die Hand: Nia Künzer, Steffi Jones oder Birgit Prinz berät er teilweise heute noch, Kim Kulig, die aktuell das zweite FFC-Team in der 2. Frauen-Bundesliga betreut, gehörte auch zu seinen Klientinnen. Von herausragender Bedeutung für die Wahrnehmung des 1. FFC Frankfurt waren internationale Topevents: Beim Finale um den UEFA Women's Cup 2008 gegen den schwedischen Meister Umea IK strömten 27.640 Fans in die damalige Commerzbank-Arena, beim Champions-League-Finale 2012 in München spielte der 1. FFC Frankfurt im altehrwürdigen Olympiastadion vor mehr als 50.000 Zuschauern.

Klar, dass bei seinem vollen Terminkalender und so vielfältigen Aufgaben die Arbeitstage eines Managers lang, die Nächte teilweise kurz sind. Wer nicht wüsste, dass Dietrich im Winter gerne in der südafrikanischen Natur oder auf einem schönen Golfplatz in seiner Lieblingsstadt Kapstadt abschalten kann, würde in ihm einen Workaholic vermuten, der nicht loslassen kann. Als Reaktion auf die veränderten Machtverhältnisse im Frauenfußball - national wie international - verschrieb sich Dietrich nach dem Triumph in der Champions League 2015 mit seinem Klub bei der Neuorientierung vorrangig der Entwicklung junger Talente, behielt dabei aber immer Zukunftsvisionen im Blick.

Verstärktes Engagement der Männer-Lizenzvereine hatte er ja immer eingefordert. Ihm kann es eigentlich nicht schnell genug damit gehen, dass sich alle großen Fußball-Marken diesem Gleichklang hingeben. "Das generelle Thema, starke Frauen in Unternehmen zu integrieren, wird auch eine Messlatte für das Image der Profifußballvereine in gesellschaftlicher Hinsicht sein", sagt er. Am traditionsreichen Frauenfußball-Standort Frankfurt soll mit der beschlossenen Fusion mit Eintracht Frankfurt die Zukunft abgesichert werden und neue Strahlkraft vom bisher erfolgreichsten deutschen Frauenfußballverein ausgehen. Dem FFC-Macher kam zupass, dass Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic sich im Gründungsjahr 1998 als elftes FFC-Mitglied eintrug. Beide Seiten sind bestrebt, einen Meilenstein für das Miteinander von Frauen- und Männerfußball zu setzen.

Noch an seinem 60. Geburtstag sagte Dietrich, er sprühe vor Ideen, Visionen und Motivation, um sein FFC-Baby wieder nach vorn zu bringen. Wenige Jahre später kommt es zur Hochzeit. Für den Macher ist es für den nächsten Schritt ein kluges Mittel, die lange Zeit sehr hilfreiche Eigenständigkeit aufzugeben. Dietrich freut sich bei der Übernahme in die Adler-Familie nämlich auf einen Klub, "der mit seinen vielfältigen Aktivitäten weit über den Tellerrand des Fußballs hinaus die Gesellschaft mitnimmt." Überdies, erklärt der Generalbevollmächtigte der Eintracht Frankfurt Fußball AG, ändere sich ja gar nicht so viel. "Wir bleiben in der selben Stadt, im selben Stadion und haben uns sehr schnell - und sicherlich in Eintracht - an unseren neuen Vornamen gewöhnt."

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