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Nach Bayern-Los |11.06.2018|09:00

Drochtersen/Assel: Schlaflos nach Bayern-Los

David gegen Goliath: Die SV Drochtersen/Assel trifft in der ersten Runde des DFB-Pokals auf Bayern München. [Foto: Getty Images/Collage: DFB]

32 Vereine wollten es, die SV Drochtersen/Assel aus der Regionalliga Nord hat es bekommen. Das ganz große Los: In der ersten Runde des DFB-Pokals (17. bis 20. August) trifft der Tabellenzwölfte der zurückliegenden Saison auf den Rekordmeister und Rekordpokalsieger FC Bayern München.

Extremer könnte der Vergleich "David gegen Goliath" kaum sein. In der niedersächsischen Gemeinde Drochtersen leben rund 11.000 Menschen, etwa 3.600 davon in Assel, dem größten der insgesamt fünf Ortsteile. Allein zu den Heimspielen des FC Bayern München kommen im Durchschnitt 75.000 Besucher - von den 290.000 Mitgliedern des Deutschen Meisters und DFB-Pokal-Finalisten ganz zu schweigen.

Präsident verteilt Küsschen

Kurz nachdem Losfee und Schauspielerin Palina Rojinski die Kugel an DFB-Präsident und Ziehungsleiter Reinhard Grindel weitergegeben hatte und dieser das Logo in die Kamera hielt, war der Jubel der Delegation um den Vorsitzenden Rigo Gooßen, Betreuer Andreas Heinsohn und Mannschaftskapitän Sören Behrmann wohl im gesamten Deutschen Fußballmuseum in Dortmund zu hören.

"Ich habe kein Auge zugemacht und war bestimmt 29 Stunden am Stück wach"

"Das ist der absolute Hammer", konnte Gooßen das Glück kaum fassen. "Ich hatte vorher noch gedacht: Das kann doch gar nicht klappen mit den Bayern." So hat die SV Drochtersen/Assel aber nach der ersten Teilnahme am DFB-Pokal im Jahr 2016, als der Nord-Regionalligist Borussia Mönchengladbach (0:1) einen großen Kampf lieferte, wieder einen hochkarätigen Bundesligisten zu Gast.

Entsprechend fiel die Reaktion der Vereinsverantwortlichen bei der Auslosung in Dortmund aus. "Ein Küsschen nach unten", rief Gooßen in Richtung Palina Rojinski und Reinhard Grindel. Der 58-jährige Steuerberater hätte in diesem Moment wohl die ganze Welt umarmen können. Dabei war der Tag der Auslosung nicht gerade optimal gelaufen. "Für die rund 350 Kilometer von Drochtersen nach Dortmund haben wir fünfeinhalb Stunden benötigt, weil wir im Stau standen. Da waren wir schon etwas genervt, dass wir etwas zu spät am Deutschen Fußballmuseum angekommen sind", so Mannschaftskapitän Sören Behrmann im Gespräch mit FUSSBALL.DE .

Austragungsort noch offen

Ganz anders dagegen die Stimmungslage nach der Auslosung. Behrmann: "Wir sind nach Dortmund gefahren und haben uns gedacht: Ein Traditionsverein wie der Hamburger SV oder der FC St. Pauli wäre schon eine klasse Sache. Der FC Bayern toppt aber noch einmal alles."

Schon unmittelbar nach der Auslosung stand das Smartphone des 28-Jährigen nicht mehr still. "Ich hatte unzählige Nachrichten. Es müssen wohl um die 350 gewesen sein. Dazu gibt es eine riesige Euphorie im Umfeld. Den Verein haben schon sehr viele Kartenanfragen erreicht. Dabei steht noch gar nicht fest, wann oder wo wir spielen werden", so Behrmann.

Das Kehdinger Stadion, die Spielstätte der SV Drochtersen/Assel, verfügt über eine Kapazität von 3000 Zuschauern. Für die DFB-Pokalpartie vor zwei Jahren gegen Borussia Mönchengladbach war die Kapazität mithilfe von Zusatztribünen hinter den Toren auf immerhin 7000 Zuschauer erhöht worden. Ob auch diesmal auf dem gewohnten Gelände gespielt werden kann, oder möglicherweise nach Hamburg in das Millerntor-Stadion (29.546 Zuschauer) ausgewichen wird, ist noch offen.

"Vor der Auslosung hatten wir eigentlich keinen Zweifel daran, dass wir in unserem Stadion spielen werden. Vom DFB-Pokalspiel vor zwei Jahren gegen Borussia Mönchengladbach hätten wir noch den Ordner griffbereit im Schrank gehabt. Nun müssen wir die gesamte Organisation überdenken. Ab Montag werden wir die Stadionfrage gemeinsam mit dem DFB und der ARD in Angriff nehmen", so Rigo Gooßen gegenüber FUSSBALL.DE .

29 Stunden wach

Die Mannschaft der SV Drochtersen/Assel verfolgte die Auslosung gemeinsam mit ihren Fans im Vereinshaus. "Da ging eine Riesensause ab. Anschließend sind die Jungs noch feiern gegangen. Aber auch wir hatten auf der Rückfahrt ordentlich Spaß", so Behrmann, der mit Präsident Gooßen und Betreuer Andreas Heinsohn gegen 5 Uhr morgens in der Heimat eintraf. "An Schlafen war da aber durch die Aufregung noch nicht zu denken. Ich habe kein Auge zugemacht und war bestimmt 29 Stunden am Stück wach", meint Behrmann.

Für den Innenverteidiger und seine Mannschaftskollegen geht nun Mitte August ein Traum in Erfüllung. "Ich bin von klein auf Bayern-Fan und habe mir regelmäßig die Partien des Hamburger SV gegen Bayern München im Stadion angeschaut. Jetzt selbst gegen Größen wie Robert Lewandowski oder Mats Hummels auf dem Feld zu stehen, wird etwas ganz Außergewöhnliches."

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