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Gut für Gamer |01.03.2021|08:00

E-Sport & gesunde Ernährung: Ein Widerspruch?

Prof. Dr. Ingo Froböse: "Man muss unterscheiden zwischen Profis, die das zum Beruf gemacht haben, und vielen Freizeitgamer*innen."[Foto: Sebastian Bähr]

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Ein paar Tüten Chips, zwischendurch eine Pizza und zum Herunterspülen Cola plus jede Menge Energydrinks: So in etwa sieht das Bild aus, das Gamer*innen in der öffentlichen Wahrnehmung ausstrahlen. Fit im Kopf, schnell mit den Händen, aber in Sachen Ernährung eine Katastrophe.

Wenn das alles so stimmen würde, wären das ziemlich schlechte Voraussetzungen für die Videospieler*innen, die sich gerade für die Hauptrunde im DFB-ePokal im April qualifiziert haben. Professor Dr. Ingo Froböse, Leiter des Zentrums für Gesundheit durch Sport und Bewegung an der Deutschen Sporthochschule Köln, wollte es genauer wissen und untersuchte das Ernährungsverhalten der Gamer*innen.

Der in Unna geborene Sport- und Wirtschaftswissenschaftler gehörte zu seiner aktiven Zeit zu den besten Sprintern in Deutschland, wurde über 100 (Bestzeit: 10,40 Sekunden am 18. Juli 1981 in Gelsenkirchen) und 200 Meter jeweils deutscher Vizemeister und über 200 Meter Vierter bei den Leichtathletik-Hallen-Europameisterschaften 1982 in Mailand. Schon immer hat er sich mit einer gesunden Lebensweise beschäftigt, später entstanden daraus Ratgeber für den Alltag.

Mit Büchern wie "Vital ab 50: Ihr Ernährungs- und Bewegungsprogramm", verschiedenen Titeln über richtiges Rückentraining, zum Abnehmen und zur Stressreduzierung hat sich der 63-Jährige nun einem anderen Schwerpunkt zugewandt: eSports. "Du bist auch dann ein*e gute*r Gamer*in, wenn du auch außerhalb der Konsole fit bist", lautet seine Formel für die Szene. Gemeint ist: Zur Beweglichkeit in den Fingern sollte auch eine halbwegs gesunde Lebenseinstellung gehören, um bei FIFA oder anderen Spielen erfolgreich zu sein.

"Du bist auch dann ein guter Gamer, wenn du auch außerhalb der Konsole fit bist"

Um herauszufinden, was die meist jungen Leute zu sich nehmen, wenn sie stundenlang vor dem Bildschirm sitzen, haben Froböse und sein Team in Zusammenarbeit mit der AOK Rheinland/Hamburg einen Fragenkatalog auf die Internetseite der Sporthochschule gestellt. Mehr als 800 Zocker*innen machten mit, überwiegend männlich – und siehe da: Nur ein Teil der Szene erfüllt noch das Klischee des Nerds, der über Pizzakartons und Dosen mit Energydrinks stolpert, wenn er zwischendurch mal zur Toilette muss.

Fastfood und Energydrinks, aber auch Veganes

"Man muss allerdings schon unterscheiden zwischen den Profis, die das zum Beruf gemacht haben, und den vielen Freizeitgamer*innen", sagt Ingo Froböse. "Fastfood spielt zum Beispiel zwar nach wie vor eine Rolle, aber es gibt ja auch in dem Bereich nicht nur das klassische Pizzataxi, sondern auch Bringdienste mit einem gesünderen Essensangebot." Laut den Ergebnissen der Studie sind sogar Vegetarierer*innen und Veganer*innen unter den Spieler*innen zu finden. "In der Regel sprechen wir ja über junge Leute im Alter zwischen 20 und 25 Jahren. Darunter sind viele aufgeschlossen gegenüber gesünderen Lebensmitteln", verrät der Professor.

Ein Problem sei allerdings die Vorliebe für den schnellen Kick durch Taurin- und Koffeinhaltiges: sprich Energydrinks. "Das liegt erstens daran, dass wir von einem globalen Spiel sprechen, in dem du rund um die Uhr mit Partner*innen in den USA oder China zocken kannst. Da will man wach bleiben", erklärt Froböse. "Und zweitens werben die Hersteller von Energydrinks viel im Gamingbereich, von daher sind diese stark präsent."

Um weiter über eine gesunde Ernährung und auch Bewegung aufzuklären, hat er nicht nur abermals ein handliches Buch ("Wie du zum Topgamer wirst") herausgegeben, sondern möchte die Strukturen verbessern. Der DFB, die einzelnen Landesverbände und die örtlichen Fußballkreise haben diesen Trend erkannt. Froböse denkt aber zum Beispiel daran, wie man Testimonials aufbauen und die Ausbildung stärken kann: "Oft ist es so, dass ehemalige E-Sport-Profis Trainer*in oder Abteilungsleiter*in werden. Sie kommen aber selbst aus der Gamingszene und müssen erst noch Kompetenzen in den Bereichen Bewegung und Ernährung erwerben."

Gaming im Schulunterricht

Nach dem Vorbild einiger skandinavischer Länder, wo E-Gaming als Unterrichtsfach eingeführt wurde, wirbt er außerdem dafür, in die Schulen zu gehen. Die Jugendlichen seien es schließlich, die eine hohe Affinität zum Zocken entwickeln. "Gerade in Zeiten von Corona ist die Dauer, in der die Kids sich mit Bildschirm-Spielen beschäftigen, noch einmal in die Höhe geschossen – von täglich vier auf über fünf Stunden", weiß Ingo Froböse aus aktuellen Studien. In Kooperation mit der AOK Rheinland/Hamburg hat er daher gerade ein Projekt angestoßen, um auch in Deutschland Schülerinnen und Schüler sein Idealbild von einer "fitten und vitalen Gesellschaft" zu vermitteln, in der sich Gaming und Bewegung sowie gesunde Ernährung nicht ausschließen, sondern im besten Fall ergänzen.

Der Leiter des Instituts für Bewegungstherapie und bewegungsorientierte Prävention und Rehabilitation will aber auch professionelle E-Sportler*innen besser machen. So richtete die Sporthochschule Köln in der Vergangenheit regelmäßig zweitägige Bootcamps aus, in denen E-Sportler*innen von Bundesligavereinen wie unter anderem dem 1. FC Köln, Borussia Mönchengladbach, Werder Bremen und FC Augsburg neben Tests zur Reaktionsschnelligkeit der Gamer*innen auch in den Bereichen Ausdauer und Kraft gecheckt wurden.

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