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Solidarität |13.01.2020|09:15

Eine Region kämpft für kranken Fußballer

Nick Heinsdorf (r.) kämpft um sein Leben: Bei seiner Mannschaft ist sein Trikot mit der Nummer 18 allgegenwärtig.[Foto: privat]

Eigentlich wollte Nick Heinsdorf zu Beginn des Jahres sein Abitur machen und sich demnächst mit der SG Neumagen-Dhron/Trittenheim auf die Restrückrunde in der Kreisliga A Mosel vorbereiten. Doch für den 19-Jährigen gibt es derzeit nur eine noch weitaus größere Herausforderung: Er kämpft um sein Leben. Im Sommer wurde bei ihm ein inoperabler Tumor am Stammhirn festgestellt. Helfen könnten aber (sehr teure) Medikamente aus den USA und eine Therapie in der Schweiz. Seitdem die Familie Heinsdorf mit dem Schicksal von Nick an die Öffentlichkeit gegangen ist, um so an Gelder für die möglicherweise lebensrettende Behandlung zu gelangen, herrscht in der Region Trier eine Welle der Solidarität.

Mit einem öffentlichen Brief machte Nick Mitte Dezember auf seine schwere Krankheit aufmerksam. "Was seitdem in unserem Wohnort Trittenheim und weit darüber hinaus in Bewegung gekommen ist, um meinem Sohn zu helfen, ist einfach umwerfend", sagt Vater Uwe Heinsdorf, selbst früher aktiv beim FSV Salmrohr sowie dem SV Leiwen-Köwerich und noch Mitte September DFB-Ü40-Cup-Sieger im Team der SG Mittelmosel Leiwen. Zudem zählte Heinsdorf Senior zu den Gründern der Kicker gegen Krebs – eine aus vielen früheren Regional- und Oberligaspielern bestehende Mannschaft, die Gelder für das Beratungszentrum Trier der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz einspielt.

Auch der tiefen Verankerung der Heinsdorfs in der regionalen Fußballszene sind zahlreiche Benefizaktionen zu verdanken. So plünderte Nicks Team, die SG Neumagen, die Mannschaftskasse und half zwischen den Jahren bei einem Konzert zugunsten ihres Kameraden, statt es sich selbst bei einer Weihnachtsfeier gut gehen zu lassen. Bereits in den Monaten zuvor, als die Familie die schwere Krankheit des Sohnes noch nicht nach außen tragen wollte, gab es immer wieder Kontakt der Mannschaft zu Nick. Sein Trikot mit der Nummer 18 ist seitdem das Symbol für Hoffnung und Kampf gegen den Krebs. Statt wie gehabt Einzelpokale an besonders vorbildliche Spieler zu überreichen, kaufte SG-Coach Jochen Conrad eine große Trophäe und überreichte sie Nick: "You´ll never walk alone: Bei uns ist das keine leere Phrase, sondern Realität", sagt der Neumagener Trainer. Der SV Leiwen-Köwerich wiederum will 20 Prozent des Eintritts und den Erlös eines Benefizspiels im Rahmen des großen Hallenturniers um den Veltins-Cup vom 17. bis 19. Januar in Wittlich spenden.

Benefizturnier Anfang Februar

"You´ll never walk alone: Bei uns ist das keine leere Phrase, sondern Realität"

Gleich acht Mannschaften aus  der Region spielen dann am Samstag, 1. Februar (ab 12 Uhr), auf dem Kunstrasenplatz in Piesport ein Turnier aus. "Nick gehört zu unserer Fußballfamilie. Wir sind in den Farben getrennt, in der Sache aber vereint", stellt Mitinitiator Thomas Sandner, Trainer des SV Niederemmel, klar.

Größere Spenden in Höhe von je 1000 Euro gab es auch schon von "Fußball hilft!" – der Stiftung des Fußballverbandes Rheinland und der Sepp-Herberger-Stiftung des Deutschen Fußball-Bundes. Zudem hat der Förderverein "Mach mit, Fußballer helfen" eine großangelegte Aktion beim Hallenfußballturnier zugunsten der Trier-Saarburger Lebenshilfe zu Jahresbeginn in Osburg durchgeführt. Für den Mach-mit-Vorsitzenden Michael Herrmann ist es "sehr wichtig, dass wir alles tun, um Nick zu unterstützen".

Trainer Conrad: "Die Leute fühlen mit"

Doch nicht nur die Fußballer engagieren sich für Nick, sondern auch viele andere setzen sich für ihn ein. Mal wurden in der Adventszeit Waffeln gebacken, mal in den Winzerorten an der Mosel Wein versteigert. Die Zweitligabasketballer der Römerstrom Gladiators Trier liefen im Heimspiel gegen Paderborn gar in speziellen #HilfefürNick-Trikots auf, die anschließend jeweils für Hunderte von Euro in einer Online-Auktion versteigert wurden.

Weitere Benefizkonzerte und -veranstaltungen in den nächsten Monaten sind geplant. "Daran sieht man, dass es bei uns in der Region noch stimmt. Die Leute können mitfühlen und sind gerne bereit, auch etwas zu geben, damit es einem anderen wieder besser geht", ist Nicks Trainer Jochen Conrad angetan von so viel Solidarität.

Teures Medikament gibt Hoffnung

Nicks Gesundheits- und Gemütszustand bewegt sich zwischen Hoffen und Bangen. Mal sieht er Doppelbilder und fühlt sich elend, mal schafft er es, eine Runde spazieren zu gehen. Zuletzt gab es aber durch die in Deutschland noch nicht zugelassenen (damit von den Krankenkassen nicht bezuschussten) und pro Monat mehrere tausend Euro teuren Medikamente einen spürbareren Aufwärtstrend.

"Das Medikament soll Tumorzellen zerstören können, die gesunden Zellen jedoch nicht angreifen. Das ist meine größte Hoffnung", schreibt Nick in seinem offenen Brief. Seine Fußballkollegen und darüber hinaus viele Freunde und Bekannte kämpfen mit ihm.


Spendenkonto (mit Spendenbescheinigung):
Kicker gegen Krebs
"Hilfe für Nick"
DE 49585601030010191003

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