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Multitalent |23.07.2019|16:45

Eishockey-Regionalliga & Fußball-Kreisklasse

Mal auf dem Eis, mal auf grünem Rasen: Marc Stüven ist auf zwei Untergründen zu Hause.[Foto: Wolfgang Lange/Max Gitschel, Collage: FUSSBALL.DE]

Fußballer klagen gerne über Doppelbelastung. Marc Stüven kann darüber nur schmunzeln. Der Brokdorfer schafft den Spagat zwischen zwei Sportarten. Er schießt Tore für die SG Brokdorf/Flethsee. Doch er ist auch ein hoffnungsvoller Eishockeyspieler. Der erst 21-Jährige schnürt die Schlittschuhe für die Regionalliga-Mannschaft des Hamburger SV.

Hamburgs neuer Co-Trainer Tobias Schweinsteiger hat mit seinem etwas berühmteren Bruder Bastian vor allem eines gemeinsam: Er interessiert sich nicht nur für Fußball, sondern wirft auch einen Blick über den Tellerrand zu anderen Sportarten wie Eishockey und Basketball. Im vergangenen Sommer hospitierte er zwei Wochen lang bei Matt McIlvane, dem Co-Trainer von Red Bull München. "Man kann auch beim Eishockey viel sehen, was man auf den Fußball übertragen kann", sagte er mal. Einer, der ihm vielleicht ein paar gute Anregungen geben könnte, wäre Marc Stüven. Der 21-Jährige kennt sich nämlich in beiden Disziplinen bestens aus.

Nur unweit des Volksparkstadions jagt er im Eisstadion Stelingen dem Puck hinterher. In der Eishockey-Regionalligatruppe des HSV gehört er zu den Leistungsträgern. Und auch für die in die A-Kreisklasse Südwest aufgestiegene SG Brokdorf/Flethsee ist er eigentlich unverzichtbar.

Vorbild Toni Kroos

"Wenn ich nicht so viel Bock hätte, wäre das Pensum kaum zu stemmen"

Die Betonung liegt auf eigentlich. Denn Brokdorfs Trainer Jens Pieper musste in der Vergangenheit mehrfach ohne ihn auskommen, weil die Spielpläne kollidierten. Sein Terminkalender hat kaum Lücken. Dreimal in der Woche trainiert er mit dem HSV. Wenn die Eishockey-Saison im Zeitraum September bis März läuft, schnürt er Wochenende ein- bis zweimal die Schlittschuhe. Und so ganz nebenbei arbeitet er auch noch in Vollzeit als Zerspanungsmechaniker. "Wenn ich nicht so viel Bock hätte, wäre das Pensum kaum zu stemmen", erzählt er im Gespräch mit FUSSBALL.DE . Selbst wenn er vor dem Spiel nicht mittrainieren konnte, hat er seinen Stammplatz bei der SG sicher. Dort agiert er als zweikampfstarker Ballverteiler im Mittelfeld - wie sein Vorbild Toni Kroos. Den Gegenspielern ist er meistens körperlich überlegen. Allerdings bekommt er oft Aktionen gegen sich gepfiffen, die im Eishockey erlaubt sind.

Auf dem Eis findet man Stüven hingegen weiter vorne. Er bezeichnet sich selbst als defensiven Stürmer: "Beim Eishockey spielt man mit weniger Leuten. Da müssen alle mehr nach vorne und nach hinten arbeiten." Zuletzt erreichte er im Schnitt etwa einen Scorerpunkt pro Spiel. Für einen Fußballer wäre das eine tolle Quote. Stüven ist mit seiner Bilanz jedoch nicht ganz zufrieden. "Die ist definitiv ausbaufähig", sagt er.

Mehr Schnellkraft im Eishockey

Zum Kufensport kam er durch seinen Vater Lutz. 2008 eröffnete die Eishalle in Brokdorf, wo Lutz Stüven noch heute als Eismeister arbeitet. Die ersten Schritte machte Marc Stüven bei den Young Barracudas, der Eishockeyabteilung des SV Brokdorf. Später wechselte er zur SG TuS Harsefeld /EC Hannover U 16. "Man konnte sein Talent sehr früh erkennen. Er hat bereits mit 14 bei den Herren mitgespielt", sagt Lutz Stüven. Er selbst spielte übrigens früher in der 4. Liga Fußball, unter anderem beim Itzehoer SV. Daher hätte er es auch gerne gesehen, wenn sein Sohn den Fokus noch mehr auf das runde Leder gelegt hätte: "Auch als Fußballer hat er Megatalent. Marc ist sehr schnell und weiß, im richtigen Moment seinen Körper einzusetzen." Dass es bei ihm im Eishockey zu mehr reichen könnte, merkten die Stüvens erstmals, als die Hamburg Freezers ein Tryout mit 60 Kindern veranstalteten. Er gehörte zu den zehn Auserwählten. Fortan spielte er mit den Hamburg Young Freezers U 16 in der Schüler-Bundesliga, später dann in der Deutschen Nachwuchsliga, fuhr zu Auswärtsspielen zeitweise bis nach Rosenheim.

Die Unterschiede zwischen Eishockey und Fußball sieht Marc Stüven vor allem in zwei Punkten: "Fußballer haben generell in puncto Fitness und Ballgefühl Vorteile. Dafür ist bei Eishockeyspielern die Schnellkraft stärker ausgeprägt." Aber auch die Ansprache der Trainer sei eine andere: "Mir wird beim Fußball im Allgemeinen zu viel mit Wattebäuschchen geworfen. Da herrscht im Eishockey ein anderer Ton. Als Trainer muss man auch mal ein A… sein und nicht immer der beste Kumpel."

"Im TV schaue ich lieber Fußball"

Dabei denkt er an die HSV-Kicker in der letzten Saison, deren Spiele er regelmäßig besucht: "Nach dem Derbysieg beim FC St. Pauli hätte der damalige Trainer Hannes Wolf die Sinne noch stärker schärfen müssen." Und wenn er sich als Spieler zwischen beiden Sportarten entscheiden müsste? Das sei eine schwere Frage, sagt er: "Als Aktiver macht mir Eishockey mehr Spaß, aber ohne Fußball komme ich auch nicht aus. Und im TV schaue ich auch lieber Fußball."

Insgeheim träumt er davon, einmal für eine DEL-Mannschaft wie die Eisbären Berlin zu spielen. Berlin sei eine schöne Stadt, in der man gut leben könne. Sein nächsthöchstes Ziel ist die 2. Liga. In ein oder zwei Jahren will er an einem Probetraining bei einem Profiverein teilnehmen. Allerdings möchte er nicht ausschließen, irgendwann höherklassig gegen den Ball zu treten. "Die Verbandsliga würde ich mir schon zutrauen", sagt er und stellt klar: "Angebote höre ich mir jederzeit an." Früher trainierte er auch mal bei Altona 93 mit. Allerdings mehr aus Spaß: "Ich wollte ein paar Kumpels von mir zeigen, dass ich auch ein bisschen kicken kann", sagt er. Übrigens: Falls Tobias Schweinsteiger wirklich ein paar Tipps holen möchte, "dann kann er sich gerne mal bei uns melden".

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