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Tormaschine |27.09.2019|08:15

Engelmann: "Profifußball nicht abgehakt"

Engelmann und der Traum vom Profifußball: "Fakt ist, dass ich nicht mehr allzu viele Möglichkeiten bekommen werde."[Foto: imago images / Noah Wedel]

Simon Engelmann trifft derzeit, wie er will. Der 30 Jahre alte Torjäger des Regionalliga West-Spitzenreiters SV Rödinghausen erzielte in dieser Saison 16 Treffer in 13 Pflichtspielen - sieben davon in den vergangenen drei Partien. Er verfolgt ein großes Ziel: Endlich Profi werden. Im FUSSBALL.DE-Interview spricht der studierte Wirtschaftsinformatiker über seine Torquote und das Titelrennen.

FUSSBALL.DE: Befinden Sie sich in der Form Ihres Lebens, Herr Engelmann?

Simon Engelmann:  Mit Blick auf meine Torausbeute kann man das schon so sagen. Ich habe zwar in meiner bisherigen Karriere immer ordentlich getroffen, aber eine solche Serie hatte ich - glaube ich - noch nie. Es läuft für uns als Team und für mich persönlich überragend. Wenn ich auf die Tabelle und die Torjägerliste schaue, komme ich aus dem Schmunzeln gar nicht mehr heraus.

Sie haben fast die Hälfte aller Saisontore des SV Rödinghausen erzielt, schießen derzeit auch noch fast alle Freistöße und Ecken. Gibt es irgendetwas, für das Sie nicht die Verantwortung übernehmen wollen?

"Es gab hin und wieder Anfragen aus dem Profibereich, allerdings hat es nie wirklich gepasst"

Engelmann:  Ich übernehme gerne Verantwortung - in allen möglichen Bereichen. Die Standards trete ich ja nur, weil sich unser etatmäßiger Schütze Christian Derflinger früh in der Saison verletzt hat. Seitdem bin ich dafür zuständig. Und ich denke, dass ich das bis jetzt nicht ganz so schlecht gemacht habe. (lacht)

Wäre es für Sie als Torjäger nicht besser, zumindest die Eckbälle einem Teamkollegen zu überlassen, um Ihre Trefferanzahl weiter zu erhöhen?

Engelmann:  Ich soll noch mehr Tore schießen? (lacht) Spaß beiseite: Solange meine Ecken und Freistöße gut kommen, gibt es keinen Anlass dafür, etwas daran zu ändern. Es ist ja auch in erster Linie nicht wichtig, dass ich häufig treffe, sondern dass wir als Mannschaft Erfolg haben. Und wenn ich dazu nicht nur mit Toren, sondern auch mit Assists bei Standards beitragen kann, freut mich das sehr.

Der SV Rödinghausen ist derzeit das Nonplusultra in der Regionalliga West - mit den meisten Punkten, den meisten Toren und den wenigsten Gegentreffern. Ist der Aufstieg in die 3. Liga in dieser Saison das klare Ziel?

Engelmann:  Definitiv. Wir wollen in dieser Saison unbedingt oben angreifen.

An der Spitze bahnt sich ein Dreikampf mit Rot-Weiss Essen und dem SC Verl an. Wie schätzen Sie die Konkurrenz ein?

Engelmann:  Beide Teams haben bewiesen, dass im Titelrennen mit ihnen ebenfalls zu rechnen ist. Es scheint so, als ob mit Essen, Verl und uns ein Trio vorneweg marschiert. Es hat bisher noch keiner Federn gelassen. Dass RWE oben mitspielen würde, war zu erwarten. Die starke Saison des SC Verl ist sicher etwas überraschender. Dass Verl aber eine hervorragende Mannschaft besitzt, war mir bewusst. Es bleibt nun abzuwarten, ob der SC Verl es schafft, über die komplette Saison hinweg so konstant zu bleiben.

Das kommende Wochenende wird besonders spannend. Am Samstag gastieren Sie mit dem SVR bei der U 21 des 1. FC Köln, Sonntag treffen RWE und Verl im direkten Duell aufeinander. Im Optimalfall könnte sich Rödinghausen etwas absetzen.

Engelmann:  Wir würden mit einem Sieg in Köln Druck auf RWE und Verl ausüben. Das ist auch unser Anspruch. Wenn wir gewinnen, können wir das Topspiel in Essen entspannt verfolgen.

Für Sie persönlich wäre der Sprung in die 3. Liga ein Meilenstein und Ihr bisher größter Erfolg. Obwohl Ihre Torquote in der Regionalliga schon seit Jahren herausragend ist, reichte es noch nicht für Profifußball. Weshalb?

Engelmann:  Es gab hin und wieder Anfragen aus dem Profibereich, allerdings hat es nie wirklich gepasst. Das macht mich aber nicht traurig. Ich bin auf einem sehr guten Weg und habe das Thema Profifußball noch nicht abgehakt. Die Chance, es in dieser Spielzeit mit Rödinghausen zu packen, ist nicht unrealistisch.

Sie sind jetzt 30 Jahre alt. Sehen Sie diese Saison als Ihre letzte Chance an, doch noch Profi zu werden?

Engelmann:  Fakt ist, dass ich nicht mehr allzu viele Möglichkeiten bekommen werde. Aber das macht mir keine Angst. Derzeit läuft es optimal - nachdem ich schon in der zurückliegenden Saison Torschützenkönig geworden bin, führe ich jetzt erneut die Torjägerliste der West-Staffel an. Ich glaube an meine Qualitäten und bin davon überzeugt, dass ich es schaffen kann.

Seit einigen Monaten könnten Sie auch als studierter Wirtschaftsinformatiker ins Berufsleben einsteigen. Machen Sie Ihre berufliche Planung davon abhängig, ob es im kommenden Sommer hoch in die 3. Liga geht?

Engelmann:  Es gibt für mich im nächsten Jahr zwei Optionen: Entweder ich greife im Fußball noch einmal an oder ich fokussiere mich auf den Einstieg ins Berufsleben. Das ist aber Zukunftsmusik. Priorität hat die aktuelle Saison mit dem SV Rödinghausen. Wir werden sehen, was im kommenden Sommer passiert.

Wie war es für Sie zeitlich vereinbar, Regionalligafußball zu spielen und parallel zu studieren?

Engelmann:  Ich habe an der Fernuniversität in Hagen studiert, so dass ich fast alles von zuhause aus machen konnte. Es war sehr zeitaufwendig und sicher nicht einfach. Ich musste mir alles selbst beibringen und der Lernerfolg ist nur mit eiserner Disziplin und stetiger Selbstmotivation möglich. Ich bin ehrlich: Nach der Regelstudienzeit hatte ich meinen Bachelor-Abschluss noch längst nicht in der Tasche.  (lacht)  Umso glücklicher bin ich, dass ich nun fertig bin. Möglicherweise spiele ich durch das beendete Studium noch einmal befreiter auf. Vielleicht treffe ich deshalb so oft.  (lacht)

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