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Sehnsucht |13.03.2021|13:15

"Es zerreißt jedem Trainer das Fußballerherz"

Celina Bostelmann: "Ich habe richtig Bock, so bald wie möglich wieder auf dem Trainingsplatz zu stehen."[Foto: privat, Collage: FUSSBALL.DE]

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Celina Bostelmann (22) engagiert sich in verschiedenen Funktionen für den FV Erkner 1920, dessen erste Mannschaft in der Landesliga Süd des Fußballverbandes Brandenburg kickt. Die hauptberufliche Fachkraft für Schutz und Sicherheit trainiert die G-Junioren (Jahrgänge 2015/2016), ist Betreuerin der C-Junioren (2007/2008) und gehört als Nachwuchssprecherin auch dem Vorstand an. Ein Gespräch über mehr als vier Monate ohne Fußball.

FUSSBALL.DE: Seit Ende Oktober konnten Sie nicht mehr mit Ihrer Mannschaft auf den Trainingsplatz. Wie sehr vermissen Sie den Kinder- und Amateurfußball?

Celina Bostelmann:  Das ist schwer, in Worte zu fassen. Dass wir mehr als vier Monate lang nicht trainieren können, wäre auch für mich vor einem Jahr noch unvorstellbar gewesen. Ich vermisse die Mädels und Jungs sehr. Vor allem aber tut es mir für die Kids leid. Ihnen fehlen der Sport und die Bewegung, aber auch die sozialen Kontakte und das Gemeinschaftsgefühl. Wir waren bis zum zweiten Lockdown auf einem sehr guten Weg und konnten das Team bis dahin sehr gut fördern und fordern. Wir sind langsam als Mannschaft zusammengewachsen, konnten die ersten gemeinsamen Erfolge feiern und als Team lernen, mit Niederlagen umzugehen. Wenn es irgendwann wieder los geht, müssen wir wohl wieder bei Null anfangen. Aber das nehmen wir gerne in Kauf, wenn es überhaupt eine Perspektive für uns und die Rückkehr in den Trainingsbetrieb gibt.

Was haben Sie unternommen, um in Kontakt zu bleiben?

"Der gemeinsame Sport ist für die Entwicklung und die Gesundheit so unfassbar wichtig. Deshalb muss sich die Situation jetzt dringend ändern"

Bostelmann:  Ich mache mit dem Team einmal pro Woche eine Videokonferenz, in der wir die Wochenaufgaben kontrollieren. Mir tut es in der Seele weh, zu sehen, wie sehr die Kids das gemeinsame Training vermissen. Woche für Woche in diese traurigen Kinderaugen zu gucken, zerreißt wohl jedem Trainer das Fußballerherz. Die Kinder haben mich immer wieder gefragt, wann es denn endlich weitergehen würde. Die Frage konnte ich nicht beantworten. Der gemeinsame Sport ist für die Entwicklung und die Gesundheit so unfassbar wichtig. Deshalb muss sich die Situation jetzt dringend ändern.

Wie sehr macht sich das fehlende Training bereits bemerkbar?

Bostelmann:  Bei den kleinsten Kickern spielt vor allem die Psyche eine große Rolle. Die Auswirkungen der Pandemie belasten gerade die Jüngsten sehr. Bei den älteren Jahrgangsstufen kommen auch körperliche Dinge hinzu. Sie sitzen seit langer Zeit oft nur noch zu Hause herum, zocken am Bildschirm und ernähren sich noch dazu ungesund. Förderlich ist das nicht.

Fürchten Sie, dass viele Jugend- und Amateurfußballer*innen Ihrem Verein verloren gehen könnten?

Bostelmann:  Bisher halten sich Abmeldungen bei uns zum Glück in Grenzen. Ich denke aber schon, dass wir einige Mitglieder durch die lange Pause verlieren werden. Da hat sicher der eine oder andere ältere Nachwuchsspieler gemerkt, dass es auch mal ganz schön sein kann, am Wochenende ausschließlich zu entspannen statt teilweise bis zu 120 Kilometer zu Auswärtsspielen in der Nähe der polnischen Grenze zu fahren. Es wird für uns alle eine Herausforderung, unseren Verein in seiner gewohnten Form zu erhalten und zu entwickeln.

Was fehlt Ihnen persönlich?

Bostelmann:  Neben dem Job dreht sich bei mir eigentlich fast alles um Fußball: Training, Spiele, Vorstandssitzungen. Da ist schon ein großes Stück meines Lebens plötzlich weggebrochen. Umso größer ist jetzt aber die Motivation, mit dem Team wieder loszulegen. Ich habe richtig Bock darauf, so bald wie möglich wieder auf dem Trainingsplatz zu stehen.

Was sollte für Sie beim Re-Start im Vordergrund stehen?

Bostelmann:  Erst einmal sollte es darum gehen, überhaupt wieder trainieren zu dürfen. Alles andere kann später kommen. Gerade bei den jüngsten Jahrgängen wäre es aus meiner Sicht wenig sinnvoll, möglichst schnell wieder mit dem Spielbetrieb zu starten. Da gibt es - wie gesagt - sehr viel aufzuholen. Bei den älteren Nachwuchsspielern und im Seniorenbereich sieht das sicher ein wenig anders aus. Da hoffe ich, dass vielleicht ab Mitte April auch wieder Spiele möglich sein werden, um zumindest noch die Hinrunde und die Pokalwettbewerbe abschließen zu können. Mit einem guten Hygienekonzept wie im vergangenen Jahr und unter Einhaltung der Regeln würde das mit Sicherheit noch einmal funktionieren.

Welche Maßnahmen hatte Ihr Verein beim Re-Start nach dem ersten Lockdown ergriffen?

Bostelmann:  Zunächst hatten wir feste Trainingsgruppen von maximal zehn Personen, später dann auch größere Teams. Alle Teilnehmer*innen der Trainingseinheiten wurden dokumentiert und an den Hygienebeauftragten des Vereins gemeldet. Die Umkleidekabinen und Duschen waren geschlossen, alle kamen umgezogen zum Platz. Überall waren Spender für Desinfektionsmittel aufgestellt, bei Heimspielen wurden sämtliche Zuschauer*innen mit Anschrift und Telefonnummern dokumentiert. Die Listen gingen ebenfalls an den Hygienebeauftragten, um eine spätere Rückverfolgung der Kontakte zu ermöglichen. Außerdem achteten Ordner des Vereins darauf, dass die Abstände eingehalten wurden. Das hat alles sehr gut geklappt.

Lässt sich das erneut umsetzen?

Bostelmann:  Definitiv. Für uns Trainer*innen bedeutet das zwar einen Mehraufwand. Aber hier kann ich sicherlich auch für meine vielen Kolleg*innen sprechen: Sehr gerne nehmen wir die zusätzliche Arbeit auf uns, wenn dafür die Kinder wieder zurück auf die Sportplätze kommen dürfen.

Was wünschen Sie sich vor allem für die Zukunft?

Bostelmann: Da geht es mir wohl genauso wie allen anderen Menschen: Neben der Wiederaufnahme des Sports wünsche ich mir, dass wir langsam und Schritt für Schritt in sämtlichen Lebensbereichen zu einer gewissen Normalität zurückkehren können. Außerdem würde ich mir wünschen, dass wir als Gesellschaft aus der Pandemie lernen. Dass wir auch in Zukunft mehr Rücksicht aufeinander nehmen, uns gegenseitig unterstützen und die vermeintlich kleinen Dinge wieder mehr wertschätzen. Ich denke, sehr vielen Menschen ist in den vergangenen Monaten bei allen Problemen auch bewusst geworden, wie gut wir es eigentlich haben. Das sollten wir uns bewahren.

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