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Integration |20.01.2019|13:00

Fatihspor Kaiserslautern: Akzente setzen!

Integrationsarbeit in der Pfalz: Fatihspor Kaiserslautern.[Foto: Fatihspor Kaiserslautern/Collage FUSSBALL.DE]

Wer an Fußball in der Pfalz denkt, dem kommen natürlich der 1. FC Kaiserslautern, der Betzenberg und Fritz Walter in den Sinn. Aber im Schatten der Roten Teufel, des viermaligen deutschen Meisters und Aushängeschilds der Barbarossa-Stadt, gibt es auch andere Fußballvereine, die eher im Verborgenen richtungweisende Arbeit in der Flüchtlingsbetreuung verrichten.

Einer davon ist Fatihspor Kaiserslautern . Dabei ist der Klub erst 2005 gegründet worden und spielt in der B-Klasse . Der 2. Vorsitzende Mustafa Sahin ist die treibende Kraft einer Initiative, die ganz neue Wege geht, um die Integration der neuen Mitbürger in die Gesellschaft voranzutreiben. "Ich war zehn Jahre Spieler und bin jetzt seit 2017 auch Funktionär", erklärt der 31-Jährige. Mit viel Elan und einem nie endenden Quell an Ideen bringt er Fatihspor voran, weiß allerdings, dass es ohne die Unterstützung durch starke Partner nicht gehen würde. Im Bereich der Flüchtlingsarbeit ist dabei die Unterstützung der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration sowie der DFB-Stiftung Egidius Braun im Rahmen der gemeinsamen Initiative "2:0 für ein Willkommen" wesentlich. "Wir wollen helfen und unterstützen, wo immer es geht", sagt Sahin. "Dazu gehört auch, dass finanzielle Mittel von Klubseite für Anschaffungen des täglichen Bedarfs für die Flüchtlingsfamilien bereitgestellt werden."

Das vergangene Jahr war geprägt von etlichen Aktionen von Fatihspor in der Flüchtlingsbetreuung. Der Verein hat einen wahren Flüchtlingsansturm zu bewältigen. Und es werden von Trägern aus Kaiserslautern noch 30 weitere Spieler erwartet. Dann soll auch eine dritte Mannschaft den Spielbetrieb aufnehmen. "Lange Zeit galten wir als Klub der Türken", sagt Sozialwissenschaftler Sahin, "es hat Zeit gebraucht, bis wir diese Vorurteile abgebaut haben." Für die Flüchtlinge war es leichter, sich unter Muslimen bei Fatihspor zurechtzufinden. Sahin: "Aber wir haben auch Christen in der Mannschaft und nicht zuletzt drei deutsche Trainer."

Umfangreiche Förderung durch "2:0 für ein Willkommen"

"Erfolg ist nicht alles, aber ohne Erfolg ist alles nichts!"

Die haben auch dafür gesorgt, dass die Einstellung der Spieler besser wurde. "Wir haben in der Hinrunde der vergangenen Saison den 15. Tabellenplatz belegt, weil wir fast jedes Spiel verloren haben. Die Spieler haben gedacht, alles ist nur just for fun. In der Rückrunde sind wir dann Siebter geworden", skizziert Sahin die Wandlung innerhalb des Teams.

Zum 1. August 2018 wurde eine neue Anlage angemietet, um den Trainings- und Spielbetrieb einfacher zu gestalten. Fatihspor übernimmt die Bewirtschaftung der Platzanlage selbst. Dazu gehört die Säuberung des Platzes, das Streichen des Ballraums, die Müllentsorgung und vieles mehr. Dabei werden auch die Flüchtlinge mit eingebunden, unter dem Motto: Sozialkompetenztraining. Als Dankeschön ließ Fatihspor zum Jahreswechsel jedem Teilnehmer ein kleines Geschenk zukommen.

Im Rahmen der Initiative "2:0 für ein Willkommen" wurden die unterschiedlichen Maßnahmen bei Fatihspor gefördert. Insgesamt flossen 3.000 Euro an den Klub. Eine stolze Summe, die sich aber rentiert. Denn die Angebote im Sportbereich werden sinnvoll kombiniert mit Aktivitäten, die wiederum der Integration in die Gemeinschaft zugutekommen. Eine nachhaltige Aktion, die neue Wege in der Flüchtlingsbetreuung durch einen Verein aufzeigen. Nicht zustande kam eine geplante Teambuilding-Aktion, die mit weiteren 2.000 Euro bezuschusst worden wäre. "Das Geld haben wir selbstverständlich zurückgezahlt", betont Sahin, der aber eine solche Aktion im Jahr 2019 nachholen möchte.

Mustafa Sahin: "Wir sind auf einem guten Weg!"

Schon im April 2017 hatte Fatihspor die Anerkennungsprämie in Höhe von 500 Euro erhalten. Und im Mai 2018 wurden weitere 1.600 Euro bewilligt. Hierbei ging es um mehrere Veranstaltungen, die Sahin mit seinen Mitstreitern in Angriff nahm. Zu Beginn der Saison 2018/2019 wurde ein Grillfest durchgeführt. Der Verein hatte Mitglieder sowie deren Familienangehörige eingeladen. Rund 40 Flüchtlinge nahmen teil.

Hinzu kam die Durchführung einer Jahresabschlussfeier, zu der Spieler, Familienmitglieder, Bekannte und Freunde eingeladen wurden. Auch hier waren 40 Flüchtlinge anwesend. Und schließlich fand ein interkulturelles Hallenturnier statt, verschiedene Vereine und Integrationsmannschaften waren dabei mit am Ball. "Es waren Spieler aus zehn bis 15 unterschiedlichen Nationen dabei", berichtet Sahin. Die DFB-Stiftung und die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration steuerten rund 1.600 Euro zur Durchführung der Events bei. Stiftungsgeschäftsführer Tobias Wrzesinski besuchte zusammen mit dem zweifachen deutschen Meister und FCK-Rekordspieler Axel Roos und Jürgen Veth, dem 1. Vizepräsidenten des Südwestdeutschen Fußballverbandes, das Turnier. Sie nahmen am Ende auch die Siegerehrung vor und waren sehr angetan von der Veranstaltung.

Das interkulturelle Hallenturnier wird allmählich zu seiner ständigen Einrichtung. "Wir sind auf einem guten Weg", kommentiert Sahin. Ein Termin für eine Neuauflage am 15. Dezember 2019 ist schon vorgemerkt. Schlusswort von Sahin: "Erfolg ist nicht alles, aber ohne Erfolg ist alles nichts!" Unter diesem Motto haben Fatihspor und sein sympathischer 2. Vorsitzender noch eine Menge vor.

Übrigens: Das Thema "Integration" wird auch beim 3. Amateurfußball-Kongress des DFB vom 22. bis 24. Februar 2019 eine wichtige Rolle spielen.

Alle Infos zum Kongress in Kassel

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