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Zusammenschluss |31.01.2020|15:00

FC Waldems: So gelingt die Vereinsgründung

Heilhecker: "Wir sind auf keinen Fall verfeindet"[Foto: Franziska Rappl]

Aus drei mach' eins: Die Jungs der einstigen Dorfrivalen SV Esch, TSV Niederems und TuS Steinfischbach spielen ab der kommenden Saison als FC Waldems zusammen. Zusammenhalt, Kompromissbereitschaft und Transparenz - das sind die Zutaten für eine erfolgreiche Vereinigung. FUSSBALL.DE hat mit Jonas Heilhecker, Vorstandsmitglied bei der TuS Steinfischbach, über den Zusammenschluss gesprochen.

FUSSBALL.DE: SV Esch, TSV Niederems und TuS Steinfischbach - die drei Vereine sind Teil der Gemeinde Waldems und somit waschechte "Dorfrivalen". Aber stimmt das denn überhaupt?

Jonas Heilhecker: Früher war das schon so, aber meine Generation hat zusammen im Jugendförderverein gespielt, der damals gegründet wurde. Von daher sind wir auf keinen Fall verfeindet. Teilweise haben mich in meiner Kindheit auch die Verantwortlichen der anderen Vereine trainiert. Man kennt also sowieso schon den Großteil der Mitspieler und Kollegen im Vorstand.

Warum wurde beschlossen die drei Vereine zusammenzuschließen?

"Grundsätzlich sehe ich in erster Linie nicht das Sportliche als Herausforderung. Viel wichtiger ist es, einen Teamgedanken aufzubauen"

Heilhecker: Im März 2019 bin ich bei unserem Stammverein TuS Steinfischbach notgedrungen in den Vorstand gerutscht, weil wir unseren geschäftsführenden Vorstand umgestellt haben. Zu diesem Zeitpunkt habe ich das erste Mal mitbekommen, wie schwierig es überhaupt ist den Spielbetrieb zuverlässig aufrechtzuerhalten. Im Hinblick darauf gab es schon die letzten zwei Jahre Gespräche dazu, die drei Stammvereine, die sowieso zusammen in einer Gemeinde sind, zusammenzuführen. Grundsätzlich werden nur Notspielgemeinschaften zugelassen, mit der Rechtfertigung man habe zu viele aktive Spieler. Deshalb haben wir einen neuen Verein gegründet. Zudem wollten wir das Ehrenamt entlasten und die Arbeit auf mehr Kräfte und Positionen verteilen.

Die Initiative kam also von allen gemeinsam?

Heilhecker: Ja, auf jeden Fall. Das zeigt auch schon die Vergangenheit. Vor 20 Jahren bevor unsere ehemalige Spielgemeinschaft zusammenkam, die wir bis Ende dieser Saison noch haben, gab es schon Bestreben, die drei Vereine zusammenzuschließen. Damals ist es an den vielen Alteingesessenen gescheitert, mittlerweile hat sich das Blatt aber gewendet. Jeder merkt, dass Einzelsportarten im Trend sind und die Leute lieber ins Fitnessstudio gehen, statt sich einem Fußballverein anzuschließen und sich am Vereinsleben aktiv einzubringen. Dem wollen wir mit dem Zusammenschluss entgegenwirken.

Das klingt nach einem guten Plan. Wie verlief denn die Organisation des Ganzen?

Heilhecker: Wir hatten seit zwei Jahren eine Arbeitsgruppe rundum das Thema FC Waldems, um Formalitäten zu klären. Letztes Jahr wurde es dann ernst, vor allem weil unser Kooperationsvertrag bei unserer aktuellen Spielgemeinschaft 2020 ausläuft. Bei einer Infoveranstaltung haben wir zunächst die Mitglieder aufgeklärt. Dann wurde bei einer Mitgliederversammlung in allen drei Stammvereinen darüber abgestimmt, ob die Fußballabteilung zu einem eigenständigen Verein ausgelagert werden soll. Auf der Infoveranstaltung kamen zuerst einige kritische Stimmen auf und wir haben deshalb erwartet, dass es bei der Abstimmung viele Gegenstimmen geben wird. Aber mit der Infoveranstaltung haben wir ganz schön was rausgerissen, denn bei der Mitgliederversammlung haben wir bei drei Stammvereinen nur neun Gegenstimmen gezählt - das ist schon ein Wort.

Hat Sie das überrascht?

Heilhecker: Eigentlich gar nicht. Gerade für uns von Steinfischbach war es cool, wir haben nicht einmal mit Stift und Zettel abgestimmt, sondern per Handzeichen. Diejenigen, die sich im Voraus dagegen ausgesprochen haben oder etwas dagegen hatten, haben sich dann offen dagegen gemeldet. Das finde ich auch völlig in Ordnung, wenn man darauf keine Lust hat und seine Meinung kundtut. Aber in diesem Moment war ich sehr erleichtert, als fast der ganze Raum die Hand gehoben hat, weil diese zwei Jahre Arbeit - teilweise haben wir uns wöchentlich getroffen - schon ein großer Aufwand waren.

Ihre Mannschaft, die momentan in der Kreisoberliga Hochtaunus spielt, ist sich bewusst, dass sie durch den Zusammenschluss eine Spielklasse tiefer spielen wird. Dennoch haben Sie die Idee befürwortet - warum?

Heilhecker: Grundsätzlich sehe ich in erster Linie nicht das Sportliche als Herausforderung. Viel wichtiger ist es, einen Teamgedanken aufzubauen. Im Endeffekt wirkt der sich wiederum auf den sportlichen Erfolg aus. Wenn man sich die Spieler und die vermeintlichen Möglichkeiten im Kader anschaut, dann wollen wir in der kommenden Saison auch definitiv um den Aufstieg mitspielen. Es ist schon bitter, wenn man die ganze Zeit Kreisoberliga gespielt hat und dann in die A-Klasse runter muss, aber dort vorne mitzuspielen ist wiederum auch ein schöner Anreiz.

Momentan bilden Sie noch bis Ende der Saison mit dem TuS Weilnau und der SG Weilrod eine Spielgemeinschaft. Die wird es in Zukunft, auch wenn Ihr Vertrag regulär ausläuft, definitiv nicht mehr geben. Wie kam Ihr Vorgehen bei den Vereinen an?

Heilhecker: Es ist nicht leicht damit umzugehen, wenn eine Spielgemeinschaft 19 Jahre erfolgreich Bestand hatte und sich in dieser Zeit auch viele enge Freundschaften entwickelt haben. Wir haben die Beteiligten so gut es ging und so früh wie möglich über unser Vorhaben informiert. Es war zwar allgemein bekannt, dass es Pläne über einen Zusammenschluss gab, nur nicht, dass wir das Ganze schon in diesem Jahr durchsetzen. Aber wenn wir den Vereinen viel früher Bescheid gegeben hätten, dann hätten wir ohne Verein dagestanden und die Fußballabteilung ganz zumachen können. Klar, das kam blöd an und auch aus Spielersicht war es nicht leicht, aber man muss bei sowas leider langfristig denken.

Momentan sind Sie 24, in dem neu gegründeten Verein werden Sie als Teil eines Führungstrios Vorsitzender im Bereich Marketing/Öffentlichkeitsarbeit sein. Was treibt Sie an?

Heilhecker: Vor allem die Öffentlichkeitsarbeit hält einen Verein am Leben, indem man versucht erst einmal viele Spieler, im besten Fall mit lokalem Bezug, zu gewinnen. Des Weiteren sind die sozialen Medien ein wichtiges Standbein. Man hat schon gemerkt, welche Wellen dieses Thema in der Vergangenheit bei uns geschlagen hat. Aber bei mir persönlich ist es so, dass ich seit ich vier Jahre alt bin leidenschaftlich gerne Fußball spiele und meine jetzige Position ist eben Teil der Leidenschaft für den Sport. Ich finde, wenn man von all dem, was man in der Jugend erfahren hat, etwas zurückgeben kann, dann reicht das als Motivation schon aus.

Ab wann werden für den FC Waldems teambildende Maßnahmen ergriffen?

Heilhecker: (lacht) Da haben wir uns bezüglich der Terminierung noch keine Gedanken gemacht. Wichtig ist erst einmal, dass wir die jetzige Spielgemeinschaft so verabschieden wie sie es verdient hat. Ich denke die Vorbereitung, in der man sowieso schon viel Zeit verbringt, wird dann noch ein wenig ausschweifender gestaltet, vielleicht auch in Form eines Trainingslagers. So etwas in die Richtung planen wir schon.

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