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Massentests |17.06.2020|11:00

Feld für Massentests: "Wir müssen einen zweiten Lockdown verhindern"

Lars Feld: "Fußballspiele sind eine willkommene Ablenkung, ein Stück Normalität"[Foto: Getty Images]

Professor Lars Feld ist seit 2011 Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, zu dessen Vorsitzendem er im März 2020 gewählt wurde. Der "Rat der Wirtschaftsweisen" ist ein unabhängiges Gremium der wirtschaftswissenschaftlichen Politikberatung. Mit seinen Gutachten soll das Gremium zur Urteilsbildung bei allen wirtschaftspolitisch verantwortlichen Instanzen sowie der Öffentlichkeit beitragen. Im FUSSBALL.DE-Interview spricht der 53 Jahre alte Feld über die wirtschaftlichen Auswirkungen der Wiederaufnahme des Spielbetriebs und über die positiven Effekte der Einführung von Massentests.

FUSSBALL.DE: In Deutschland rollt der Ball wieder, in den obersten drei Ligen und der FLYERALARM Frauen-Bundesliga wird Fußball gespielt. Wer freut sich darüber mehr - der Fußballfan Lars Feld oder der Wirtschaftsweise Lars Feld?

Lars Feld:  Ganz klar der Fußballfan. (lacht) Mir geht es so, wie vielen anderen - die Spiele sind eine willkommene Ablenkung, ein Stück Normalität, obwohl Spiele ohne Zuschauer natürlich alles andere als normal sind. Aber man kann mitfiebern mit seinem Verein, kann sich freuen oder muss sich ärgern. Ich finde, dass das wertvoll ist. Wirtschaftlich sind die Fernsehgelder für die Vereine natürlich von großer Bedeutung, wobei man auch sehen muss, dass der Verlust der Zuschauereinnahmen für viele Vereine eine erhebliche Belastung darstellt. Die Corona-Pandemie stellt die gesamte deutsche Wirtschaft vor große Herausforderungen, der Wirtschaftszweig Fußball ist da leider keine Ausnahme.

DFB-Präsident Fritz Keller schlägt vor, die Infrastruktur des Sports insgesamt und insbesondere des Fußballs mit seinen 25.000 Vereinen für Massentests zu nutzen. Halten Sie dies für sinnvoll?

"Wenn der Sport seine Hilfe anbietet, wären wir gut beraten, diese dankend anzunehmen"

Feld:  Unbedingt, und insbesondere aus wirtschaftlicher Sicht. Das Corona-Virus wird nicht schnell verschwinden und ein Impfstoff nicht schnell verfügbar sein. Darauf müssen wir uns einstellen. Die Prognosen, dass wir spätestens zu Beginn des kommenden Jahres eine zweite Welle bekommen werden, sind durchaus realistisch. Aus meiner Sicht gilt es nun, die notwendigen Vorbereitungen dafür zu treffen, dass wir mit dieser Welle anders umgehen können als mit der ersten. Wir müssen einen zweiten Lockdown verhindern. Wie das möglich ist, zeigen Vorbilder anderer Nationen, beispielsweise Südkorea. Dort waren Massentests der Bevölkerung eine wesentliche Säule bei der Bekämpfung des Virus. Wenn der Sport hier seine Hilfe anbietet, wären wir gut beraten, diese dankend anzunehmen.

Können Sie die wirtschaftlichen Vorteile der Massentests präzisieren?

Feld:  Ein wesentlicher Vorteil ist, dass die Ansteckungsverläufe viel besser nachvollziehbar werden. Der Lockdown wurde ja nur notwendig, weil die Ausbrüche so vielfältig und breit waren, dass das Szenario eines von der Anzahl an Erkrankungen überwältigten Gesundheitssystems mit hohen Todeszahlen drohte. Über ein Paket an Maßnahmen wie eben Massentests oder die Corona-Warn-App lassen sich eine übermäßige Belastung des Gesundheitswesens genauso wie ein Lockdown verhindern. Dies wäre natürlich für die Wirtschaft günstiger als die bei dieser ersten Welle notwendige Reaktion. Die gesamte Produktion, die Dienstleistungserstellung, all das lässt sich auf einem deutlich höheren Niveau halten, wenn sich nur diejenigen, die tatsächlich erkrankt oder potenziell infiziert sind, in Quarantäne begeben müssen und damit am Arbeitsplatz fehlen. Alle anderen könnten weiter zur Arbeit gehen und liefen nicht Gefahr, sich dort mit dem Virus anzustecken.

In seinem Betrieb hat Fritz Keller Corona-Tests für die Mitarbeiter durchführen lassen. Könnte dies nicht auch für andere ein Modell sein? Warum braucht es hier den Fußball beziehungsweise den Sport insgesamt?

Feld:  Solche Maßnahmen stehen allen Arbeitgebern und ihren Arbeitnehmern frei. Der große Vorteil des Sports sind eben die Infrastruktur und seine flächendeckende Verbreitung. Hinzu kommt, dass die Tests dazu führen können, dass in den Sportvereinen wieder mehr Sport betrieben wird. Das ist gut für die Seele und die Psyche, aber auch für die Wirtschaft. Wer Sport treibt, lebt gesünder. Damit wären die Krankenkassen weniger belastet, und die Arbeitgeber müssten weniger Fehlzeiten ihrer Arbeitnehmer verkraften.

Die positiven wirtschaftlichen Folgen der Massentests entstehen nicht unmittelbar, die Kosten hingegen schon. Wer ist aus Ihrer Sicht in der Verantwortung, die finanziellen Mittel für die Massentests zur Verfügung zu stellen?

Feld:  Ich denke, dass das über die Krankenkassen abgewickelt werden sollte, über die gesetzlichen genauso wie über die privaten. Der Bund müsste dafür aus meiner Sicht zusätzliche Mittel bereitstellen. Das könnte sich in der Folge auf die Beiträge auswirken. Dann würde sich eine Dreiteilung der Kosten ergeben: Bund, Arbeitgeber und Arbeitnehmer - ich finde, dass dies eine faire Verteilung wäre.

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