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Regions' Cup |20.06.2019|18:30

Finaleinzug nach Remis weiter in eigener Hand

Deutschland und die Slowakei lieferten sich in Landshut ein packendes Match.[Foto: 2019 Getty Images]

Die Auswahl des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) hat auch beim zweiten Vorrundenspiel des UEFA Regions' Cup in der Gruppe A gepunktet und hat den Finaleinzug weiter in der eigenen Hand, braucht am Sonntag aber gegen die zweimal erfolgreichen Türken einen Sieg: Die Mannschaft von Verbandstrainer Engin Yanova trennte sich in Landshut vor 1084 Zuschauern von der Slowakei mit 1:1 (0:0). Arif Ekin (TSV 1860 München) hatte die BFV-Auswahl in der 47. Minute mit seinem zweiten Turniertreffer in Führung gebracht, Patrik Krcula glich in der 62. Minute für die Slowaken aus.

"Letztlich kann ich mit dem einen Punkt leben, weil wir den Gruppensieg im letzten Spiel noch in der eigenen Hand haben. Wir haben jetzt das Endspiel gegen die Türkei, das wir gewinnen müssen, wenn wir ins Finale wollen. Die Einstellung der Jungs hat auch heute wieder gestimmt. Aber wir brauchen mehr Ballbesitz und Spielkontrolle", resümierte Engin Yanova und blickte bereits auf das Finale fürs Finale am Sonntag (ab 10.30 Uhr) in Landshut voraus. Auch dieses Match findet im Rahmen der Fußballiade statt. Die deutsche Mannschaft hat nach dem 1:0-Auftaktsieg gegen Frankreich nun vier Zähler auf dem Konto, die Türkei (2:1 gegen Frankreich, 3:1 gegen die Slowakei) indes hat bestmöglich gepunktet.

Verbandstrainer Engin Yanova hatte gegenüber dem Frankeich-Spiel zwei Änderungen in der Startaufstellung vorgenommen: Sebastian Marx vom ATSV Erlangen startete für David Bauer (TSV Rain/Lech) in der Innenverteidigung, Lukas Imgrund (FC Würzburger Kickers) rückte für den nach seiner gelb-roten Karte gesperrten Michael Kraus ins defensive Mittelfeld.

Ausgeglichene Anfangsphase

Zu Beginn waren beide Mannschaften um Ballkontrolle bemüht, wobei auf beiden Seiten noch die Präzision im Spiel nach vorne fehlte. Die erste gute Möglichkeit gehörte der BFV-Auswahl: Nach 14 Minuten zog Arif Ekin (TSV 1860 München) eine Ecke scharf auf das slowakische Tor, doch der slowakische Keeper Samuel Vavrus konnte den Ball noch über die Latte lenken. Kurz darauf sorgte auch die Slowakei für den ersten Offensivakzent - und die BFV-Elf hatte Glück, dass der steil geschickte Patrik Krcula den Ball nicht nur über Schlussmann Dominic Dachs (SV Seligenporten) hob, sondern auch neben das Tor.

Ein echtes Übergewicht konnte sich auch in der Folge keines der beiden Teams erspielen. Die Slowaken fanden kein Mittel, um die sichere deutsche Abwehr auszuhebeln und probierten es immer wieder mit der Brechstange: Doch sowohl Denis Martinko als auch Branislav Duris verfehlten bei ihren Distanzschüssen das Ziel deutlich. Brenzlig wurde es erst kurz vor der Pause: Zunächst jagte Juraj Pragai den Ball kurz vor der Pause aus zehn Metern über den Kasten, dann musste Dominic Dachs in höchster Not klären, ehe Roman Holicek den Nachschuss über die Latte setzte. Die deutsche Mannschaft hingegen versuchte es spielerisch, fand aber ebenfalls kein Mittel, um die sicher stehende slowakische Defensive auszuhebeln.

"Bei dieser Endrunde gibt es keine Laufkundschaft", stellte Dachs fest: "Es war heute ein völlig anderes Spiel als das zuletzt gegen Frankreich. Von daher lässt sich schwer beurteilen, was besser und was schlechter war", sagte Dachs: "Defensiv, so finde ich, haben wir das heute ganz ordentlich gemacht und nur wenig zugelassen. Unterm Strich ist das 1:1 das gerechte Resultat." Der Keeper selbst war wie schon am Dienstag in Kelheim gegen Frankreich in Top-Form: "Das sollen andere beurteilen", sagte Dachs: "Letztlich habe ich ein gutes Gefühl, in der Mannschaft passt es, wir verstehen uns gut, der eine ist für den anderen da."

Traumstart in Hälfte zwei

Nach dem Seitenwechsel legte die BFV-Elf einen Blitzstart hin und ging in der 47. Minute in Führung. Der am Fünfmeterraum lauernde Arif Ekin, der bereits beim 1:0-Sieg gegen Frankreich getroffen hatte, wurde mustergültig bedient und schob den Ball zur Führung für die Yanova-Auswahl ein. "Dafür bin ich als Stürmer da", sagte Ekin: "Letztlich entscheidend ist aber, dass wir noch alle Karten in de Hand halten. Um ins Finale zu kommen, braucht es jetzt einen Sieg gegen die Türkei am Sonntag. Fest steht, dass wir da eine Schippe drauflegen müssen und werden."

Die Führung von Ekin sollte indes keine lange Halbwertszeit haben. In der 62. Minute fand der slowakische Spielführer Roman Holicek die Lücke, schickte Patrik Krcula auf die Reise, der alleine auf Dachs zulief und keine Mühe hatte, den Ball zum Ausgleich im Tor unterzubringen. Im Gegenzug fast die erneute deutsche Führung - doch Vavrus konnte gegen Ekin im letzten Moment klären (63.). Die Slowakei war nach dem Ausgleich das aktivere Team und sorgte vor allem durch den schnellen Patrik Krcula immer wieder für Betrieb vor dem deutschen Kasten.

In der Schlussphase hatten beide Mannschaften noch einmal die große Chance, das Spiel zu entscheiden: Masaaki Takaharas (SV Türkgücü-Ataspor München) Freistoß wurde kurz vor der Linie geblockt, Denis Martinko fand auf der Gegenseite seinen Meister in Dominic Dachs, der abermals einen starken Tag erwischt hatte: "Das sollen andere beurteilen. Fakt ist, dass es mit den Jungs richtig Spaß macht, wir wachsen immer weiter zusammen. Und ich bin mir sicher, dass wir auch am Sonntag gegen die Türkei wieder alles reinhauen werden." Auch diese Partie findet dann wieder im Rahmen der Fussballiade in Landshut statt.

Im zweiten Spiel der Gruppe A setzte sich die Türkei vor 216 Zuschauern in Hankofen mit 2:1 gegen Frankreich durch. Abdejalil Sahloune brachte die Franzosen zunächst in Führung, doch die Türken drehten die Partie durch ein Eigentor von Kevin Auzou und Caner Güner noch. Bereits zum Auftakt hatte die Türkei gegen die Slowakei nach einem 0:1-Rückstand noch mit 3:1 die Oberhand behalten. "Das ist eine giftigte Mannschaft, die uns alles abverlangen wird", sagt Engin Yanova: "Wir sind froh, dass wir jetzt zwei Tage Pause haben. Der eine Erholungstag war nach dem Spiel in Unterzahl gegen Frankreich für uns definitiv zu wenig."

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