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Spagat |16.01.2021|09:00

Fink: Spieler in Liga 4, Trainer in Liga 5

Spielertrainer in Hanau, nun auch in Gießen am Ball: Ex-Profi Michael Fink.[Foto: imago]

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Mit bald 39 Jahren kickt Ex-Profi Michael Fink, der mit Besiktas Istanbul Pokalsieger in der Türkei wurde und auch für Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach spielte, wieder für den FC Gießen in der Regionalliga Südwest. Gleichzeitig bleibt er Trainer beim FC Hanau in der Hessenliga. Ein Gespräch über die Herausforderungen der Doppelrolle, Ambitionen als Trainer und Motivationsansprachen in der Kabine. 

FUSSBALL.DE: Nach eineinhalb Jahren als Spielertrainer beim Fünftligisten FC Hanau 93 sind Sie nun zurück beim FC Gießen in der Regionalliga Südwest - und das mit bald 39 Jahren. Was hat Sie noch einmal zurück in die 4. Liga gezogen, Herr Fink?

Michael Fink: Es ist so etwas wie ein Freundschaftsdienst für Gießens Trainer Daniyel Cimen. Wir sind privat sehr gut befreundet und tauschen uns viel über Fußball aus. Er benötigte für den Abstiegskampf einen Führungsspieler. Da in der Hessenliga derzeit nicht gespielt werden darf, habe ich ihm meine Hilfe angeboten. Wenn wir mit Hanau einen regulären Spielbetrieb hätten, wäre das nicht möglich.

Beim überraschenden 2:1-Heimerfolg gegen den Titelaspiranten TSV Steinbach Haiger am vergangenen Wochenende gaben Sie bereits Ihr Debüt und waren über die komplette Distanz am Ball. Wie war der Sieg möglich?

"Ein großer Redenschwinger war ich noch nie"

Fink: Durch eine geschlossene und mutige Teamleistung. Anstatt uns nur hinten reinzustellen, haben wir nach vorne gespielt und unsere Chancen gesucht. Wir hätten sogar zur Halbzeit höher als 2:0 führen können. Für mich war es nach neun Wochen ohne Training und Spielpraxis natürlich nicht einfach, direkt wieder eine solche Intensität mitzugehen. Umso glücklicher bin ich, dass ich meinen Teil zu einem so starken Mannschaftsauftritt beitragen konnte und wir gegen einen Aufstiegsaspiranten dreifach gepunktet haben.

Gab es eine besondere Motivationsansprache von Ihnen nach Ihrer Rückkehr?

Fink: Nein, das ist grundsätzlich nicht meine Art. Ich bin eher der Typ Spieler, der auf dem Platz mit Leistung und Ruhe vorangeht und die anderen Spieler so mitzieht. Ein großer Redenschwinger war ich noch nie. (lacht)

Sie sind teilweise doppelt so alt wie Ihre Mitspieler. Welche Rolle übernehmen Sie im Team und was geben Sie den jungen Spielern mit?

Fink: Ich stehe den vielen jungen Spielern auf jeden Fall als Ansprechperson zur Verfügung. So muss nicht jeder immer gleich den Trainer nerven, wenn irgendetwas nicht passt. (lacht) Ich denke, dass ein erfahrener Profi in vielerlei Hinsicht einen Mehrwert für einen jungen Regionalligakader darstellt. Ich bin nicht nur Tippgeber, sondern auch jemand, der den jüngeren Spielern etwas die Last abnimmt, wenn es um Leistungsdruck geht. Die Jungs fühlen sich sicherer auf dem Platz und haben mehr Selbstvertrauen.

Sie waren nicht nur zuletzt in Hanau, sondern auch zuvor beim jetzigen Drittligisten SV Waldhof Mannheim parallel zum Spielerdasein in einer Trainerfunktion tätig. Haben Sie in Gießen eine ähnliche Aufgabe?

Fink: Ich bin in keiner offiziellen Trainerfunktion beim FC Gießen angestellt. Das würde auch gar nicht gehen, weil ich zwar nicht mehr Spieler, aber weiterhin Trainer beim FC Hanau bin, sobald der Spielbetrieb in der Hessenliga fortgesetzt wird. Eine offizielle Funktion ist aber auch nicht zwingend notwendig, um Verantwortung zu übernehmen. Ich stehe mit Daniyel Cimen in einem engen Austausch. Die Chemie zwischen uns stimmt und ich assistiere ihm gerne mit meinem Knowhow.

In den zurückliegenden Jahren haben Sie schon einige Erfahrungen im Trainerbereich gesammelt. Wie ist der Stand bei Ihrer Trainerausbildung?

Fink: Seit Sommer 2020 bin ich Inhaber der DFB-Elite-Jugend-Lizenz. Den Erwerb der A-Lizenz musste ich wegen der Corona-Pandemie leider verschieben. Geplant ist, dass ich dieses Jahr den A-Trainerschein mache.

Werden Sie sich nach der erneuten Spielerstation in Gießen ganz auf Ihre Traineraufgaben fokussieren?

Fink: Möglich. Allerdings kann ich mir auch vorstellen, noch einige weitere Jahre selbst zu kicken. Ich habe mir kein Limit gesetzt und schaue von Jahr zu Jahr, ob ich noch fit genug bin. Solange die Antwort darauf ein Ja ist und ich keine Wehwehchen habe: Warum sollte ich dann nicht auch noch mit 40 die Fußballschuhe schnüren? Sobald ich aber merke, dass ich nur noch hinterherlaufe und der Mannschaft nicht mehr helfen kann, werde ich den Schlussstrich ziehen.

Als Profi kickten Sie für Borussia Mönchengladbach, Eintracht Frankfurt und Besiktas Istanbul. Streben Sie eine ähnlich erfolgreiche Karriere als Trainer an?

Fink: Mein Ziel ist es, langfristig als Trainer innerhalb der ersten vier Ligen zu arbeiten. Mindestens also auf semiprofessionellem Niveau. Wenn ich die Chance bekäme, Profitrainer zu werden, wäre das sicher großartig. Aber so etwas sollte man nicht planen. Dafür ist der Trainermarkt zu umkämpft.

Jetzt geht es für Sie als Spieler mit Gießen aber erst einmal um den Klassenverbleib. Ihr Team rangiert zwar in der Abstiegszone. Der Rückstand zu einem rettenden Platz ist aber nicht allzu groß. Wie schätzen Sie die Chancen ein?

Fink: Da in dieser Saison 22 Teams mitspielen und erst 15 Begegnungen absolviert sind, haben wir noch mehr als 25 Partien vor uns. Es ist noch überhaupt nichts passiert. Selbst das vermeintlich abgeschlagene Schlusslicht Eintracht Stadtallendorf könnte den Klassenverbleib bei einer sportlichen Wende noch problemlos erreichen. Wir haben zuletzt gegen den TSV Steinbach Haiger bewiesen, zu welchen Leistungen wir in der Lage sind. Wenn wir daran anknüpfen und regelmäßig eine solche Leistung abrufen, bin ich optimistisch, dass wir die Liga halten.

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