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Kultfigur |02.09.2016|15:15

Fischer: Mit 30 Fußballboss von Gelsenkirchen

Das jüngste Fußballkreis-Oberhaupt in NRW: Christian Fischer von Eintracht Erle. [Foto: Buschmann]

Lehrer, Flüchtlingshelfer, Politiker, aktiver Fußballer und Funktionär: Für Christian Fischer müsste der Tag manchmal mehr als 24 Stunden haben, zumal da auch noch seine frisch angetraute Christina nicht zu kurz kommen will. Als wenn das alles nicht schon reichen würde, ist er seit Montag dieser Woche auch noch Vorsitzender des Fußballkreises Gelsenkirchen – und die FUSSBALL.DE-Kultfigur der Woche.

Einen Fußballkreis zu leiten ist meist die Sache älterer Herren. Auch in der Schalke-Stadt führte bisher stets ein erfahrener Haudegen aus dem örtlichen Fußball die Geschicke. Fast ein Vierteljahrhundert war es der frühere Bundesliga-Schiedsrichter Manfred Wichmann, der noch heute die Unparteiischen bei den Spielen in der Schalker Arena betreut, und nach ihm der vor wenigen Monaten verstorbene Peter Schywek.

Und nun kommt Fischer, er ist allerdings gerade einmal 30 Jahre jung und somit das jüngste Fußballkreis-Oberhaupt in NRW. „Jetzt bin ich in einem Alter, in dem man ganz viel schaffen kann. Außerdem kann ich nicht still sitzen“, sagt Fischer lachend. Nicht nur seine gute Laune ist ansteckend, sondern auch seine Fähigkeit, andere Leute für eine Sache zu begeistern. Kein Wunder, dass ihn die 65 Vereinsvertreter, die am Montag dieser Woche zum außerordentlichen Kreistag im AWO-Begegnungszentrum in Schalke erschienen waren, einstimmig zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt haben.

Fischer kommt allerdings nicht wie die Jungfrau zum Kinde, sondern war bereits seit April dieses Jahres "Finanzminister" von "Gelsensport", der Vereinigung von Sportorganisation und Sportverwaltung in der Ruhrgebietsstadt. Er kennt also den Apparat und seine Leute inzwischen genau so wie die Aktiven, die er nun als ihr Chef vertritt. Denn Fischer ist schließlich noch selbst jeden Sonntag auf dem Platz und kickt für Eintracht Erle in der Kreisliga .

"Jetzt bin ich in einem Alter, in dem man ganz viel schaffen kann. Außerdem kann ich nicht still sitzen"

Seine Motivation, ehrenamtlich viel mehr zu machen als nur im eigenen Verein den Kassenwart zu mimen oder die Abschlussfahrt nach Malle zu organisieren, hat er sozusagen schon mit der Muttermilch aufgesogen. „Ich bin nun einmal Gelsenkirchener durch und durch und spiele hier seit 24 Jahren Fußball“, hebt Fischer an, um auszuführen: „Der Amateurfußball in Gelsenkirchen hat richtig viel Potenzial, aber man muss auch etwas dafür tun. Als Lehrer habe ich zum Glück ein bisschen mehr Freiraum, mich im Fußball zu engagieren, als es vielleicht in anderen Berufen möglich wäre.“

Schon klar, als Lehrer hat man ja ständig Ferien und ist ansonsten spätestens mittags zu Hause... „Na ja, nicht ganz“, winkt Christian Fischer ab. An seiner Schule, dem Max-Planck-Gymnasium in Buer, leitet der Studienrat für Deutsch und Geschichte auch noch die internationale Förderklasse für Flüchtlinge. Neben seinem Engagement im Fußball ist er außerdem politisch aktiv, als zweiter Vorsitzender des SPD Ortsvereins Hassel-Süd/Bergmannsglück 2.

Nun aber geht er erst einmal mit frischem Elan an seine Aufgabe als Vorsitzender des Fußballkreises 12 in Westfalen, der neben den über 50 Gelsenkirchener Vereinen auch noch die Gladbecker und Kirchhellener Klubs vertritt. Weil die Schalke-Stadt chronisch klamm ist, ist der Etat für die Sportförderung überschaubar. Im Rahmen des im Jahr 2004 verabschiedeten Gemeindefinanzierungsgesetzes beträgt die sogenannte „Sportpauschale“ in Gelsenkirchen etwas mehr als 705.000 Euro pro Jahr.

In den vergangenen Jahren wurden hiervon – neben den üblichen Sanierungen zum Beispiel für Umkleidekabinen oder Sanitärräumen – alle zwei Jahre ein Kunstrasenplatz gebaut. Weil alle Stadtteile in Gelsenkirchen inzwischen zumindest mit einem der neuen Grüns versorgt sind, werden nun Kleinspielfelder gefördert. Fischer findet das gut so. „Mit diesen für Jedermann offenen Trainingsflächen können wir mehr Menschen erreichen", sagt er.

Klar ist auch, dass sein Verein Eintracht Erle nicht bevorzugt behandelt wird, nur weil er jetzt der Fußballboss in der Stadt ist. Da haben andere Klubs schlechtere Bedingungen, "auf Asche" ist gerade im Ruhrgebiet immer noch die harte Realität für viele Mannschaften und nicht nur ein schöner Name für ein Hochglanz-Magazin über Amateurfußball.

Gelsenkirchen ist allerdings auch die Stadt, die den Verein mit dem berühmtesten Stadtteil Deutschlands beheimatet: Schalke 04. Fischer, der bis vor einigen Jahren noch gelegentlich als Moderator bei Veranstaltungen der Königsblauen tätig war, wünscht sich eine engere Zusammenarbeit zwischen dem Fußballkreis und dem Bundesligisten. Ein Staffel- oder Kreistag, der mal nicht in einem Vereinsheim mit dem Charme des Gelsenkirchener Barocks stattfindet, sondern in einem der VIP-Clubs der Arena, wäre sicher eine tolle Motivation für die rührigen Ehrenamtler – oder solche, die es werden wollen.

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