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Ungewöhnlich |24.04.2019|10:30

Früher mit Neuer auf Schalke - jetzt C-Liga

Hat seine neue Heimat auf der "Bülser Alm" gefunden: Der fußballverrückte Daniel Borzek.[Foto: privat/Verein/Collage FUSSBALL.DE]

Die „Bülser Alm“ ist nichts für Schönwetter-Fußballer. Im Gegenteil. Der Platz an der Honigmannstraße im Nordwesten Gelsenkirchens gilt als einer der schlechtesten im gesamten Ruhrgebiet. Für Daniel Borzek noch lange kein Grund, auf der grauen Asche des C-Ligisten nicht regelmäßig die Knochen hinzuhalten. Dabei hat der heutige Spielertrainer von Schwarz-Weiß Bülse früher mit Manuel Neuer zusammen gekickt.

Als der Weltmeister von 2014 im Sommer 2005 beim FC Schalke 04 seinen ersten Profivertrag unterschreibt, ist für ihn die Bundesliga noch weit entfernt. Neuer ist Stammkeeper – und zwar in der U 23 in der Oberliga. Zu seinen Teamkollegen gehören unter anderem Niko Bungert (heute Mainz 05), Tim Hoogland (VfL Bochum) – und Daniel Borzek. „Mike Büskens hat mich geholt“, erinnert sich der inzwischen 34-Jährige an einen Anruf des Schalker „Eurofighters“ von 1997 und aktuell Co-Trainer unter Huub Stevens bei den S04-Profis. „Ich war zu der Zeit beim 1. FC Bocholt , aber Mike 'Buyo' Büskens wollte mich unbedingt haben – und ich war natürlich nicht abgeneigt.“

Gegen Weltmeister Schweinsteiger

Daniel Borzek ist gebürtiger Gelsenkirchener. Als Kind spielt er zunächst bei der SSV Buer, ehe ihn Schalke zum ersten Mal lockt. In der D-Jugend wechselt er in den heute „Knappenschmiede“ genannten Talentschuppen der Königsblauen. Es beginnt eine aufregende Zeit für ihn. Beim „Mini-Masters“ in München spielt er mit Schalke unter anderem gegen den FC Bayern und den jungen Bastian Schweinsteiger. Bis zur U 15 bleibt Daniel Borzek auf Schalke, doch beim Übergang zur U 17 signalisiert ihm Trainer Manni Dubski, dass er nicht mit ihm plane. Daniel Borzek wechselt zum Nachbarn Rot-Weiss Essen , bei dem ein paar Jahre später auch ein gewisser Mesut Özil erst ein wenig reifen muss, ehe er auf Schalke durchstartet.

"Ich bin einfach fußballverrückt!"

Die U 17 und die U 19 der Essener sind ebenfalls in der Bundesliga am Ball. So trifft Daniel Borzek eben als Gegner mehrfach auf Schalke. Als sein Ex-Verein ihn von der Hafenstraße weglotsen will, legt Vater Borzek sein Veto ein. „Ich wäre gerne zu Schalke zurückgegangen, aber mein Papa hat gesagt: 'Die wollten dich in der B-Jugend nicht, jetzt bleibst du bei RWE'“, berichtet Daniel Borzek. Erschwerend kommt hinzu: Sein Vater ist Bayern-Fan…

Also muss er später den Umweg Bocholt nehmen, um wieder auf Schalke zu landen. „Nach dem Ende der Saison hat Mike Büskens mit der U 23 noch ein zweiwöchiges Sichtungstraining gemacht, bei dem viele gute Jungs vorspielen konnten“, erzählt Daniel Borzek. „Buyo hat aber wohl viel von mir gehalten, daher hat Schalke mir einen Vertrag angeboten.“

Mit Kuranyi in der Reha

Das Glück ist nicht von langer Dauer. In seiner ersten Saison bei der Schalker Reserve verletzt sich Daniel Borzek am Knie, der Außenmeniskus ist beschädigt. In der Reha trifft er auf Kevin Kuranyi, der sich mit der gleichen Blessur herumplagt. „Er stand dann nach drei Wochen wieder auf dem Platz, ich hingegen bin 13 Monate ausgefallen“, schildert Daniel Borzek die wohl schlimmste Zeit in seiner noch jungen Fußballer-Karriere. 

Die nimmt dann für ihn auch eine unangenehme Wende. Zwar ist Daniel Borzek auf Schalke medizinisch in den besten Händen, doch das, was er am liebsten tut – Fußball spielen – kann er lange Zeit nicht. „Im Kraftraum war alles okay, ich hatte keine Schmerzen. Doch sobald ich auf dem Platz war und wieder mittrainiert habe, ist mein Knie erneut angeschwollen“, erinnert sich Daniel Borzek an frustrierende Wochen und Monate. 

Sein Vertrag auf Schalke läuft nach einem Jahr aus. Während Manuel Neuer in der Bundesliga debütiert und seine Weltkarriere als Torhüter startet, wechselt Daniel Borzek zum benachbarten Landesligisten Erle 08. Am Forsthaus, wo früher der legendäre Schalker Rechtsaußen Rüdiger Abramczik die Gegner schwindelig gespielt hat, kickt Daniel Borzek unter anderem mit seinem Bruder Michael in einer Mannschaft. Bisher war Fußball sein Beruf, doch jetzt muss erst mal das Knie wieder halten. Er findet einen Job beim Erler Sponsor, doch dann zieht Daniel Borzek weiter. GSV Moers, SV Zweckel, Vestia Disteln, Hansa Scholven und SC Hassel II heißen seine Stationen, bevor er beim VfB Hüls ins Trainergeschäft einsteigt. 

Das Knie ist durch

Sein Kumpel Markus Kaya holt ihn als sein „Co“ nach Hüls. Der langjährige Oberligist aus Marl muss nach einer Insolvenz in der Bezirksliga neu anfangen, eine Aufgabe, die Daniel Borzek reizt. Natürlich ist er nicht mehr so fit und so schnell wie früher, aber ein bisschen in der Bezirksliga mitkicken geht noch – und dann knallt's im Gelenk. „Die Nachspielzeit lief schon, ich weiß gar nicht mehr, gegen wen. Ich mache einen falschen Schritt, das war's. Es war das andere Knie. Aber diesmal war es nicht nur der Meniskus, sondern bis auf das hintere Kreuzband war da alles kaputt“, berichtet Daniel Borzek.

Insgesamt dreimal muss er operiert werden, an Fußball ist nicht mehr zu denken. Wie schön, dass plötzlich andere Dinge wichtiger werden. Daniel Borzek wird Vater, seine Frau bringt Zwillinge zur Welt. Da wird es zu Hause nie langweilig, die Familie geht klar vor. Doch vom Fußball kann der junge Papa nicht lassen. „Selber spielen konnte ich zweieinhalb Jahre nicht, aber ich habe natürlich alles geguckt, was im Fernsehen lief“, gibt Daniel Borzek zu: „Ich bin ziemlich fußballverrückt.“

Dann ruft sein Kumpel Rejhan Nailovic an und fragt ihn, „ob ich mir vorstellen könne, ihn bei Schwarz-Weiß Bülse zu unterstützen.“ Klar hat Daniel Borzek in seiner Laufbahn schon andere Plätze gesehen als die berüchtigte „Bülser Alm“, aber er sagt zu. Es juckt wieder in den Füßen, das Knie hält einigermaßen, also ist er dabei und wird unter Rejhan Nailovic spielender Co-Trainer. Die Abmachung lautet eigentlich: Nur dann auflaufen, wenn Not am Mann ist. „Aber wann ist in der Kreisliga C nicht Not am Mann?“, meint Daniel Borzek lachend. Er ist inzwischen LKW-Fahrer und kann nur selten trainieren. Sonntags aber werden aus gelegentlichen Kurzeinsätzen mit 15 bis 20 Minuten immer mehr, beim Derby gegen die SSV Buer II bringt ihn Rejhan Nailovic zur zweiten Halbzeit beim Stand von 0:1. Am Ende gewinnt Bülse 2:1, das Siegtor in der 63. Minute schießt: Daniel Borzek.

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