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Neuanfang |13.08.2020|11:00

FSSV Karlsruhe: Neuanfang mit Frauenfußball

Bewerbung via Mail: Stundentinnen-Trio hilft der FSSV beim Aufbau der Frauenfußball-Abteilung.[Foto: FSSV Karlsruhe]

Während der "große" Nachbar Karlsruher SC zumindest mittelfristig von der Rückkehr in die Bundesliga träumt, startet der nur wenige hundert Meter weiter westlich gelegene, aber ebenfalls am Adenauerring beheimatete Traditionsverein FSSV Karlsruhe auf unterer Ebene einen Neuanfang. Die im Jahr 1898 gegründete "Freie Spiel- und Sportgemeinschaft", die ihren rund 1.000 Mitgliedern neben Fußball auch eine Schwimm-, eine Turn- und eine Tennisabteilung anbieten kann, arbeitet intensiv am Aufbau einer Mädchen- und Frauenfußball-Abteilung.

In vorderster Reihe steht dabei Paul Gärtner. Der 29-Jährige, der seinen Lebensunterhalt als selbstständiger Fotograf verdient, wurde erst vor wenigen Wochen zum Sportvorstand gewählt und will bei der FSSV, dessen erste Männermannschaft in der Kreisliga A am Ball ist, unter anderem das Projekt "Frauenfußball" zum Erfolg führen. Gärtner ist seit 15 Jahren im Verein verwurzelt, spielt seit der C-Jugend für die FSSV und aktuell mit der zweiten Herrenmannschaft in der Kreisliga C.

"Ich will den Verein aufwecken und möglichst alle Hebel in Bewegung setzen, damit wir gemeinsam nach vorne kommen", sagt Gärtner gegenüber FUSSBALL.DE . "Unser Ziel ist es, dass wir bis zur nächsten Saison 2021/2022 ein Frauen-Team zusammenstellen und dann auch im Ligabetrieb an den Start schicken. Dafür benötigen wir 20 Spielerinnen. Aktuell haben wir lediglich einige Freizeit-Kickerinnen, die sich an jedem Montag zum Training treffen." Das soll sich schon bald ändern.

Attraktivität und Außendarstellung verbessern

"Unser Ziel ist es, dass wir bis zur nächsten Saison 2021/2022 ein Frauen-Team zusammenstellen und dann auch im Ligabetrieb an den Start schicken"

Um zunächst die Außendarstellung des Vereins zu verbessern und die Aufmerksamkeit zu erhöhen, spuckten Gärtner und seine Mitstreiter in die Hände und organisierten regelmäßig an den Samstagen Arbeitseinsätze.

Die Herren- und Jugendabteilung sowie die Nachwuchstrainer setzten die Platzanlage in Stand, renovierten das Gelände in Eigenregie und gestalteten es mit ansprechenden Graffitis. Um weiteren frischen Wind hineinzubekommen, wurde auch an der Neugestaltung der Vereins-Webseite gearbeitet. Außerdem brachten die FSSV-Verantwortlichen die Social-Media-Kanäle auf Vordermann, um mehr Reichweite zu gewinnen. "Es geht nur zusammen und über das Ehrenamt. Durch dieses Engagement können wir uns von vielen Verein auf unserem Niveau abheben und vor allem mehr junge Menschen ansprechen", so Gärtner.

In der Tat! Schon nach kurzer Zeit meldeten sich drei Fußballerinnen und Lehramtsstudentinnen über die sozialen Medien beim Verein und boten ihre ehrenamtliche Hilfe an, um das Training der Bambinis zu übernehmen. Schnell wurde klar: In allen Jugendmannschaften sollen mehr Mädchen Fußball spielen, sogar mittelfristig eine Frauenmannschaft gegründet werden.

So landeten Julia Wacha (23), Maren Fromm (23) und Helin Aslan (24), die zuvor selbst für benachbarte Klubs am Ball waren, beim FSSV. Das Trio hatte spontan via Mail eine Bewerbung geschickt - und bei der FSSV gleich offene Türen eingelaufen. "Wir haben die Arme ausgebreitet und gesagt: Bitte kommt zu uns! Für uns als Verein ist das Gold wert, eine solche ehrenamtliche Hilfe angeboten zu bekommen", schwärmt Gärtner.

Erste Erfolge ließen nicht lange auf sich warten. Mittlerweile hat das neue Trainerinnen-Trio die ersten Trainingseinheiten mit 15 "Bambinis" absolviert. Nach dem Ende der Sommerferien in Baden-Württemberg am 12. September werden an jedem Freitag bis zu 40 Nachwuchskicker im Alter zwischen fünf und acht Jahren erwartet.

5000 Flyer zur Gewinnung von Nachwuchsspielern

Um auf diese Zahl zu kommen, rührt der Verein die Werbetrommel, damit möglichst noch mehr Kids aus Karlsruhe den Weg zum FSSV finden. "In diesem Zuge wollen wir unsere Nachwuchsabteilung stärken, aber auch das Engagement für den Frauenfußball weiter ausbauen. Wir möchten vielen Menschen aus der Region den Zugang zum Fußball ermöglichen", betont Gärtner.

Dafür lässt der Verein zum Ende der Sommerferien unter anderem 5000 Flyer drucken, die von Jugendspielern in den umliegenden Stadtteilen verteilt werden. Außerdem ist eine Zusammenarbeit mit Schulen und Kindergärten geplant, um möglichst viele neue Talente anzusprechen.

Ob es dann auch gelingen kann, langfristig Mädchen- und Frauenfußball bei der FSSV Karlsruhe zu etablieren und dabei auch die neuen Nachwuchstrainerinnen Julia Wacha, Maren Fromm und Helin Aslan einzubinden, hängt maßgeblich von den Zuwachszahlen ab. "Grundsätzlich stehen wir einer weiteren Zusammenarbeit positiv gegenüber. Der Anfang ist gemacht", sagt Paul Gärtner.

Julia Wacha, die nur fünf Minuten von der Platzanlage entfernt wohnt, hatte bereits erste Trainererfahrungen im Mädchenbereich bei der SGM Wendlingen/Ötlingen gesammelt und geht die neue Aufgabe mit großem Enthusiasmus an. "Wir sind alle drei fußballbegeistert und hatten bei der Zusammenarbeit mit dem FSSV Karlsruhe von Anfang an ein gutes Gefühl", sagt Wacha gegenüber FUSSBALL.DE .

Die angehende Grundschullehrerin ergänzt: "Wir wollen vor allem junge Mädchen für den Fußball begeistern und hoffen auf große Resonanz, so dass wir hoffentlich später eine Mädchenmannschaft gründen können. Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg."

Charlotte Voll und Sead Kolasinac als FSSV-Vorbilder

Dass es beim FSSV nicht darum gehen kann, eine möglichst professionelle "Talentschmiede" für Nachwuchskicker zu werden, ist allen Beteiligten klar. Dennoch will der Verein hoffnungsvollen Spielerinnen und Spielern den Weg zu einer möglichen Karriere ebnen. Schließlich zeigen einige Beispiele aus dem Verein, was möglich ist.

So wechselte Torhüterin Charlotte Voll (21), die zuletzt beim rund 65 Kilometer von Karlsruhe entfernten SC Sand in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga zwischen den Pfosten stand, erst vor wenigen Wochen zum zweiten Mal in ihrer noch jungen Karriere zum französischen Topklub Paris St. Germain. Ihr Heimatklub ist jedoch der FSSV Karlsruhe. "Charlotte hat bei uns bis zur B-Jugend in einer Jungen-Mannschaft gespielt" erinnert sich Gärtner. Über die Station bei den U 17- und U 20-Juniorinnen der TSG Hoffenheim machte Voll PSG erstmals auf sich aufmerksam.

Auch Linksverteidiger Sead Kolasinac, ehemaliger Bundesligaprofi des FC Schalke 04 und aktuell beim englischen Spitzenverein FC Arsenal London aktiv, hat als kleiner Junge das Kicken beim FSSV gelernt, ehe er über die Stationen beim Nachbarn Karlsruher SC und bei der TSG Hoffenheim seine große Karriere startete. "Ich möchte, dass Nachwuchskickern aus allen sozialen Schichten bei uns die Möglichkeit geboten wird, Fußball zu spielen. Was sie dann daraus machen, ist ihre Sache. Die Hemmschwelle, bei uns mitzuspielen, soll möglichst gering sein", sagt Sportvorstand Paul Gärtner.

Sportfeste am Adenauerring und KSC-Kooperation

Eine weitere Möglichkeit, talentierte Nachwuchskicker zu finden, bieten normalerweise die traditionellen Sportfeste am Adenauerring. Dank der Zusammenarbeit mit dem Badischen Fußballverband gibt es auf der Platzanlage der FSSV Karlsruhe sonst in jedem Jahr - jeweils im Mai und Oktober - vom frühen Morgen bis zum späten Nachmittag attraktive Spiele und zusätzliche Angebote. Dazu gehören unter anderem auch ein Bambini-Turnier sowie Ligapartien der älteren Jahrgänge. Ob jedoch nach der Absage der Veranstaltung im Mai wegen der Corona-Pandemie zumindest das Sportfest im Oktober stattfinden kann, ist äußert ungewiss.

Um weitere Zuwächse zu generieren, ist auch eine mögliche Kooperation mit dem benachbarten KSC zumindest angedacht. "Eine künftige Zusammenarbeit ist von beiden Seiten grundsätzlich gewollt", freut sich Paul Gärtner über positive Signale. "Wie das in Zukunft genau aussehen könnte, muss aber noch besprochen werden."

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