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Amateur-Alltag |08.04.2020|12:45

Fußballverrückte in der fußballfreien Zeit

Not macht erfinderisch: FUSSBALL.DE stellt Varianten vor, wie der Fußball auch in der Corona-Krise weiterlebt.[Foto: Benno von der Dovenmühle]

Deutschland ist ein fußballverrücktes Land, voll mit fußballverrückten Menschen. Durch die Corona-Krise ist zwar der Spiel- und Trainingsbetrieb eingestellt, aber das heißt noch lange nicht, dass der Fußball aus unserem Alltag verschwunden ist. FUSSBALL.DE stellt Varianten vor, wie "König Fußball" auch in dieser Ausnahmesituation weiterlebt.

Um während geltender Ausgangsbeschränkungen fit zu bleiben, sporteln viele Menschen in ihren eigenen vier Wänden. Die Bundesligisten machten es vor, zahlreiche Athletiktrainer und Influencer gaben Ratschläge und Amateursportler befolgen sie – zumindest so gut es eben geht. Sogar die Spieler, die normalerweise nur Laufen, wenn der Trainer auch hinsieht, haben keine Wahl, als aktiv mitzumachen. Beim Videochat weiß man schließlich nie genau, wen der Trainer gerade ins Visier nimmt. Das Ausbleiben von echten Trainingsspielen und Übungen mit dem Ball begrüßen hingegen allein die Spieler, die normalerweise mit pinken Schuhen zum Training erscheinen. Denn über den Videochat kann ihnen der kantige Sechser (zumindest körperlich) ausnahmsweise mal nicht wehtun.

Durch das gemeinschaftliche Leiden unter endlosen Stabilitäts- und Ausdauerübungen kann auch das virtuelle Training eine Amateurmannschaft zusammenschweißen. Doch die ausbleibenden Kneipengespräche nach dem Spiel schlagen dennoch auf die Moral und gefährden die Stimmung innerhalb des Teams. Um dem entgegenzuwirken, werden zunehmend virtuelle Mannschaftsabende organisiert. So können die Spieler trotz #socialdistancing das ein oder andere Weizen zusammen trinken und müssen danach nicht einmal den Weg nach Hause finden. Ein Nachteil einer solchen virtuellen Kabinenrunde ist jedoch, dass derjenige, der mit zunehmender Stunde beim Prosten immer gefühlloser wird, am nächsten Morgen um Spenden für einen neuen Laptop bittet.

Der Liveticker darf nicht fehlen

Seine Bitte und die Geschichte, wie er sein Weizenglas zu unvorsichtig in Richtung Webcam gestreckt hat, sind dann gefundenes Fressen für den Tickerer der Mannschaft. Er ist darauf spezialisiert, Spielsituationen kurz und prägnant für den Ticker auf FUSSBALL.DE  zusammenzufassen, ohne dass ihm kuriose Details entgehen. Am Morgen nach dem virtuellen Mannschaftsabend ernten nun die Geschehnisse des Vorabends im teaminternen Chat genauso viel Hohn und Spott wie eine Serie falscher Einwürfe an einem ganz normalen Kreisliga-Sonntag. Doch auch die wesentlichen Dinge wie die Kochzeit der Eier ("Es läuft noch zu flüssig, eine Minute Nachspielzeit!"), die Aufstellung am Frühstückstisch ("4-4-2 mit einer breiten Raute bestehend aus Schinken, Käse, Frühstücksei und Marmelade") und die Stärke des Kaffees ("So stark wie sein Landsmann Jhon Cordoba!") entgehen dem Tickerer selbstverständlich nicht.

Beim Turnier auf der Playstation gibt es keinen Liveticker. Da will schließlich jeder mitmachen und auch der Tickerer, der normalerweise zu unsportlich für den Kader ist, kann ausnahmsweise auf dem grünen Rasen glänzen. Was als Idee von dem Teamkameraden mit der besten Internetverbindung begann, kann jedoch für die Kollegen mit Wohnort im Funkloch schnell unschön werden. Bei einer wackligeren Verbindung kommt das Spieltempo beim virtuellen Revierderby aber immerhin dem allseits bekannten Kreisliga-Tempo gleich. Während der Spiele sind die beiden Kontrahenten natürlich wieder per Videochat verbunden, denn was wäre ein Derby, ohne dass man seinen Gegenspieler auch verbal ärgern und provozieren kann.

Nicht nur die Spieler vermissen den sonntäglichen Spielbetrieb, auch die Stadionsprecher fühlen sich unerhört unbefriedigt. Mehrere Rewe -Filialen berichteten von Vorfällen, bei denen arbeitslose Stadionsprecher an den Ordnern, die den Zufluss der Gäste regeln und deutlich mit einer Armbinde gekennzeichnet waren, vorbeisprinteten und das Mikro an einer unbesetzten Kasse einschalteten. Nach Begrüßung der Gäste und dem Dank an die Sponsoren geht ihnen aber aufgrund eines fehlenden Spielberichtsbogens das Material aus. Rewe stellt nun neuerdings auch Schiedsrichter ein, die den Stadionsprechern mit ihren im Portemonnaie mitgeführten Karten der Filiale verweisen können.

Nachdem die Stadionsprecher dann den Innenraum verlassen mussten, kommen sie an den nörgelnden Rentnern vorbei, die ihre Picknickstühle mit Weizenglashaltern auf dem Rewe -Parkplatz aufgebaut haben. Nachdem sie den geknickten Stadionsprecher verspottet haben, widmen sie sich wieder ihrer neuen Ersatz-Leidenschaft: Sie haben ihre taktischen Vorschläge für die Amateurtrainer Deutschlands in wenig hilfreiche Zurufe für Autofahrer umgewandelt, die Schwierigkeiten beim Parken haben. Manchen fehlt die Aggressivität im Zweikampf um den Parkplatz, anderen fehlt schlicht und ergreifend der Blick für den freien Raum. Die jahrelange Erfahrung der Rentner als nörgelnde Kritiker ermöglicht es ihnen, zielgenau die Schwächen der Akteure zu analysieren und auszusprechen. Wäre der Fußball nicht auch in fußballfreier Zeit in den Herzen und Köpfen der Menschen, würden die Autofahrer schließlich nie ihre Schwächen aufgezeigt bekommen.

Ihr habt bestimmt bemerkt, dass dieser Text mit einem Augenzwinkern verfasst wurde. Auch wenn die aktuelle Situation sehr ernst ist, wollen wir euch rund um den Fußball möglichst gut unterhalten. Bleibt gesund und zu Hause!

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