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Coronavirus |10.04.2020|11:00

Glandorf-Keeper Hohenbrink wiedergenesen

Hohenbrink: "In so einer Krise gibt es wirklich wichtigere Dinge als Fußball."[Foto: Bilder: privat, SC Glandorf, Imago / Collage: FUSSBALL.DE]

Über 113.000 Infizierte listet das Robert-Koch-Institut aktuell für die Deutschland auf. Kein Bundesland, keine Stadt, kein Berufszweig, der nicht von der weltweiten Corona-Pandemie betroffen wäre. Und natürlich ist das Virus längst auch im Fußball angekommen, Luca Kilian vom SC Paderborn war der erste Bundesligaspieler, dessen Ansteckung bekannt wurde. Wie sich der Profi, als Hochleistungssportler normalerweise alles andere als ein Risikopatient, im Krankenbett gefühlt hat, kann Matthias Hohenbrink vom SC Glandorf sehr gut nachempfinden. Der Torhüter des Bezirksligisten aus der Nähe von Osnabrück trug ebenfalls den neu- und bösartigen Erreger in sich. Inzwischen ist er wieder gesund. Wie der selbstständige Fliesenlegermeister seine Erfahrung mit Corona machte und welche Sorgen er sich trotz seiner Genesung noch macht, verrät er im FUSSBALL.DE-Interview.

FUSSBALL.DE: Herr Hohenbrink, die wichtigste Frage vorweg: Wie geht es Ihnen?

Matthias Hohenbrink:  Inzwischen wieder gut, vielen Dank!

Wo haben Sie sich angesteckt?

"So gut wie möglich versuchen, diese schwierige Situation zu meistern"

Hohenbrink:  In Ischgl. Ich war mit vier Freunden dort im Skiurlaub. Am 7. März sind wir mit einem Kleinbus losgefahren und wollten eigentlich eine Woche bleiben. Ab Montag, 9. März, ging es allerdings mit den Nachrichten los, dass Ischgl vom Coronavirus stärker betroffen sein könnte und es wurden die ersten Ausgehbeschränkungen verhängt. Die ersten Restaurants wurden geschlossen und so weiter. Dann hat die Region Tirol am Mittwoch in einer Pressekonferenz mitgeteilt, dass sie ab dem kommenden Wochenende das Skigebiet sperren würden. Also haben wir abends beschlossen, unsere Sachen zu packen und am anderen Morgen nach Hause zu fahren – zumal einer meiner Kumpels leichte Symptome zeigte, er hatte etwas erhöhte Temperatur.

Wie ging es dann weiter?

Hohenbrink:  Während der gut neunstündigen Fahrt haben wir viel telefoniert, weil wir uns zu Hause auf Covid-19 testen lassen wollten. Schließlich hatten wir uns ja in einem Risikogebiet aufgehalten. Ich habe meinen Hausarzt angerufen, ob es möglich sei, gleich bei meiner Rückkehr einen Test zu machen, doch der hat mir gesagt, das ginge nicht. Genau so war es beim Gesundheitsamt, obwohl ich extra darauf hingewiesen habe, dass ich aus Ischgl komme. Mir schienen die leider alle überfordert, daher habe ich es dann beim Marienhospital in Osnabrück versucht. Dort sagte man mir, dass es in der Region zwei Corona-Testzentren geben würde, eins ins Münster und das andere in Vechta. Also sind wir zu direkt nach Münster gefahren und haben uns alle fünf testen lassen. 'Ach, Ihr kommt aus Ischgl!' war die Begrüßung...

Die Ergebnisse waren positiv...

Hohenbrink:  Genau! Das Ergebnis erhält man allerdings nicht sofort, daher sind wir alle fünf zur Vorsicht zu Hause in Quarantäne gegangen. Normalerweise wäre ich nach der Rückkehr in die Firma gefahren, um mal nach dem Rechten zu sehen. Das war mir aber in dem Fall zu riskant, ich wollte ja niemanden anstecken – zumal ich dann in der Nacht von Donnerstag auf Freitag selber die ersten Krankheitssymptome gespürt habe. Ich bekam Schüttelfrost und leichtes Fieber. Am Freitag haben wir dann auch die Ergebnisse aus Münster erhalten – alle fünf Corona-positiv.

Wie schwer war bei Ihnen der Krankheitsverlauf?

Hohenbrink:  Ich lag eine Woche flach, war teilweise richtig schlapp und hatte Fieber. Ich konnte mich nur vom Bett zur Couch bewegen und wieder zurück, aber es war eigentlich nicht anders als bei einer normalen Grippe.

Wie wurden Sie in der häuslichen Quarantäne versorgt?

Hohenbrink:  Sehr gut. Als herauskam, dass ich mit Corona infiziert bin, habe ich von Freunden und Mitspielern ganz viele Nachrichten über WhatsApp erhalten. Natürlich habe sich alle Sorgen gemacht und gehofft, dass ich ganz schnell wieder gesund werden würde, vor allem meine Eltern. Alle haben mir ihre Hilfe angeboten, für mich eingekauft und die Sachen dann vor der Haustür abgestellt.

Wann wussten Sie, dass Sie Corona überstanden hatten?

Hohenbrink:  Am 26. März, also zwei Wochen nach dem Test, bin ich vom Gesundheitsamt offiziell für immun erklärt worden und durfte wieder rausgehen. Ich habe vorsichtshalber noch einen weiteren Tag gewartet, sodass ich seit Freitag, 27. März, wieder normal unter den Leuten bin (lacht). Am vorigen Montag bin ich dann wieder in meinen Betrieb gefahren und habe wieder angefangen zu arbeiten. Zum Glück dürfen wir Handwerker weiter unseren Tätigkeiten nachgehen und meine Auftragsbücher sind voll.

Der Fußball wird noch ein wenig länger pausieren müssen. Vermissen Sie das Training, die Kabine, die Gespräche mit den Mitspielern und das Knistern vor dem Spiel?

Hohenbrink:  Nein! Wann wir wieder auf den Platz dürfen oder ob die Saison irgendwann weitergeht, ist mir zurzeit echt egal. Viele Menschen sterben an dieser Krankheit, ich habe Glück gehabt, dass es bei mir nicht so schlimm war. In so einer Krise gibt es wirklich wichtigere Dinge als Fußball, das sieht man ja auch daran, wie viele gute Aktionen abseits des Sportlichen jetzt aus den Vereinen kommen. Mein Wunsch ist es daher, dass wir als Gesellschaft solidarisch zusammen halten und so gut wie möglich versuchen, diese schwierige Situation zu meistern.

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